Ex-Spion: Ich habe nichts mit der Liste zu tun

Steckt US-Präsidentschaftskandidat Larouche dahinter?

Die Veröffentlichung einer Namensliste von Angehörigen des britischen Auslandsgeheimdienstes MI6 im Internet schlägt hohe Wellen. Doch der bisher Verdächtigte für den Geheimnisverrat, der Ex-Spion Richard Tomlinson, bestreitet vehement, der Urheber der Veröffentlichung zu sein.

„Mein Leugnen könnte ein bißchen unglaubwürdig klingen, weil ich damit gedroht habe, Namen im Internet zu veröffentlichen“, sagte Tomlinson in den BBC-Hauptnachrichten. Er hat inzwischen der britischen Regierung angeboten, seinen Computer und Internet-Protokolle zur Verfügung zu stellen, so daß sie sich von seiner Unschuld überzeugen könnten. Seine Original-Site enthielt einen Link zu einem „Verzeichnis von MI6-Agenten“, der auf eine Site führte, die ankündigte, daß diese Liste dort bald publiziert werden würde.

Die Liste scheint nach Informationen von ZDNet USA zum ersten Mal in dem Magazin „Executive Information Review“ und auf der dazugehörigen Web-Site des Magazins veröffentlicht worden zu sein, die vom erfolglosen US-Präsidentschaftskandidaten Lyndon Larouche gegründet wurde. Er ist sei 1977 mit der Deutschen Helga Zepp-Larouche verheiratet, die als Gründerin der „Europäischen Arbeiterpartei (EAP)“ bekannt wurde, einer nach Informationen der Evangelischen Zentralstelle für Weltanschauungsfragen sektenähnlichen Organisation.

Der britische Außenminister Robin Cook hat die britischen Medien unterdessen gebeten, die Liste nicht zu veröffentlichen, weil Menschenleben in Gefahr seien. Diese haben sich auch daran gehalten, doch in zahlreichen Newsgroups im Internet kursiert die Liste bereits seit Tagen.

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