Die geringe Dicke (2 cm) der Dimage X wird ermöglicht durch das spezielle Zoomobjektiv, das sich wie ein Periskop um 90° drehen lässt. Es ist vertikal auf dem Gehäuse der Kamera ausgerichtet und lässt sich drehen, um alles einzufangen, was sich vor der Kamera abspielt. Durch diese Finesse integriert es sich perfekt und entstellt nicht das glatte Design. Die Dimage X sieht gut aus, lässt sich bequem in der Tasche tragen und ist angenehm zu bedienen, wenn man gelernt hat, das Objektiv nicht mit der linken Hand zu verdecken. Die ansprechende Ergonomie dieser Kamera wird durch Steuerelemente und intuitive LCD-Menüs vervollständigt. Separate Tasten für den Weißlichtabgleich oder den Selbstauslöser wären allerdings gut gewesen.

Die Dimage X ist aufgrund ihrer Funktionen für Gelegenheits-Fotografen gedacht. Die Belichtungskorrektur ist die einzige manuelle Einstellmöglichkeit und man kann mit Bildparametern wie Schärfe oder Kontrast spielen. Doch die grundlegenden Elemente wie ein breites Spektrum an Einstellungen für den Weißlichtabgleich oder den Blitz, sowie nützliche Preview-Funktionen wurden nicht vergessen. Die Kamera kann ebenfalls Film-Sequenzen von 35 Sekunden im Format QVGA (320×240 Pixel) und Tonaufzeichnungen von 90 Sekunden aufnehmen. Außerdem ist es mit einem integrierten Lautsprecher möglich, die aufgenommenen Sequenzen abzuspielen. Es ist möglich, die Bilder in den Formaten JPEG und nicht komprimiertes TIFF zu speichern.

Der LCD-Sucher mit 1,5 Zoll liefert ein klares Bild und bleibt bei vollem Tageslicht lesbar. Der optische Sucher ist jedoch klein und bietet eine leicht verzerrte Ansicht, was bei kleinen Kameras häufig der Fall ist. Der kleine Blitz dagegen bietet mit einer respektablen Reichweite von fast 3 Metern eine erstaunliche Leistung. Ansonsten ist die Leistung der Dimage X recht ordentlich, selbst im Vergleich mit zahlreichen Geräten, die eher für ambitionierte Amateure gedacht sind. Die Kamera ist in zwei Sekunden betriebsbereit, stellt sich schnell und fehlerfrei ein, und bietet einen Serienbild-Modus. Die Akkulaufzeit ist nicht außergewöhnlich, bleibt jedoch sehr akzeptabel: Der kleine wiederaufladbare Lithium-Ionen-Akku, der mit dem Gerät geliefert wird, ermöglicht mehr als 50 Aufnahmen bei einer häufigen Verwendung des LCD-Suchers.

Die Test-Fotos waren im Allgemeinen sehr gut, allerdings nicht ohne kleine Fehler. Die Belichtungen sind fast immer korrekt. Die Fotos sind scharf und detailreich, ohne jedoch außergewöhnlich zu sein. Die Farben sind warm und realistisch, trotz einer Tendenz, die Gelbtöne zu verwischen. Ebenfalls festzustellen waren unerfreuliche Störungen auf einer nicht unerheblichen Zahl von Aufnahmen sowie eine violette Aura, die schlimmer ist als gewöhnlich bei kontrastreichen Bildern (auf der Grenze zwischen hellen und dunklen Bereichen). Diese Probleme sind jedoch unbedeutend.

Mit 499 Euro gehört die Minolta Dimage X zu den teueren 2,0 Megapixel-Kameras, doch ihr elegantes Design, ihre geringe Größe und ihre exzellente Leistung rechtfertigen diesen Preis.

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1 Kommentar zu Minolta Dimage X

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  • Am 26. Dezember 2004 um 22:20 von Heinz Ennulat

    Digitalcamera Minolta DIMAGE X – guter Wegwerfartikel
    Achtung nur 1 Jahr Garantie! Gekauft habe ich das gute Stück im Dez. 02 für rund 440€
    inclusive 64 MB SD-Card.
    Im ersten Gebrauchsjahr war ich ziemlich begeistert, nachdem ich mir (aus dem Internet) einen Ersatz-Akku für unterwegs besorgt hatte.
    Im 2. Jahr versagte die Funktion der Display-Taste, die relativ unwichtig ist. In der Meinung, in der EU gelten immer 2 Jahre Garantie, schickte ich die Kamera zur (Garantie-) Reparatur. Nach 5 Wochen bekam ich den Bescheid, die Garantie sei abgelaufen, 2 Jahre gäbe es "Gewährleistung" und das sei etwas anderes.
    Der Kostenvoranschlag belief sich auf 211€!!
    Daraufhin habe ich das Ding unrepariert zurück verlangt. Nach weiteren 2 Wochen konnte ich meine nun weniger geliebte Kamera tatsächlich abholen, musste aber für den Kostenvoranschlag noch 30€!! bezahlen.

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