Intel meldet Umsatz- und Gewinnsteigerung im zweiten Quartal

Die Einnahmen erreichen einen neuen Höchststand für die Monate April bis Juni. Seinen Gewinn steigert Intel um 78 Prozent auf 5 Milliarden Dollar. Lediglich die Data Center Group wächst langsamer als von Analysten vorausgesagt.

Intel hat im zweiten Quartal 2018 einen Umsatz von 17 Milliarden Dollar erwirtschaftet – ein neuer Rekord für die Monate April bis Juni. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum erhöhten sich die Einnahmen um 15 Prozent. Der Nettogewinn kletterte indes um 78 Prozent auf 5 Milliarden Dollar oder 1,05 Dollar je Aktie.

Damit übertrifft der Chiphersteller die Erwartungen von Analysten, die einen Überschuss je Anteilsschein von 0,96 Dollar bei Einnahmen von 16,8 Milliarden Dollar vorausgesagt hatten.

Intel (Bild: Intel)Trotz des guten Ergebnisses schickten Anleger den Kurs der Intel-Aktie nach Veröffentlichung der Bilanz ins Minus. Im nachbörslichen Handel sank der Preis von 52,16 Dollar um 5,66 Prozent auf 49,21 Dollar. In den vergangenen 52 Wochen wurde das Papier zu Preisen zwischen 34,38 und 57,60 Dollar verkauft. Als Grund nennen Insider die Sorge über Verzögerungen bei der Einführung neuer Chips auf Basis des 10-Nanometer-Verfahrens.

Die einzelnen Geschäftsbereiche des Unternehmens meldeten durchweg Zuwächse. Die Client Computing Group verbesserte sich um 6 Prozent auf 8,7 Milliarden Dollar. Damit wuchs sie erneut stärker als der weltweite PC-Markt, der im zweiten Quartal ein Plus von 1,4 Prozent erzielte.

Bleiben Sie in Kontakt mit ZDNet.de

 

ZDNet-Newsletter

Täglich alle relevanten Nachrichten frei Haus.

Jetzt anmelden!

 

Das größte Wachstum verbuchte die Data Center Group, die 5,5 Milliarden Dollar einnahm, 27 Prozent mehr als vor einem Jahr. Die Sparte Internet der Dinge steuerte 880 Millionen Dollar zum Gesamtergebnis bei (plus 22 Prozent) und die Speichersparte 1,1 Milliarden Dollar (plus 23 Prozent). Die Programmable Solutions Group schließlich setzte Produkte im Wert von 517 Millionen Dollar ab.

Intel betonte zudem, dass auf Rechenzentren ausgerichtete Geschäftsbereiche inzwischen für fast 50 Prozent des Umsatzes verantwortlich seien. Die Zahl soll verdeutlichen, dass Intels Strategie, die Abhängigkeit vom PC-Markt zu reduzieren, aufgeht. Allerdings verpasste die Data Center Group die Prognosen der Wall Street, was letztlich auch zum Kursrückgang im nachbörslichen Handel beigetragen haben soll.

Intel sagt Rekordumsatz fürs Geschäftsjahr 2018 voraus

Chief Financial Officer und Interims-CEO Bob Swan geht trotzdem davon aus, dass Intel das Geschäftsjahr zum dritten Mal in Folge mit einem Rekordumsatz abschließen wird. Er hob die Prognose für das Jahr 2018 auf 69,5 Milliarden Dollar Umsatz und 4,15 Dollar Gewinn pro Aktie an. Zuvor lag die Vorgabe bei 65 Milliarden Dollar beziehungsweise 3,55 Dollar je Anteilsschein.

Auch im laufenden Quartal rechnet Intel erneut mit einem besseren Ergebnis als die Analysten. Sie sagen 17,7 Milliarden Dollar Umsatz und 1,08 Dollar Überschuss je Aktie voraus. Intel plant indes mit 18,1 Milliarden Dollar und 1,15 Dollar je Aktie.

HIGHLIGHT

Report: Entwicklung der Cloud-Nutzung

McAfee befragte im Rahmen der jährlichen Forschungsstudie zur Cloud-Sicherheit und der Migration zur Cloud mehr als 1.400 IT-Experten. Dieser Bericht zeigt den Stand der Dinge bei Cloud-Sicherheit auf und bietet praktische Hinweise. Jetzt herunterladen!

Themenseiten: Börse, Intel, Prozessoren, Quartalszahlen, Rechenzentrum

Fanden Sie diesen Artikel nützlich?
Content Loading ...
Whitepaper

ZDNet für mobile Geräte
ZDNet-App für Android herunterladen ZDNet-App für iOS

Artikel empfehlen:

Neueste Kommentare 

1 Kommentar zu Intel meldet Umsatz- und Gewinnsteigerung im zweiten Quartal

Kommentar hinzufügen
  • Am 28. Juli 2018 um 15:27 von C

    Wer noch Intel Produkte kauft – dem ist nicht mehr zu helfen.

    Die CPUs sind massiv fehlerhaft vom Design her – und Abhilfe gibt es nicht. Insb. für die älteren CPUs (>5 Jahre) nicht.

    Im Gegenteil, es kommen immer mehr neue Bugs (Intel ME, Sprectre-NG, Nach Spectre NG Fehler) hervor.

    Leider ist die Konkurrenz (AMD, ARM, etc.) auch nicht besser. Es Bedarf einer neuen CPU-Architektur und eines fairen Herstellers. Intel (S. Grove) war das mal, das war aber im Jahr 2004/2005. Heute kann man sich auf keinen der etablierten verlassen. RISC-V oder Parallela könnten den Weg weisen. Weshalb sich auch Intel bei RISC-V eingekauft hat…

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *