Facebook startet Projekt für offene Telekommunikationslösungen

Auf Hardwareseite arbeiten Intel und Nokia Networks an den Konzepten mit. Providerpartner wie Deutsche Telekom und SK Telecom sollen sie "nach Bedarf" einsetzen und an den Definitionen mitarbeiten. Wie beim Open Compute Project für Rechenzentren sind Flexibilität, Interoperabilität und Kosteneinsparungen das Ziel.

Facebook hat ein „Telecom Infra Project“ (TIP) vorgestellt, in dem es „Netzbetreiber, Infrastrukturanbieter, Systemintegratoren und andere Technikfirmen zusammenbringen“ will. In diesem Rahmen wird es auch seine Forschungen zu neuen Zugangstechniken Partnern zur Verfügung stellen. Zum Start umfasst die Mitgliederliste etwa die Netzbetreiber Deutsche Telekom und SK Telecom (Südkorea) sowie auf der Hardwareseite Intel und Nokia Networks.

Logo Telecom Infra Project (Bild: Facebook)Ähnlich wie bei Facebooks Open Compute Project (OCP), das sich mit Rechenzentrumshardware befasst, wird eine Sammlung mit Referenzdesigns erstellt, zu der auch Intel und Nokia beitragen. Die beteiligten Netzbetreiber könnten diese Technik „nach Bedarf“ einsetzen, schreibt Jay Parikh, Global Head of Engineering and Infrastructure bei Facebook, und sie sollen auch zu ihrer „Definition“ beitragen.

Die Initiative unterscheidet drei Felder, für die sie Konzepte vorlegen will: Zugang, Knotenanbindung sowie Kern und Verwaltung. Die Geräte sollen sich beliebig kombinieren lassen, wodurch Facebook mehr Flexibilität und Effizienz erhofft, aber auch Kosteneinsparungen gegenüber geschlossenen Ökosystemen. Diese Prinzipien sollen zudem die Entwicklung neuer Standards wie 5G beschleunigen.

Im Kontrast zu diesen großen Zielsetzungen stehen die Beispiele, die Facebook nennt. So habe es kürzlich zusammen mit Netzbetreiber Globe ein kleines Dorf auf den Philippinen nach TIP-Prinzipien ans Mobilfunknetz angebunden. Und der britische Provider EE nutze TIP im Rahmen eines Pilotprojekts, um bisher unerschlossene Gegenden in den schottischen Highlands in sein 4G-Netz zu bringen.

Für die Deutsche Telekom kommentiert Vizepräsident Axel Clauberg: „Unser Team wird sich innerhalb von TIP zunächst auf IP-basierte Zugänge, Bündelung sowie Integration von IP und Glasfaser konzentrieren – und auch unabhängige eigene Arbeiten einbringen, etwa bei Heimvernetzung. Wir sind fest überzeugt, dass TIP in diesen Bereichen das leisten kann, was OCP für das Rechenzentrum war. Von einer Community geschaffene offene Spezifikationen werden zu revolutionären Innovationen über alle Netzwerkbereiche hinweg führen.“

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Sein Open Compute Project hatte Facebook 2011 vorgelegt und noch im gleichen Jahr einer Stiftung übergeben. Eine Reihe prominenter Gründungsmitglieder um Intel, Asus, Dell und Huawei wurde über die Jahre noch verstärkt: 2013 traten ARM und EMC bei, 2014 dann Microsoft, um sich in die Entwicklung von Cloudservern einzubringen.

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Themenseiten: Deutsche Telekom, Facebook, Hardware, Intel, Netzwerk, Nokia, SK Telecom, Telekommunikation

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