O2 sucht derzeit einen neuen Partner für die Navigation auf seinen O2-gebrandeten Mobiltelefonen. TomToms Navigationslösung, die auf dem Xda Orbit 2 und nun wieder dem Xda Guide zu finden ist, arbeitet nur auf Windows-Mobile-Geräten. Bei Symbian-Smartphones von Nokia oder Sony Ericsson muss TomTom passen.

Deshalb verhandelt O2 mit fünf potenziellen neuen Partnern. Einer davon ist der Navigationsanbieter CoPilot aus Princeton, USA. Im englischsprachigen Raum erfreut sich die Marke großer Bekanntheit. So ist CoPilot auch auf dem Xda Guide in Großbritannien vorinstalliert. In Deutschland hat aber kaum jemand davon gehört. Also besser abwarten, ob CoPilot als Partner für O2 Germany wirklich in Frage kommt. Bis auf Weiteres wird jedenfalls auch der Nachfolger des Xda Orbit 2 wieder mit der neuesten Software-Version von TomTom ausgeliefert, was kein Nachteil ist.

Design

Physische Bedienelemente gibt es am Xda Guide so gut wie gar nicht. Weder ein Schalter für den Vibrationsalarm noch ein Kameraauslöser am Gehäuserand ist vorhanden. Stattdessen hat O2 den Guide wie schon das Vorgängermodell Orbit 2 komplett auf Navigation getrimmt.

Neu ist beim Xda Guide die Sensortaste „Footprints“. Sie sitzt direkt unter dem Touchscreen und öffnet automatisch die Kamera im Geotagging-Modus. Der Nutzer kann ein Hotel, ein Restaurant oder eine Sehenswürdigkeit fotografieren und das Bild mitsamt seinen Geo-Koordinaten abspeichern. Zudem lässt sich das Foto mit weiteren Infos wie Telefonnummer und Notizen versehen. Mit der Zeit ergibt sich eine stattliche Sammlung mit persönlichen Tipps für Restaurants, Hotels und so weiter. Footprints ist also eine äußerst brauchbare Funktion. Sie verdient durchaus den prominenten Zugriff über eine eigene Taste unter dem Display.

Im Vergleich zum Vorgänger fällt eine weitere Änderung ins Auge: Der 2,8-Zoll-Bildschirm ist zwar gleich groß geblieben. Dennoch fallen die Dimensionen des Xda Guide im Vergleich zum Orbit 2 deutlich geringer aus. Das GPS-Smartphone misst jetzt nur noch 10,2 mal 5,4 mal 1,6 Zentimeter bei einem Gewicht von 105 Gramm.

Von diesen beiden Neuerungen abgesehen, ähnelt der Xda Guide äußerlich stark dem Xda Orbit 2. Der Touchscreen bietet eine Auflösung von 240 mal 320 Pixeln bei bis zu 65.000 Farben. Allerdings wirkt die Darstellung recht pixelig. Das wird vor allem bei kleinen Icons auffällig. Kontrast und Helligkeit des Displays sind jedoch nicht zu beanstanden.

Den Xda Guide baut der taiwanische Smartphonehersteller HTC. Deshalb findet sich auch die Bedienoberfläche Touch Flo 3D auf dem Gerät. Damit bekommt der Nutzer Zugriff auf wichtige Funktionen über eine grafisch ansprechende Oberfläche. Er muss sich also nicht durch die Wirren des Windows-Mobile-6.1-Menüs wühlen. Am unteren Displayrand gibt es eine Schiebeleiste, die sich von links nach rechts bewegen lässt. Sie gewährt Zugriff auf Telefon, Nachrichten, E-Mail, den Opera-Browser, Fotos und Videos, die Musikdateien, das Wetter, Einstellungen und Programme. Im Vergleich zu älteren Xda-Geräten läuft sie flüssiger und lässt sich leichter verschieben. Mit der Bequemlichkeit eines iPhone oder des Android-Smartphones G1 kann der Touchscreen jedoch immer noch nicht mithalten.

Eine große Hilfe bei der Bedienung ist das kleine Scrollrad unterhalb des Displays. Damit bewegt sich der Anwender schnell durch endlose Kontaktlisten, Webseiten und lange Dokumente. Während der Navigation mit TomTom im Auto kann der Nutzer so bequem die Karte hineinzoomen. Das Rädchen ist sehr leichtläufig. Es lässt sich aber trotzdem problemlos an der richtigen Stelle stoppen.

Weniger handlich ist der mitgelieferte, im Gehäuse verstaute Stylus. Er ist recht kurz geraten und liegt daher nicht besonders gut in der Hand. Weitere Punktabzüge gibt es für das Stereo-Headset. Es verfügt nämlich nicht über eine 3,5-Millimeter-Standard-Verbindung.

Der Lieferumfang stellt insgesamt jedoch durchaus zufrieden: Neben Headset, Akkuladegerät und PC-Verbindungskabel gibt es im Paket auch noch ein Kfz-Ladekabel, eine Windschutzscheibenhalterung sowie TomToms aktuelles Kartenmaterial für Deutschland, Österreich und die Schweiz (DACH) inklusive 1-GByte-Micro-SD-Karte.

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