VoIP im Unternehmenseinsatz:
Darauf sollten Sie achten

Die Art der Internetanbindung spielt eine entscheidende Rolle. Ohne Flatrate wäre der Kostenvorteil von VoIP-Telefonie durch den IP-Traffic schnell dahin. Für ein Gespräch in ISDN-Qualität werden etwa 80 KByte/s an Bandbreite in beide Richtungen benötigt. Dies macht den preislich sehr viel höher liegenden SDSL-Anschluss geeigneter als einen ADSL-Anschluss, bei dem die Sendegeschwindigkeit nur ein Bruchteil der Empfangsgeschwindigkeit beträgt.

Entscheidet man sich für den ADSL-Anschluss für Internet-Telefonie, so sollten mindestens 512 KByte/s für den Upstream zur Verfügung stehen. Dies ist ausreichend für sechs gleichzeitige Gespräche in ISDN-Qualität.

Bei Sprachtelefonie lässt sich eine Kompression einsetzen, die kaum hörbare Unterschiede zur ISDN-Qualität verursacht. Eine Kompression hat allerdings zwei wesentliche Nachteile. Mit einer Kompression können keine Faxe gesendet oder empfangen werden, und es können keine DTMF-Töne „inband“, also per Audio, übertragen werden, die man benötigt, um beispielsweise seine Handy-Mailbox abzuhören.

Fax-Anschlüsse müssen daher mit voller Bandbreite laufen, was sich in den meisten Fällen pro Anschluss konfigurieren lässt. DTMF-Töne können bei Verwendung von Kompression auch digital übertragen werden. Dies geschieht mittels SIP-Info-Messages oder nach RFC2833.

Hier ist allerdings Vorsicht geboten. Nicht alle Anbieter unterstützten SIP-Info-Messages oder RFC2833. Wenn nicht, kann keine Kompression der Sprachtelefonie eingesetzt werden, da DTMF-Töne heute in der Regel unverzichtbar sind.

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