Flexibel und benutzerfreundlich

Die kompakte S404 mit ihrem stabilen Aluminiumgehäuse wiegt zusammen mit Batterien und installierter CompactFlash-Card gerade mal 440 Gramm. Der einfache Aufbau der Steuerung und das komfortable Design machen die Benutzung der Kamera zu einem Kinderspiel, und es gibt keinerlei obskure Hieroglyphen zu entschlüsseln. Die Knöpfe und Wählschalter sind eindeutig markiert und leicht zugänglich – mit Ausnahme der Zoom-Steuerung: sie wird über einen 4-Wege-Kippschalter bedient, der ein wenig zu weit vom Daumen entfernt angeordnet ist, um problemloses einhändiges Fotografieren zu ermöglichen. Spezielle Knöpfe oben an der Kamera sorgen für schnellen Zugriff auf die verschiedenen Fotomodi und häufig verwendete Einstellungen, und über einfache, logisch aufgebaute Menüs auf dem hellen 1,8-Zoll-Display gelangt man zu weiteren Steuerungsoptionen.

Die S404 verfügt über alle Funktionen, die man von einem 4-Megapixel-Gerät für den nicht-professionellen Anwender erwarten darf – plus einige erweiterte Optionen, die man bei dem Preis eher nicht erwartet hätte. Es gibt manuelle und blendenbezogene Belichtungsmodi sowie Punkt-Autofokus und eine Autobracketing-Funktion. Man kann auch Video-Clips mit Ton aufnehmen und abspielen. Will man die Belichtung nochmals überprüfen, hat man die Möglichkeit, über One-Touch-Steuerungen im Playback- oder Quick-Review-Modus auf ein Histogramm und Infos über die Kameraeinstellungen zuzugreifen. Schnappschuss-Fotografen und Business-Nutzer werden vom leicht zugänglichen Textmodus und den voreingestellten Bildmodi profitieren, und fortgeschrittene Fotografen können die Feineinstellung von Bildparametern wie Farbsättigung, Kontrast und Schärfe verwenden. Zwar akzeptiert die S404 keine Linsenkonverter, bietet aber einen gut funktionierenden Makromodus und einen reibungslos laufenden 4x optischen Zoom.

Eine der Schwächen der S404 ist die Geschwindigkeit ihrer Autofokus-Funktion, die frustrierend langsam sein und dadurch das Aufnehmen beweglicher Motive schwierig gestalten kann. Doch wenn der Fokus auch langsam sein mag, die Wartezeiten zwischen den einzelnen Aufnahmen sind sogar bei den höchsten Einstellungen für Auflösung und Qualität kurz. Und es ist auch einfach, die Dimage auf den Bildfolge-Modus umzuschalten – hierzu muss man lediglich einen Knopf oben an der Kamera drücken. Wir empfehlen den Kauf von wiederaufladbaren NiMH-Batterien für die Energieversorgung der S404, denn so kann man mit nur einer Aufladung die Lebensdauer der vier mitgelieferten AA-Alkaline-Batterien von nur 30 Aufnahmen mehr als vervierfachen.

Scharfe Aufnahmen, moderater Preis

Die S404 glänzt auch bei der Beurteilung der Bildqualität. Unsere Testbilder waren gut belichtet, mit einem guten dynamischen Bereich, und die Blitzausleuchtung war ausgewogen. Die Farben waren lebensecht und leuchtend, insbesondere bei Tageslicht, und unsere Bilder zeigten nur wenig Rauschen in schattigen Bereichen. Auch die schwierigsten Lichtverhältnisse führten selten zu den für digitale Aufnahmen üblichen Fehlern wie Reflexen und lilafarbenen Streuungslinien. Die Kameralinse erfasste Details sehr genau, insbesondere im Makromodus, und hielt die Verzeichnung bei extrem weiten oder Tele-Einstellungen auf ein Minimum beschränkt.

Zu einem sehr attraktiven Preis von 619 Euro bietet Minolta mit der Dimage S404 jede Menge digitale Qualität und Flexibilität. Berücksichtigt man die zahlreichen praktischen Funktionen, die qualitativ hochwertigen Bilder und die einfache Bedienung, so kann man bei einer Digitalkamera mit 4 Megapixeln einfach nicht mehr für so wenig Geld bekommen. Ist man allerdings bereit, etwas tiefer in die Tasche zu greifen für ein Modell, das ein wenig schneller auf den Auslöser reagiert, sollte man sich die Canon PowerShot S40 mit 4 Megapixeln anschauen

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2 Kommentare zu Minolta Dimage S404

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  • Am 4. Januar 2004 um 23:37 von meniu77

    S404
    Hi,
    ich benutze die Kamera seit etwa 1 Jahr.
    Ich kann nur sagen, wenn hr auf eine gute Bildqualität steht, kauft diese Kamerea nicht!
    Ich habe mit anderen Kameras Bilder gemacht, Fuji Finepix 2800 Fuji Finepix s304 Olypmus Camcode 3020 Canon (genau Bezeichnung kenne ich nicht mehr) und muss feststellen, dass die Minolta mit Abstand die schlechteste Qualität hatte, ausserdem eine Reihe von Funktionen nicht dabei sind, die die billigeren Kameras dabei haben.
    Der einzige Vorteil – robust – ansonsten nichts

  • Am 9. Januar 2004 um 1:10 von Uwe

    Gute Bilder
    Die Kamera macht sehr gute Bilder und ist nicht zu vergleichen mit den Kameras die in den vorherigen Kommentar genannt wurden. Ich bin mehr als zufrieden von Qualität und Möglichkeiten, die diese Kamera bietet.

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