Sicherheitsexperten entdecken Geldautomaten mit Malware

Die rund 20 Geräte stammen überwiegend aus Russland und der Ukraine. Erste Anzeichen deuten auch auf manipulierte Automaten in den USA hin. Die Schadsoftware speichert Kontodaten und PIN-Nummern.

Computerforensiker des Sicherheitsunternehmens Trustwave haben in Russland und der Ukraine rund 20 mit Malware infizierte Geldautomaten entdeckt. Erste Anzeichen deuten laut Nicholas Percoco, Vizepräsident des Unternehmens, auch auf manipulierte Geräte in den USA hin.

Kriminellen ermöglicht die Schadsoftware, Kontodaten und PIN-Nummern von Kredit- und Scheckkarten auszulesen und zu speichern. Mit einer manipulierten Karte, die Trustwave als „Trigger Card“ bezeichnet, könnten die Kriminellen zu einem späteren Zeitpunkt die gesammelten Daten abrufen oder die gesamte Geldmenge eines Automaten stehlen, so Percoco.

Trustwave geht davon aus, dass die Malware manuell installiert wurde. Als Täter kämen Bankangestellte, Mitarbeiter des Herstellers der Geldautomaten oder eines für die Wartung zuständigen Dienstleisters sowie Personen aus deren direktem Umfeld in Frage.

„Das ist wahrscheinlich die fortschrittlichste Malware, die wir je auf einem Geldautomaten gefunden haben“, sagte Percoco. In allen gefundenen Versionen hätten die Kriminellen den Funktionsumfang der Software erweitert. Die neueste Ausgabe könne gestohlene Daten auf die in Europa verwendeten Kredit- oder Scheckkarten mit integriertem Chip schreiben. Dieses Feature scheine aber noch nicht einsatzbereit zu sein.

Verbraucher sollten Trustwave zufolge Geldautomaten meiden, die eine fremdartige Benutzeroberfläche oder Befehle anzeigen.

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