Japaner arbeiten an biometrischer Erkennung durch Autositz

360 Sensoren stufen den Druck jeweils auf einer 8-Bit-Skala ein. In Tests wurden acht Versuchpersonen mit 98 Prozent Sicherheit auseinandergehalten. Eine Markteinführung ist schon in zwei bis drei Jahren denkbar.

Wissenschaftler am japanischen Advanced Institute of Industrial Technology haben einen Autositz entwickelt, der als Diebstahlsicherung funktioniert. Er erkennt den individuell durch den Fahrer ausgeübten Druck und soll ihn so eindeutig identifizieren können, wie Nikkei berichtet.

Das System könnte schon in zwei bis drei Jahren in die Praxis eingeführt werden, wenn denn ein Autohersteller Interesse hätte, schätzt Projektleiter Shigeomi Koshimizu. Für die Messung nutzt der Sitz 360 Sensoren. Der Druck wird auf einer Skala mit bis zu 256 Punkten bewertet. Im Test war das biometrische System in der Lage, sechs Personen mit 98 Prozent Genauigkeit auseinanderzuhalten.

Die Forscher sehen ihr System als traditionellen biometrischen Verfahren überlegen an. Iris-Scanner und Fingerabdruckleser haben etwa den Nachteil, dass sie bei schlechtem Licht oder im Fall einer Verschmutzung wenig zuverlässig arbeiten.

Als nächsten Schritt wollen die Japaner Drucksensoren für die Füße entwickeln. So könnte die Fußmatte vor einer Tür die Kontrolle über den Zutritt übernehmen.

Biometrische Erkennung durch Autositz (Bild: Advanced Institute of Industrial Technology)
Biometrische Erkennung durch Autositz (Bild: Advanced Institute of Industrial Technology)

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