Österreichisches Highspeed-Netz für Fußball-EM fertig

Zwölf HD- und 18 SD-Signale laufen über Knotenpunkt in Wien

Als grundstein für die Übertragung und Berichterstattung von der Fußball-Europameisterschaft 2008 haben die Telekom-Partner der UEFA in den Veranstaltungsländern ein hochgerüstetes Highspeed-Netz aufgebaut. Die Infrastruktur ist darauf ausgelegt, dass gleichzeitig zwölf HD-Signale sowie 18 TV-Signale in Standardauflösung übertragen werden können. Insgesamt geht man bei der Telekom Austria, die das offizielle Transportnetz aufgebaut hat, davon aus, dass im Rahmen des Fußball-Events eine Gesamtdatenmenge von zwei Petabyte (2000 Terabyte) übertragen wird.

Das österreichweite Glasfaserbackbone verfügt über eine Kapazität von 90 GBit/s. „Damit könnte eine DVD mit rund zwei Stunden Spieldauer in nur einer halben Sekunde übertragen werden“, sagte Hannes Ametsreiter, Vorstand Marketing und Customer Service bei der Telekom Austria. „Wien beherbergt mit dem größten der acht bei der EM bespielten Stadien nicht nur die Arena für das Endspiel, sondern mit dem International Broadcast Center auch das Multimedia-Zentrum, das alle Fernsehbilder aus den acht Stadien für die Übertragung in die ganze Welt aufbereitet.“

In Zahlen ausgedrückt bieten die Einrichtungen Platz für über 1000 Medienvertreter. Landesweit stehen über 1200 Anschlüsse an das Telefonnetz sowie über 6700 Internetzugänge via Kabel beziehungsweise Funk zur Verfügung.

Die Investitionen würden nach dem Fußball-Event der österreichischen Wirtschaft und den Telekom-Kunden zugute kommen. „Die Infrastruktur ist nun gelegt und kann schließlich für andere Zwecke genutzt werden“, so Ametsreiter. Es werde vielfältige Nutzungsszenarien geben, die von der Verteilung für digitales Fernsehen über E-Commerce-, E-Security- und E-Learning-Lösungen bis hin zu verschiedensten Web-2.0-Applikationen reichten. Konkrete Angaben zur Höhe der Investitionssummen wollte Ametsreiter jedoch nicht machen.

Eine Vorstellung von den Dimensionen des International Broadcast Center kann sein Vorgänger geben, der sich während der Weltmeisterschaft 2006 in Münchner Messehallen befand. ZDNet hat ihn vor zwei Jahren ausführlich vorgestellt.

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