Securepoint will Sasser-Autor beschäftigen

H+BEDV kündigt daher Zusammenarbeit

Der deutsche Antivirus-Spezialist H+BEDV hat seine Kooperation mit dem Firewall-Hersteller Securepoint aufgekündigt, da dieser den Sasser-Autor Sven J. beschäftigen will. H+BEDV-Chef Tjark Auermann sagte, dass er diese Entscheidung sofort gefällt hat, nachdem ihm die Pläne von Securepoint bekannt wurden. Das Unternehmen wollte sich bislang nicht zu dem Sachverhalt äußern.

„Was Securepoint macht ist ihre eigene Entscheidung, aber ich möchte kein Stadium unserer Produktentwicklung eng mit einem mutmaßlichen Virenautor in Verbindung sehen“, so Auerbach. Die Antivirus-Software von H+BEDV sollte eigentlich in den Firewalls des Unternehmens zum Einsatz kommen, Auerbach hat nach eigenen Angaben aber „kalte Füße bekommen“.

„Ich kann diese Entscheidung nicht unterstützen“, so Auerbach. Die Sache werfe ein schlechtes Licht auf die IT-Sicherheitsbranche, deren höchste Priorität es sein müsse, Sicherheitsrisiken zu minimieren.

Sven J. hat gestanden, im Mai dieses Jahres den Internet-Wurm Sasser entwickelt und verbreitet zu haben. Der Prozess soll im Januar beginnen. Sven J. soll zeitweise für bis zu 70 Prozent der im Umlauf befindlichen Viren verantwortlich gewesen sein.

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4 Kommentare zu Securepoint will Sasser-Autor beschäftigen

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  • Am 16. November 2004 um 12:14 von Lokalhorst

    Securepoint will Sasser-Autor beschäftigen
    Das ist ein Scherz, oder?

    Die Meldung ist doch schon Wochen alt… :(

  • Am 16. November 2004 um 14:44 von Hans

    Beschäftigung
    Die richtig guten ehemaligen Virenschreiber, sitzen heute beim FBI. -> Dafür bekamen sie keine Strafe.
    Ist doch bekannt.

    • Am 5. Januar 2005 um 8:22 von nicht FBI sondern CIA

      AW: Beschäftigung
      Ich hätte keine Einwände!

      Bei dem geplatzten Securepoin Deal gibt es sicher neben dem "Äußeren Anaß" auch eine ganz anders gelagerte "Innere Ursache"!

      Wetten daß?

    • Am 5. Januar 2005 um 14:49 von M. Miller

      AW: Beschäftigung
      na dann kann er ja auswandern nach USA, sich bewerben beim FBI.
      Wird nur bissel‘ schwierich werden, als Vorbestrafter lassen ihn die USA, nämlich erst gar nicht einreisen.
      Nach den heutigen Gesetzen, wird er es auch verdammt schwer haben, jemals in die USA einzureisen.

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