Sophos schimpft auf Freispruch für Hacker

Australischer Jugendlicher verschaffte sich Zugriff auf Kundendaten und geht dafür straffrei aus

Der Antivirenexperte Sophos zeigt sich verwundert: Ein Computer-Hacker aus Bankstown, Neusüdwales, kam bei einem Gerichts-Prozess ohne strafrechtliche Verurteilung davon. Dabei habe sogar sein Rechtsanwalt zugegeben, dass sein Klient das Gesetz gebrochen habe. Der Mann war im Sommer vergangenen Jahres in das Firmennetz von Optusnet eingedrungen. Ein Unternehmenssprecher hatte damals laut ZDNet Australien erklärt, der 22-Jährige habe Informationen in „minimalem“ Umfang erhalten.

Stephen Craig D. wurde nun Berichten zufolge freigesprochen. Sein Rechtsanwalt soll dabei geltend gemacht haben, dass dieser Angriff nichts als eine intellektuelle Herausforderung für seinen Mandanten gewesen wäre.

„Warum gibt es überhaupt Gesetze gegen Hacker, wenn überführte Täter dann doch ungeschoren davon kommen? Nachahmer könnten daraus schlussfolgern, dass auch sie keine Bestrafung zu befürchten haben“, mokiert sich Pino von Kienlin, Managing Director bei Sophos Deutschland. „Es ist schlichtweg nicht akzeptabel, dass sich jemand in fremde Computersysteme einschleicht und sich dort ’nur mal so umsieht‘, besonders, wenn persönliche Informationen von Mitarbeitern, Kunden und Geschäftspartnern eingesehen werden können. Alkohol am Steuer wird auch nicht dadurch legal, dass die Straßen frei sind.“

Sophos halte für Verbrechen dieser Art einen Bußgeldbetrag oder einige Stunden Sozialarbeit für angemessen. So könnte der Staat der Bevölkerung verdeutlichen, dass Hacking unmoralisch und illegal sei.

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