Linux Foundation stellt IoT-Hypervisor ACRN vor

Mit sehr kleinem Footprint und anderen Fähigkeiten, die herkömmliche Open-Source-Hypervisoren nicht aufweisen können, sollen sich mit dem Projekt viele verschiedene IoT-Projekte konsolidieren lassen. Das Projekt geht auf Intel zurück.

Die Linux Foundation kündigt einen neuen Hypervisor an, der in eingebetteten Umgebungen und in Anwendungen des Internet der Dinge integriert werden soll. Herkömmliche Virtualisierungstechnologien sind für kleinere Systeme außerhalb des Rechenzentrums meist zu umfangreich. Das soll Projekt ACRN jetzt ändern.

Der Code stamme laut Liux Foundation von Intel. Das Framework, das Acorn ausgesprochen wird, zielt darüber hinaus auf Echtzeitdatenverarbeitung und Sicherheit ab. Damit soll es der Branche möglich werden, einen Hypervisor für das Internet der Dinge zu erstellen.

ACRN liefert ein quelloffenes IoT-Framework für Hypervisoren. Anders als bei herkömmlichen Virtualisierungen können hier Workloads unterschiedlich priorisiert werden (Bild: Linux Foundation). ACRN liefert ein quelloffenes IoT-Framework für Hypervisoren. Anders als bei herkömmlichen Virtualisierungen können hier Workloads unterschiedlich priorisiert werden (Bild: Linux Foundation).

Das Projekt besteht neben dem Hypervisor auch aus einem Device-Model, das mit I/O Mediators ausgerüstet ist. Daneben wird es auch ein Linux-basiertes Service OS geben, und die Möglichkeit ein Gast-Betriebssystem wie, Linux, Android oder andere Betriebssysteme simultan zu betreiben, heißt es in der Mitteilung der Linux Foundation weiter.

Dank des neuen Projektes hätten Entwickler jetzt eine sofort verfügbare Hypervisor-Option, erklärte Jim Zemlin, Executive Director der Foundation. Aufgrund des Fokus auf Geräte mit beschränkten Rechenressourcen eigne sich ACRN für viele unterschiedliche IoT-Szenarien und Einsätze.

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Durch die hohe Flexibilität und den kleinen Footprint könnten damit IoT-Workloads von unterschiedlicher Kritikalität konsolidiert werden. Das werde auch durch die Tatsache unterstützt, dass ACRN die Priorisierung von bestimmten Workloads unterstützt. Dadurch lassen sich die Deployment-Kosten senken, verspricht die Foundation. Das ACRN-Projekt bestehe zudem aus lediglich 25.000 Code-Zeilen, Hypervisoren, die in Rechenzentren zum Einsatz kommen, bestehen aus deutlich mehr Code.

Als Beispiel nennt die Organisation den Electronic Control Unit in einer Automotive-Anwendung. So können Systeme, die für die Sicherheit des Fahrers und der Umwelt entscheidend sind, stärker gewichtet werden, als etwa die Unterhaltungseinheit. Es gebe zwar verschiedene Open-Source-Hypervisoren, jedoch bislang kein Projekt, das eine Virtualisierungsschicht in IoT-Geräten unterstützt.

„ACRN wird auch ein Linux-basiertes Service-Betriebssystem haben und damit auch die Möglichkeit, verschiedene Typen von Gast-Betriebssystemen zu betreiben. Damit gibt es eine weitreichende Lösung für die Konsolidierung von Workloads“, kommentiert Imad Sousou, Corporate Vice President und General Manager Open Source bei Intel. An dem Projekt können sich nun weitere Entwickler beteiligen. Zu den ersten Unterstützern zählen Adlink, LG, Neusoft Corporation und natürlich Intel.

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