Die IT-Prioritätenliste der CIOs

Schutz des IT- und Geschäftsvermögens
Neue Bedrohungen zwingen CIOs dazu, eine Menge Zeit, Geld und Mühe für Unternehmensfortbestand und sicherheit aufzuwenden. In Sektoren wie Finanzdienstleistungen und dem Gesundheitswesen erwirken gesetzliche Regelungen materielle Änderungen (z.B. das den Datenaustausch privater Anleger regulierende Graham-Leach-Bliley-Gesetz und das die Krankenversicherung betreffende Health Insurance Portability and Accountability Gesetz – HIPAA). Auch lässt sich nicht leugnen, dass das Internet etliche Dinge wesentlich gefährlicher gemacht hat. Nach Angaben der Carnegie Mellon Universität entstanden im Jahr 2001 Unternehmen schon allein durch Computerviren Kosten von 15 Milliarden Dollar. CIOs erkennen, dass die Abstimmung von IT auf die Geschäftsanforderungen Hand in Hand mit der Datensicherheit und dem Schutz vor Bösewichten gehen muss. Auf diesen Bereichen liegt ein besonderes Augenmerk.

Mehr Betriebsnähe
Hier ist noch ein leidiges IT-Klischee, das endlich Substanz bekommt. Die CIOs, mit denen ich mich unterhielt, beschränken sich bei weitem nicht mehr nur auf Unternehmensstrategien, sondern wenden sich auch den Geschäftstaktiken zu. Sie beteiligen sich weiterhin an strategischen Diskussionen bezüglich künftiger Produkte, neuer Geschäftschancen oder der Kundenbetreuung, möchten nun aber auch über die tagtäglichen Herausforderungen des Unternehmens informiert sein. Stehen Entlassungen an? Werden Mitarbeiter an andere Betriebsstätten versetzt? Können sich die verschiedenen Abteilungen effektiv auf dem Unternehmensportal bewegen? Ist die Belegschaft adäquat ausgebildet?

IT-Manager erläuterten, dass sie bezüglich der zu wählenden Technologien und dem Tempo der Veränderungen bessere Entscheidungen fällen können, wenn sie verstehen, was sich in in puncto Technologie im Unternehmen abspielt. Ein CIO drückte es so aus: „Wir konnten nie verstehen, weshalb uns nicht öfters auf die Schulter geklopft wurde für die Entwicklung des Verkaufsportals, bis wir uns die Zeit nahmen, um herauszufinden, dass es von niemandem benutzt wird.“ Inzwischen ist die gesamte IT-Abteilung dem Einsatz von Technologie gegenüber wesentlich sensibler und kümmert sich nicht mehr nur um die Implementierung.

Von Zeit zu Zeit denken wir darüber nach, wo wir sind und was wir getan haben, um diesen Punkt zu erreichen, und darüber, welche Richtung wir nun einschlagen wollen. Offensichtlich ist dies solch eine Zeit für IT. Wenn CIOs Kosten senken, den Geschäftseinheiten Service bieten und die alltäglichen unternehmerischen Herausforderungen besser verstehen können, kommt das allen drei großen Gruppen zugute – den Aktionären, den Kunden und den Mitarbeitern. Es mag sein, dass wir nicht mehr reich werden, doch ist dies mit Sicherheit eine noblere und uneigennützigere Philosophie als der überzogene „Ihre-Konkurrenz-ist-nur-einen-Klick-entfernt“-Rummel, dem wir uns in den Neunzigerjahren verschrieben hatten.

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