Terroristen bewegen sich zu oft unbemerkt im Netz

"Informationen aus der virtuellen und der realen Welt müssen kombiniert werden"

Um ihre Ziele zu erreichen, greifen Terroristen verstärkt auf IT-Lösungen zurück. Davor warnt die britische Regierung. Rückendeckung bekommt sie dabei von den jüngsten Beobachtungen bekannter Sicherheitsunternehmen.

„Die jüngsten Verschwörungen waren von einem zunehmenden technologischen und logistischen Aufwand gekennzeichnet, inklusive dem Einsatz falscher Identitäten, verschlüsselter Kommunikation und mehrfacher E-Mail-Adressen“, sagte der parlamentarische Unterstaatssekretär Admiral Lord West.

Ähnlich äußerte sich Tom Black, CEO beim Sicherheitsspezialisten Detica gegenüber ZDNet UK: „Die Terroristen nutzen das Internet für sichere Kommunikation, die Planung ihrer Aktionen, das Festlegen von Zielen und um Nachwuchskräfte zu radikalisieren. Die Gesellschaft ist von der IT-Infrastruktur abhängig, die Möglichkeit Informationen zu stehlen und Zugänge zu blockieren ist eine ernsthafte Bedrohung.“

Deshalb müssten die Sicherheitsmaßnahmen neu überdacht werden, um effektiv zu sein. „Wir bewegen uns nicht schnell genug. Die Informationsmenge verdoppelt sich alle 15 bis 18 Monate“, so Black weiter. Anstatt immer größere Datenmengen zu sammeln und zu durchsuchen, in der Hoffnung, dort auf eine Spur der Verschwörer zu stoßen, müsse man daran arbeiten, ungewöhnliche Verhaltensmuster in Echtzeit zu entdecken. Dazu müssten Informationen aus der virtuellen und der realen Welt kombiniert werden.

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3 Kommentare zu Terroristen bewegen sich zu oft unbemerkt im Netz

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  • Am 6. Juli 2008 um 2:13 von martin Fehn

    Bild
    Ist ja schön, das das Bild mit Osama bin Laden und den Logos von Firefox und Thunderbird diese Browser bzw. Email- Clients als Terrorismus-Handwerkszeug outet!
    Zerstört Osama und diese Terrorismus-Werkzeuge!
    : ironie off
    mfg

  • Am 7. Juli 2008 um 11:00 von Rumble

    Journalistischer Absturz
    Wie abgestürzt muss ihre Redaktion sein, um Firefox und Osama bin Laden gemeinsam abzubilden und im Gossenniveau einer Bild "Zeitung" mal wieder vorgebliche und bestenfalls vermutete Terrorgefahr als Grund für eine immer weitere Einschränkung aller Freiheiten herzuzerren?

    Das ist Unsinn, das sind Politiker, denen ein Freiraum internet ein Dorn im Auge ist, die keine freie Meinung hören wollen, wenn es nicht ihre Meinung ist – und zum Schluß wird irgendein 13jähriger, der ein paar MP3-s geladen hat, als Fahndungserfolg vorgeführt.

    Pfui

    Meine Abo’s bei Ihnen habe ich heute gekündigt. Gossenjournalismus dümmster Machart unterstütze ich nicht.

  • Am 7. Juli 2008 um 16:07 von Duckula

    Unvorteilhafte Grafik wurde verwendet
    Wie kann man eine Grafik mit Bin Laden und dem Open Source Projekt „Firefox“ in eine Grafik zusammenmontieren? Hier entsteht für den Betrachter die Ansicht, Firefox würde sich um ein Tool für Terroristen handeln.

    Sehr schlecht gewählt Zdnt !!!

    Wäre Ihnen der Internet Explorer lieber gewesen? Viele Grüße, die Redaktion

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