Bericht: Google und Samsung arbeiten an Android-Version für faltbare Smartphones

Bisher ist aber noch nicht klar, ob das Gerät an der längeren oder an der kürzeren Seite gefaltet wird. Davon ist offenbar die Gestaltung der Bedienoberfläche abhängig. Das Scharnier soll jedoch bereits Samsungs Haltbarkeitstests bestanden haben.

Samsung macht offenbar Fortschritte bei der Entwicklung eines faltbaren Smartphones. Wie Bloomberg berichtet, erhält es dabei auch Unterstützung von Google. Zusammen mit dem US-Unternehmen soll Samsung das Mobilbetriebssystem Android an den neuen Formfaktor anpassen.

Samsung: flexibles OLED-Display (Bild: Samsung)Allerdings soll Samsung derzeit noch zwei unterschiedliche Prototypen testen, von denen aber nur einer zur Marktreife geführt werden soll. Die Ausgestaltung der Bedienoberfläche soll wiederum davon abhängig sein, für welchen Prototyp sich Samsung entscheidet. Zur Wahl stehen eine Variante, deren längere Seite im aufgeklappten Zustand horizontal verläuft und eine Variante mit einer vertikalen längeren Seite.

Bloomberg will zudem von einem ersten technischen Detail erfahren haben. So soll ein künftiges faltbares Smartphone mehr als 200 Gramm wiegen. Zum Vergleich, dass Samsung Galaxy S9+ bringt 163 Gramm auf die Waage, beim iPhone XS Max sind es 208 Gramm. Um Gewicht zu sparen, soll Samsung erwägen, die Größe des Akkus zu reduzieren.

Außerdem soll sich Samsung erst kürzlich auf ein Design für das Scharnier festgelegt haben, mit dem das Smartphone aufgeklappt wird. Es soll die internen Haltbarkeitstests bestanden haben. Laut Bloomberg ist allerdings noch offen, ob das Scharnier auch für die Massenfertigung geeignet ist.

Zuletzt hatte sich Samsung vor rund zwei Wochen zu seinem geplanten faltbaren Smartphone geäußert. D.J. Koh, Chef von Samsungs Mobilsparte, beschrieb das Gerät als ein Tablet mit Multitasking-Funktionen, das sich zu einem tragbaren Telefon zusammenfalten lässt.

„Wenn wir ein faltbares Telefon herausbringen, muss es wirklich aussagekräftig für unsere Kunden sein“, sagte Koh. „Falls das Nutzererlebnis nicht meinem Anspruch gerecht wird, werde ich ein solches Produkt nicht ausliefern.“ Er betonte zudem, dass das faltbare Smartphone keine Spielerei sein werde, die „nach sechs bis neun Monaten nach seinem Start wieder verschwindet“.

Ursprünglich wollte Samsung sein faltbares Smartphone noch in diesem Jahr enthüllen. Nun soll es erst 2019 in den Handel kommen – die Präsentation soll indes noch im November erfolgen. Aber auch Huawei arbeitet an einem Smartphone mit einem faltbaren Display. Beide Unternehmen liegen derzeit in einem Wettstreit, wer als erstes Unternehmen ein solches Produkt vorstellen und anbieten kann.

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Neueste Kommentare 

1 Kommentar zu Bericht: Google und Samsung arbeiten an Android-Version für faltbare Smartphones

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  • Am 29. Oktober 2018 um 20:10 von Antiappler

    Das glaube ich erst, wenn ich so ein Gerät mit eigenen Augen sehe und ausprobieren kann. Wenn man nämlich das Foto, nicht mal genau betrachtet, sieht man „nur“ ein flexibles Display. Und das ist ja wohl ein sehr großer Unterschied zu einem faltbaren Smartphone!

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