Project Treble: Erste inoffizielle Ports von Android P Beta verfügbar

Sie laufen allerdings nur auf speziellen Geräten mit Snapdragon-Chipsätzen. Dazu gehören Smartphones von Lenovo, OnePlus und Motorola. Noch sind die auf der dritten Developer Preview von Android P basierenden Custom ROMs nicht für den täglichen Gebrauch geeignet.

Die mit Android 8.0 Oreo eingeführte Funktion Project Treble, die die Entwicklung und Verbreitung von Updates für Googles Mobilbetriebssystem erleichtern soll, beflügelt offenbar auch die Entwicklung von neuen Custom ROMs. Wie XDA Developers berichtet, sind im dortigen Forum bereits die ersten Portierungen der Betaversion von Android P für Smartphones mit Snapdragon-Prozessoren von Qualcomm erhältlich, die Google nicht offiziell unterstützt.

Android P (Screenshot: ZDNet.de)Die Vorabversionen einer kommenden Android-Version testet Google in der Regel ausschließlich auf seinen eigenen Nexus- und Pixel-Smartphones. Die Tests für die jüngste Version Android P weitete Google jedoch dank Project Treble auch auf Geräte von seinen Partnern aus. So sind die offiziellen Betas auch für das Essential PH-1, das Nokia 7 Plus, das Oppo R15 Pro, das Sony Xperia Xz2, die Vivo-Smartphones X21 und X21 UD sowie das Xiaomi Mi Mix 2S erhältlich.

Die jetzt vom Entwickler erfonoabdi erstellten ROMs basieren jedoch nicht auf von Google bereitgestellten Quellcode von Android P. Den hält Google nämlich während der Betaphase noch unter Verschluss. Erst mit der finalen Version gibt Google den Code auch für das Android Open Source Project (AOSP) frei. Stattdessen modifizierte der Entwickler ein Systemimage der dritten Developer Preview von Android P für das Google Pixel XL. Das Ergebnis könne auch nicht als Generic System Image bezeichnet werden, da es nicht auf allen Android-Geräten und nur auf ausgewählten Snapdragon-Smartphones funktioniert, heißt es weiter in dem Bericht.

Verfügbar sind nun Custom ROMs auf Basis von Android P für Lenovo Z2, Lenovo Zuk Z2 Plus, LG V30, Motorola Moto G5, OnePlus 5 und 5T sowie diverse Xiaomi-Smartphones, darunter Mi5 und Mi6 sowie Redmi 4A und Redmi Note 4. Allerdings handelt es sich um zum Teil instabile Versionen, die möglicherweise auch noch nicht alle Funktion eines Smartphones unterstützen. Sie sollten also nur auf Geräten installiert werden, die nicht für den alltäglichen Gebrauch gedacht sind. Zudem sollten sich nur technikversierte Nutzer mit Custom ROMs beschäftigen und vorab herausfinden, wie sie ihr Gerät wieder auf ein offizielles ROM zurücksetzen können – was in der Regel nicht mit Bordmitteln möglich ist.

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XDA Developers weist zudem darauf hin, dass vor der Installation der Android-P-ROMs zuerst ein ROM mit nicht offiziellem Project-Treble-Support installiert werden muss. Selbst Geräte wie OnePlus 5 und OnePlus 5T, die zumindest per Update Project Treble unterstützen, benötigen die nicht offizielle Mokee-Treble-Implementierung. Es seien auch die jeweiligen Installationsanleitungen und Versionshinweise zu beachten.

Project Treble ist ein Interface für die Hersteller, das zwischen dem Android OS Framework und der gerätespezifischen Low-Level-Software der Chipanbieter sitzt. Ermöglicht wird es durch die neue Vendor Test Suite (VST), die konzeptionell der Compatibility Test Suite (CTS) ähnelt. Letztere erlaubt es Entwicklern, Apps zu erstellen, die auf unterschiedlicher Hardware verschiedener Gerätehersteller laufen.

Treble soll sicherstellen, dass von Google bereitgestellte Android-Updates mit allen Chips in einem Smartphone funktionieren. „Ohne offizielles Hersteller-Interface muss heutzutage viel Android-Code aktualisiert werden, wenn ein Gerät auf eine neue Android-Version umgestellt wird“, teilte Google im Frühjahr im Android Developers Blog mit. „Mit einem stabilen Hersteller-Interface, das Zugriff auf die hardwarespezifisichen Teile von Android bietet, können Gerätehersteller ein neues Android-Release an Verbraucher ausliefern, indem sie nur das Android OS Framework aktualisieren, und ohne zusätzlichen Aufwand für die Chiphersteller.“

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