iOS 11.4 sorgt für Batterieprobleme

Laut Nutzerberichten scheint die Verbindung zu WLANs im 5-GHz-Band den Akku leerzusaugen. Bis zu 10 Prozent pro Stunde verliert der Akku an Kapazität.

Mehr als 2300 iPhone-Nutzer berichten im Apple-Support-Forum über erhebliche Akku-Probleme seit sie das iOS-Update 11.4 auf ihre Geräte installiert haben. Auch ein Zurücksetzen des iPhones auf die Werkseinstellungen bringt keine Abhilfe.

iOS 11.4 hatte Apple Ende Mai ausgeliefert. Kurz danach häuften sich Berichte über schnell abbauende Akkus. Ein Nutzer hat sein iPhone daher erneut mit iOS 11.3.1 in Betrieb genommen und berichtet davon, dass die Probleme damit nicht existieren. Allerdings signiert Apple iOS 11.3.1 seit dem 7. Juni nicht mehr, sodass diese Version nicht mehr installiert werden kann.

iOS 11.4 sorgt für Akku-Probleme (Bild: CNET.com)iOS 11.4 sorgt für Akku-Probleme (Bild: CNET.com)

Laut eines detaillierten Tests eines Nutzers scheinen die Probleme im Zusammenhang mit WLAN-Verbindungen im 5-GHz-Band zu stehen. Der Test mit vier verschiedenen Routern und den iPhone-Modellen 6, 6S und einem iPad (5. Generation) ergab, dass sich die Akkukapazität bei allen iOS-Geräte erheblich reduziert und zwar unabhängig mit welchem Router sie verbunden waren.

Dabei hat der Nutzer festgestellt, dass zunächst keine Probleme auftreten. Diese entstehen aber, wenn das iPhone die Verbindung zum 5-GHz-WLAN verliert und sich anschließend wieder verbindet. Zu diesem Verbindungsabbruch, der nach 10 bis 60 Minuten auftritt, kommt es im 2,4-GHz-WLAN nicht.

Verbindungsabbruch im 5-GHz-Band sorgt für erhöhten Akkuverbrauch

Bis zum ersten Verbindungsabbruch liegt der Stromverbrauch für 2,4 und 5-GHz-Netzwerke laut des Tests bei durchschnittlich 0,5 Prozent pro Stunde für iPhones und 0,1 Prozent beim iPad. Nach dem ersten Verbindungsabbruch verliert das iPhone 6 im Durchschnitt ~10 Prozent seiner Akkukapazität pro Stunde im Leerlauf, ohne dass der Bildschirm eingeschaltet ist.

Außerdem scheint sich der WLAN-Verbindungsabbruch im 5-GHz-Band auch auf andere Dienste auszuwirken. Der Nutzer beobachtet, dass nach der Wiederaufnahme der WLAN-Verbindung die Nutzung von Airplay nicht mehr möglich ist. Auch konnte Audio nicht mehr über eine Bluetooth-Verbindung gestreamt werden, obwohl Anrufe über Bluetooth möglich waren. Dem Nutzer zufolge treten diese Probleme nicht auf, wenn das 5-GHz-Band ausgeschaltet ist und nur eine WLAN-Verbindung im 3,4-GHz-Band zustande kommt.

Es ist nicht ungewöhnlich, dass Akkuprobleme nach einem Betriebssystem-Update auftauchen. Davon sind auch Android-Smartphone betroffen. In der Regel können sie aber behoben werden, indem die Netzwerkeinstellungen oder das Gerät komplett auf die Werkseinstellungen zurückgesetzt wird. Letzteres hat aber eine zeitaufwändige Neueinrichtung zur Folge. Aber wenn gar nichts anderes hilft, muss man in diesen sauren Apfel beißen. Im konkreten Fall reicht es aber aus, das 5-GHz-Band bis zum nächsten iOS-Update zu deaktivieren.

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11 Kommentare zu iOS 11.4 sorgt für Batterieprobleme

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  • Am 23. Juni 2018 um 14:03 von C

    Das ist sicher wieder nur so eine Kunden-Einbildung…

    Wie die gedrosselte CPU-Leistung damit der Akku noch „frisch & leistungsfähig“ erscheint, obwohl er es schon lange nicht ist.
    Wie die defekten Notebook Tastaturen, wo man jetzt anfängt zu reparieren.
    Wie die überhitzten GPU-Chips die zu Motherboard (sorry: Logicboard) und Display-Problemen bei den Notebooks führten.
    Wie die falsche Kunden-Haltung beim Antenna-Gate.
    Wie die zu hohen Biege-Grade beim iPhone-6, die der Hersteller VOR dem Verkauf schon kannte…
    Und, und, und.

    Unsere Apfel-Freunde werden sich das wieder schön reden.
    Und die einfältigen Apfel-Kunden werden weiterhin ihre Börse leeren – für billige China-Technik mit angeblichen Design und extrem teurem Preis.

    • Am 25. Juni 2018 um 9:51 von C-Kritiker

      Das ist sicher wieder einer von Cs sinnlosen Haterkommentaren…

      Wie bei „Apple Watch: Sammelklage wegen konstruktionsbedingter Mängel“.
      Wie bei „Design-Patente verletzt: Samsung muss Apple 539 Millionen Dollar zahlen“.
      Wie bei „Datenschutz: Apple ermöglicht Download von Nutzerdaten“.
      Wie bei „Akkutausch: Apple wegen erhöhten Kosten in der Kritik“.

      Unser Apple-Hater wird die berechtigte Kritik an ihm wieder einmal nicht verstehen und ignorieren.
      Und die anderen Hater werden weiterhin hinter ihm stehen – ohne auch nur die geringste Ahnung zu haben, weil Apple noch nie genutzt.

      Wo war denn dein positiver Kommentar zu „iPhone-Hacking-Tools wertlos: Apple schließt USB-Port“? Du kommst so wenig glaubwürdig rüber! Erbämlich!

      • Am 25. Juni 2018 um 16:25 von C-Versteher (zumindest hier)

        „Wo war denn dein positiver Kommentar zu „iPhone-Hacking-Tools wertlos: Apple schließt USB-Port“? Du kommst so wenig glaubwürdig rüber! Erbämlich!“

        hmm, vieleicht weil die Meldung so nicht stimmte? Die Hersteller der Hacking-Tools sagen, ihre Tools funktionieren trotzdem…. so what?
        Und noch eine Frage…. Was soll der Dummfug mit „weil Apple noch nie genutzt“?
        Ich will es nur verstehen, Kritik am offensichtlichen darf nur ein Geschädigter äußern? Also sind deine Hasstiraden auf Google und Android und Samsung und Microsoft und und und was? Am erbärmlichsten?

        • Am 25. Juni 2018 um 20:20 von C-Kritiker

          Nicht schlecht, nur … woher willst Du wissen, dass ich jemals Hasstiraden auf Samsung und/oder Android gehalten habe? Ich hab zwar kein Samsunggerät aber trotzdem mittlerweile zwei Androide neben dem iPhone. Und mir ist iOS immer noch lieber als Android, dennoch kann ich mit letzterem arbeiten.
          Kritik ist immer erwünscht, weil es Fehler ausbügeln hilft. Das, was der CAH (Chef-Apple-Hater) hier produziert ist aber nicht konstruktiv. Das ist einfach nur dummes Hatergelaber. Deshalb kritisiere ich „C“!

      • Am 26. Juni 2018 um 1:59 von C

        Mit Tatsachen und Fakten hast Du es nicht so, nicht wahr?

        Statt dessen „Hater-Vorwürfe“ – in Ermangelung von Sach-Argumenten.

        Hier noch was für Dich, was sicher meiner Hater-Haltung entsprungen ist:

        1. Die Fa. Grayshift behauptet, bereits iOS-12 (mit den USB-Schutz-Maßnahmen) geknackt zu haben. Zudem hat die Firma weitere Lücken parat.

        2. Das Australische Verbraucher-Ministerium hat die Fa. Apple zu Millionen-Strafzahlungen rechtskräftig verdonnert, weil diese Australische Benutzer mit Ihren AGB´s bewusst in die Irre geführt hatte und gesetzliche Rechte/Ansprüche verschleierte – und statt dessen zu kostenpflichtigen Angeboten riet, die völlig unnötig waren.

        Anstatt substanzloses Zeug zu posten solltest Du Dir lieber vor dem Posten Tatsachen & Fakten aneignen. Fanboy.

        • Am 26. Juni 2018 um 9:37 von C-Kritiker

          Oh! Endlich wieder die Begriffe „Tatsachen“ und „Fakten“!

          Das einzige was du kannst, ist über Apple herziehen. Deine, im niedrigen einstelligen Prozentbereich angesiedelten Alibi-Kommentare ändern daran gar nichts. Und unabhängig davon, dass rein inhaltlich deinen „Fakten“ in vielen Fällen sogar ein gewisser Wahrheitsgehalt zu entnehmen ist, bezeichnest du im gleichen Atemzug grundsätzlich alle Appleuser als Idioten!
          Du bist hier der Chef-Apple-Hater und ein Troll! Das ist so sicher, wie das Amen in der Kirche!

          • Am 26. Juni 2018 um 20:32 von C

            ja, Tatsachen & Fakten.

            Etwas was Fanboy´s wie Du scheuen wie der Teufel das Weihwasser. Denn – dann würdest Du geerdet und Deine Traum-Blasen würden zerplatzen.

            Da kannst Du noch so „Hater“ schreien.

            Warum überprüfst Du nicht meine Angaben? Angst vor der Realität?
            Oder kannst Du nicht Suchen? Brauchst Du auch dafür eine Anleitung oder Vorgabe?

            Lass Dir weiter ein X für ein U vormachen. Das kannst Du sehr gut. Bis die Brieftasche es nicht mehr her gibt…

            Bei Deines Gleichen ersetzt der Glaube Wissen. Glaube weiter, während der Rest der Welt sich an den Realitäten hält.

          • Am 27. Juni 2018 um 8:40 von C-Kritiker

            Du begreifst es einfach nicht! Du bist so verbohrt, so auf deine Ablehnung Apple gegenüber fixiert, dass du die Realität – die du mir verlustig schreibst – nicht erkennst!
            Ich schrieb, dass ich zwei Androide neben dem iPhone besitze und eines davon gleichzeitig mit dem iPhone nutze. Ich hab also den direkten Vergleich. Damit scheide ich als Fanboy schon mal aus.
            Ich schrieb, dass dein Geblubber inhaltlich sogar Wahrheiten enthält. Damit habe ich Teile deiner Phrasen als real anerkannt.
            Ob und wieviel Geld ich für Appleprodukte ausgegeben habe, kannst du nicht wissen. Ich habe! Und zwar aus Überzeugung für das Produkt, nicht wegen Apple.
            Ganz nebenbei – ich bin Atheist!

            Bei der Lesung deiner Kommentare wird eines ganz klar: DU bist – unabhängig vom genutzten System – der verborteste und lernresistenteste Mensch (?), den ich jemals hab was schreiben sehen!

  • Am 26. Juni 2018 um 7:40 von Apple-Benutzer

    UNd konstruktiv zum Artikel:

    Wie deaktiviere ich denn im I-Phone das 5Ghz-Band? Im Router wäre es mir schon klar, doch ich kann leider nicht jeden W-LAN-Router bearbeiten….

    • Am 26. Juni 2018 um 16:56 von Noch ein Klaus

      Meines Wissens gibt es keine Möglichkeit unter iOS das Frequenzband abzuschalten. Daher ist der Ansatz es via Router zu lösen der m.E. richtige.

      Ich würde es so lösen, dass mein Router (Fritz Box) zwei separate WLANs aufspannt, eines im 2,4er und eines im 5 GHs Bereich, z.B. WLAN24 und WLAN5.

      Wenn das iPhone sich an das 2.4er anbinden soll, sage ich ihm, dass es das WLAN5 ignorieren soll, und verbinde es dann mit dem 5er.

      Wäre aber nur eine temporäre Lösung. Wenn man beiden Frequenzbereichen den Selben WLAN Namen verpasst, ist es übersichtlicher, und jedes Gerät verbindet sich entsprechend seinen technischen Möglichkeiten.

      Das wäre meine Antwort. Hoffe, es hilft Dir weiter. Sollte ich falsch loegen: mea culpa. :-)

      • Am 26. Juni 2018 um 23:26 von Klaus plus Eins

        Ich denke, der Satz sollte richtig heißen: „Wenn das iPhone sich an das 2.4er anbinden soll, sage ich ihm, dass es das WLAN5 ignorieren soll, und verbinde es dann mit dem 2,4er.“ ?

        Macht nur so Sinn.

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