AMD: Ryzen-Prozessoren sorgen für zweistelligen Umsatzanstieg

Im Geschäftsbereich Computing und Graphics kann der Intel-Konkurrent mit Erlösen in Höhe von 1,12 Milliarden Dollar die Erlöse nahezu verdoppeln. Auch in den nächsten drei Monaten sind die Aussichten sehr gut. Im nachbörslichen Handel steigt der Aktienkurs von AMD um neun Prozent.

Intel-Konkurrent AMD hat das erste Geschäftsquartal hervorragend abgeschlossen. Der Hersteller von PC-Prozessoren und Grafikchips meldet einen Umsatz von 1,65 Milliarden Dollar, was ein Plus von 40 Prozent gegenüber dem Vorjahr bedeutet.Der Gewinn betrug 89 Millionen Dollar, nach einem Verlust von 33 Millionen im Vergleichszeitraum. Die sehr guten Zahlen sorgten für eine Verteuerung der AMD-Aktie im nachbörslichen Handel um neun Prozent.

AMD-Zahlen April 2018 (Bild: AMD)

Da AMD die Umsätze von Prozessoren und Grafikchips im gleichen Geschäftsbereich Computing und Graphics mischt, ist nicht eindeutig erkennbar, wie groß der Anteil der Ryzen-Prozessoren am Umsatzanstieg in diesem Bereich exakt ausfällt. Jedenfalls sind die Erlöse im Vergleich zum Vorjahr in diesem Bereich um 95 Prozent auf 1,12 Milliarden Dollar gewachsen.

Der Umsatz in den Segmenten Enterprise, Embedded und Semi-Custom (einschließlich Spielkonsolenchips) ist hingegen um 12 Prozent auf 532 Millionen Dollar zurückgegangen. Dieser Rückgang wurde teilweise durch das Wachstum des Umsatzes mit Epyc-Server-Prozessoren ausgeglichen.

„Das erste Quartal war ein hervorragender Start ins Jahr 2018 mit einem Umsatzwachstum von 40 Prozent gegenüber dem Vorjahr“, sagte AMD-Chefin Lisa Su. „Die Akzeptanz unserer neuen, leistungsstarken Produkte für PC, Spiele und Rechenzentren nimmt weiter zu. Wir sind begeistert von unseren langfristigen Roadmaps und konzentrieren uns auf nachhaltiges Umsatzwachstum und Profitabilität.“

Ryzen 2: Benchmarks, April 2018 (Bild: AMD)Mit der Ryzen-Architektur ist AMD wieder konkurrenzfähig geworden. Häufig bieten die AMD-Prozessoren im Vergleich zu ähnlich teuren Intel-CPus eine etwas bessere Performance (Bild: AMD).

Vor wenigen Tagen hat AMD die zweite Generation der Ryzen-Desktop-Chips vorgestellt. Sie basiert auf der Zen+-Architektur und wird erstmals in einem 12 Nanometer-Verfahren gefertigt. Die geringeren Strukturbreiten sollen höhere Geschwindigkeiten ermöglichen, den Energieverbrauch um bis zu 11 Prozent senken und bei gleicher Leistungsaufnahme im Vergleich zu den 14-Nanometer-Chips der ersten Generation 16 Prozent mehr Leistung bieten.

HIGHLIGHT

AMD Ryzen 7: Willkommen zurück im Performance-Segment

Mit der Vorstellung der Achtkern-Prozessorarchitektur Ryzen 7 verfügt AMD nach über 10 Jahren wieder über einen konkurrenzfähigen Chip im Desktop-Performance-Segment. Für Server sollen entsprechende Lösungen bald folgen. In der zweiten Jahreshälfte will der Intel-Konkurrent dann im Mobilsegment den Kampf mit Intels Core-Prozessoren aufnehmen.

Inzwischen hat AMD Ryzen-basierte Produkte in allen wichtigen Marktsegmenten am Start. Su geht davon aus, dass die Geschäfte auch im zweiten Quartal gut laufen werden. Sie erwartet, dass OEM-Hersteller 25 neue Ryzen-basierte Consumer- und kommerzielle Notebooks auf den Markt bringen werden. Bis Ende Ende des Jahres sollen insgesamt 60 Ryzen-basierte Systeme zur Verfügung stehen.

Der frühere AMD-Manager Patrick Moorhead, der AMD 2011 verlassen hat und seitdem als Analyst tätig ist, sieht AMDs Zukunft ähnlich positiv: „AMD verzeichnet ein starkes Umsatzwachstum von 40 Prozent gegenüber dem Vorjahr und erreicht damit zum dritten Mal in Folge ein zweistelliges Umsatzwachstum. Der Anstieg wurde durch die Verkäufe von AMDs Ryzen Client CPU und APU Produktlinie in Desktops und Notebooks angeführt. Ich gehe davon aus, dass AMD im nächsten Quartal noch mehr Zuwächse verzeichnen wird, basierend auf der zweiten Generation der Ryzen Desktop-CPU, der verstärkten Verbreitung von Ryzen Mobile Notebooks und der anhaltenden Zunahme von Epyc Server-Implementierungen.“

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1 Kommentar zu AMD: Ryzen-Prozessoren sorgen für zweistelligen Umsatzanstieg

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  • Am 27. April 2018 um 0:37 von C

    Schade, dass AMD (wie Intel) für alte CPUs keine Patche bzgl. Spectre anbietet.

    Hier hätte Ich MEHR von AMD erwartet.

    Mal sehen, ob andere CPU Hersteller nicht ihre Kunden besser behandeln.

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