Bericht: Dell erwägt Börsengang

Er ist angeblich eine von mehreren strategischen Optionen. Auch die Übernahme eines anderen Unternehmens oder der Verkauf von Pivotal stehen zur Diskussion. Es geht um die Beschaffung zusätzlicher Geldmittel und die Steigerung des Umsatzes.

Dell bereitet sich angeblich auf einen erneuten Börsengang vor. Das berichten die Agentur Reuters und auch Bloomberg unter Berufung auf nicht näher genannte Quellen. Ein Börsengang ist aber offenbar nur eine von mehreren strategischen Optionen, um Geldmittel zu beschaffen und den Umsatz zu erhöhen.

Dell (Bild: Dell)Firmengründer Michael Dell soll unter Druck stehen, die Profitabilität des Unternehmens zu erhöhen. Die Übernahme von EMC habe weder die erhofften Kostensenkungen noch die vorhergesagten Zuwächse erbracht. Zudem höhlten steigende Produktionskosten die Margen aus.

Das Board of Directors von Dell soll noch in diesem Monat zusammenkommen, über die möglichen Alternativen zu beraten. Neben einem Börsengang zur Geldbeschaffung sollen auch verschiedene Ziele für Übernahmen zur Diskussion stehen. Letztere sollen vor allem den Cash Flow verbessern und das Sortiment erweitern.

Die Prüfung der strategischen Optionen habe gerade erst angefangen, heißt es weiter in dem Bericht. So soll Dell auch einen Verkauf oder Börsengang der schnell wachsenden Software-Sparte Pivotal in Betracht ziehen oder auch eine Übernahme der restlichen VMware-Anteile. Derzeit ist Dell Mehrheitseigner von VMware. Bloomberg weist darauf hin, dass ein konkretes Ergebnis der Beratungen nicht absehbar ist und Dell möglicherweise zu diesem Zeitpunkt keine Maßnahmen ergreift.

2013 hatte Michael Dell zusammen mit dem Finanzinvestor Silver Lake Dell für 24,9 Milliarden Dollar übernommen. Daraufhin zog Dell sein Unternehmen von der Börse zurück, um ohne den Druck der Aktionäre wieder langfristig denken und planen zu können: „In den USA gibt es eine beschwerliche Neigung zu kurzfristigem Denken. Wir halten für wichtig, was in drei, fünf und zehn Jahren ist.“

Einen Börsengang könnte Dell nutzen, um einige seiner Schulden zu begleichen. Bloomberg zufolge steht der Computerhersteller bei seinen Gläubigern mit 46 Milliarden Dollar in der Kreide.

Im dritten Fiskalquartal 2017 meldete Dell ein Umsatzwachstum von 21 Prozent auf 19,6 Milliarden Dollar. Unterm Strich warf die Bilanz zwar einen Nettoverlust von 941 Millionen Dollar aus (minus 43 Prozent). Ohne einmalige Belastungen erwirtschaftete Dell jedoch 2 Milliarden Dollar und steigerte seine Bruttomarge auf 26,3 Prozent.

Gartner führt Dell derzeit als drittgrößten PC-Hersteller weltweit, hinter HP und Lenovo. Seinen Marktanteil baute Dell demnach zuletzt auf 15,2 Prozent aus. Während der weltweite PC-Markt zwischen Oktober und Dezember um 2 Prozent schrumpfte, soll Dell seine Absatzzahlen um 0,7 Prozent gesteigert haben. Der Konkurrent HP erzielte im von Verdrängung gekennzeichneten Markt mit 6,6 Prozent jedoch ein deutlich größeres Plus.

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[mit Material von Steven Musil, News.com]

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