Microsoft und Huawei stellen günstiges Windows Phone für Afrika vor

Das Modell Huawei 4Afrika soll nur das erste in einer Reihe von Smartphones sein, die speziell für den afrikanischen Markt entwickelt werden. Es kommt mit Dual-Core-CPU, 4 GByte Speicher und 4-Zoll-Screen. Der Preis beträgt angeblich 150 Dollar.

Microsoft und Huawei haben ein günstiges Windows Phone vorgestellt, das für den afrikanischen Markt vorgesehen ist. Technisch basiert das Huawei 4Afrika auf dem Ascend W1, das Huawei vergangenen Monat auf der Consumer Electronics Show in Las Vegas präsentiert hatte. Das neue Modell ist das erste in einer Reihe von Geräten, die speziell für die aufstrebende Region entwickelt werden sollen. Microsoft hat zu diesem Zweck die Intitiative 4Afrika ins Leben gerufen.

Bisher nutzen nur wenige Afrikaner Smartphones. Die große Mehrheit verfügt nach wie vor über sogenannte Feature Phones mit beschränktem Funktionsumfang und Internetzugang.

Das Huawei 4Afrika wurde speziell für den afrikanischen Markt entwickelt (Bild: Microsoft).Das Huawei 4Afrika wurde speziell für den afrikanischen Markt entwickelt (Bild: Microsoft).

„Wir glauben, dass es keinen besseren Zeitpunkt gibt, um in Afrika zu investieren, und dass der Zugang zu Technologie – insbesondere zu Clouddiensten und Smart Devices – ein Beschleuniger für Afrikas Wettbewerbsfähigkeit sein kann und wird“, erklärte Jean-Philippe Courtois, Präsident von Microsoft International.

Microsoft konzentriert auf Afrika mit einer Bevölkerung von über einer Milliarde Menschen, um seine Position im Smartphone-Markt zu stärken. Dem Softwarekonzern zufolge sind mehr als 90 Prozent der in Kenia und Nigeria verkauften Mobiltelefone Feature Phones. Außer mit Huawei arbeitet Microsoft auch mit HTC, Samsung und Nokia an Windows Phones für den Kontinent.

Das Huawei 4Afrika soll im Lauf des Monats in Angola, Ägypten, Elfenbeinküste, Kenia, Marokko, Nigeria und Südafrika auf den Markt kommen. Es hat einen 4 Zoll großen Bildschirm, der 480 mal 800 Pixel auflöst. Als Prozessor kommt ein 1,2 GHz schneller Snapdragon mit zwei Kernen zum Einsatz. Der interne Speicher ist 4 GByte groß. Außerdem beherbert das 1 Zentimeter dicke Gehäuse zwei Kameras. Die Akkulaufzeit ist mit bis zu 420 Stunden Standby spezifiziert.

Huawei und Microsoft liefern das Smartphone mit vorinstallierten Anwendungen aus, die von Afrikanern für Afrikaner entwickelt wurden, wie es auf der 4Afrika-Website heißt. Außerdem haben Nutzer Zugriff auf einen „marktspezifischen Store“ innerhalb des Windows Phone Store.

Es wird erwartet, dass Smartphones sich in Afrika zu einem der Hauptzugriffswege auf das Internet entwickeln werden. Das jetzt vorgestellte Huawei-Modell richtet sich vor allem an Nutzer mit mittlerem Einkommen wie Studenten, Selbständige und Entwickler. Laut New York Times wird es 150 Dollar kosten und in den Farben Blau, Rot, Schwarz und Weiß erhältlich sein.

[mit Material von Dara Kerr, News.com]

Themenseiten: Huawei, Microsoft, Mobile, Smartphone, Windows Phone

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Neueste Kommentare 

3 Kommentare zu Microsoft und Huawei stellen günstiges Windows Phone für Afrika vor

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  • Am 6. Februar 2013 um 8:05 von McNoise

    fantastisch … dann können sich die leute über ihren knurrenden magen austauschen

    „brot für die welt“ war gestern – heute heisst es „windows für afrika“

    • Am 6. Februar 2013 um 12:59 von Ikarus

      Nun, vielleicht langfristig sehr hilfreich für den Kontinent. Sympathischer als über 100Mrd.$ auf der hohen Kante zu haben um fette Anleger noch fetter zu machen und auf möchtegern elitär machen.
      Kommunikationsmöglichkeiten und Zugang zu Wissen und Handelsmöglichkeiten zu schaffen hilft diesem Kontinent. Das ist ganz im Sinne eines Bill Gates, der sicherlich immer noch viel mit solchen Entscheidungen bei MS zu tun hat. Und es ist ein Zukunftsmarkt.
      Natürlich warten die Abstauber bei Apple & Co. lieber darauf, dass wie immer erst mal die Anderen die ganze Arbeit leisten – sie kommen dann zum kassieren. Aber halt, natürlich ist Apple auch sehr caritativ…. iPads für das US-Militär, damit man besser fremde Länder überfallen kann.

  • Am 5. Februar 2013 um 20:59 von Jupp

    Die armen Afrikaner! Nach dem Sammelbecken für Elektroschrott folgt nun die Überflutung mit Betriebssystemschrott… was kommt als nächstes? Applikation-Schrott?

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