Oracle stellt Bezahlversion von OpenOffice ein

Die Open-Source-Variante soll von der Community weiterentwickelt werden. Oracle will aber weiter den Dokumentenstandard ODF unterstützen. Außerdem plant das Unternehmen Investitionen in Linux und MySQL.

Oracle hat die kostenpflichtige Version von OpenOffice eingestellt. Damit verbunden ist die Ankündigung, dass die Verantwortung für die Weiterentwicklung der auf OpenOffice.org angebotenen Open-Source-Variante an die Community übergeht.

„Angesichts des großen Interesses an freien Produktivitätsanwendungen und der schnellen Entwicklung von PC-Technologien glauben wird, dass das Projekt OpenOffice.org am besten von einer Organisation verwaltet wird, die darauf ausgerichtet ist, diesen Kundenkreis auf einer nicht kommerziellen Basis zu bedienen“, sagte Edward Screven, Chief Corporate Architect bei Oracle.

Der Softwarekonzern will nach eigenen Angaben aber die Verbreitung von Dokumentenformaten weiterhin fördern, die auf offenen Standards basieren. Dazu gehört auch das Open Document Format von OpenOffice.

Darüber hinaus plant Oracle „große Investitionen“ in die Open-Source-Lösungen MySQL und Linux. „Oracle ist auf Linux und MySQL fixiert, da beide Produkte bei Geschäfts- und Regierungskunden weit verbreitet sind“, teilte das Unternehmen mit.

Nach einem Zerwürfnis mit Hauptsponsor Oracle hatte die Entwickler-Community von OpenOffice.org im September 2010 die unabhängige The Document Foundation (TDF) gegründet. Sie ist für den OpenOffice-Ableger LibreOffice verantwortlich, der aktuell in Version 3.3.2 vorliegt. Zahlreiche Linux-Distributionen, darunter Ubuntu und OpenSuse, haben angekündigt, in Zukunft LibreOffice als Standard-Bürosoftware zu verwenden.

Themenseiten: Open Source, Openoffice.org, Oracle, Software

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5 Kommentare zu Oracle stellt Bezahlversion von OpenOffice ein

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  • Am 19. April 2011 um 12:48 von Hafenlümmel

    Gewechselt
    So ein Zufall, heute LibreOffice statt OpenOffice installiert.

  • Am 18. April 2011 um 16:23 von thomase

    das ist unerhöhrt
    Es gibt ihn….
    ….den Kommunismus gibst im Net.
    Das Net eilt dem Leben voraus.

  • Am 18. April 2011 um 15:51 von Hugo Palm

    War ja klar…
    Oracle hat mit seiner aggressiven Marketingstrategie (fast schon Microsoft-like) der Nr.1 auf dem Markt das Wasser abzugraben, sich total verheddert. Da viele Nutzer dem LibreOffice-Projekt gefolgt sind, musste Oracle wohl die Reißleine ziehen. Bei Java dürfte ähnliches passieren,

  • Am 18. April 2011 um 15:08 von Marcus W.

    Da hat Oracle wohl aufs falsche Pferd gesetzt …

    und es war absehbar.Spätestens als OpenOffice unter dem Namen LibreOffice weiterentwickelt wurde, war das Schicksal von Oracle besiegelt.

    Was soll auch dabei herauskommen, wenn man den Open-Source verfechtern , ihre Software „stiehlt“ ….

    • Am 18. April 2011 um 16:32 von hugo@web.de

      gibst
      Da hat die Rechtschreibprüfung versagt ! gibst …. Da höhrt der K auf!

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