Das Gehäuse der neuen MacBook-Pro-Modelle werden aus einem einzigen Stück Aluminium gefertigt. Apple reduziert dadurch die Anzahl der Bauteile und die damit verbundene Zahl an möglichen Fehlerursachen. Ein weiterer Vorteil der neuen Herstellungstechnik liegt in der höheren Stabilität. Die neuen MacBook-Pro-Modelle sind im Vergleich zu den Vorgängermodellen etwas dünner geworden, bringen aber mit 2,45 Kilogramm genauso viel Gewicht auf die Waage. Der Einstieg in die 15-Zoll-Geräteklasse kostet den Anwender knapp 1800 Euro. Das besser ausgestattete Spitzenmodell schlägt mit 2249 zu Buche. Sämtliche Geräte stehen ab sofort im Apple Store zur Verfügung.

Anders als beim neuen MacBook, das sich aufgrund der Alu-Bauweise und der damit verbundenen höheren Wertigkeit erheblich von seinem Vorgängermodell unterscheidet, sehen die neuen MacBook-Pro-Varianten auf den ersten Blick wie die bisherigen Modelle aus. Apple fertigt sie schon seit einigen Jahren aus Alu.

Unterschiede zu bisherigen Modellen

Erst beim Öffnen des Displaydeckels stößt man auf den ersten nennenswerten Unterschied. Musste man bisher für das Aufklappen einen Schalter betätigen, öffnet sich das MacBook Pro nun durch einfaches Anheben des durch eine magnetische Vorrichtung geschlossenen Displays. Anschließend bemerkt man, dass die Tasten des Keyboards nicht mehr in Alugrau, sondern in Schwarz mit weißer Aufschrift gehalten sind. Gleich geblieben ist die Hintergrundbeleuchtung der Tastatur, die in dunklen Umgebungen aktiv wird. Allerdings gibt es zwischen den einzelnen Tasten und dem Gehäuse einen kleinen Spalt, sodass das Licht aus dieser Öffnung bei schrägem Blickwinkel stärker erscheint als die Tastenbeleuchtung. Die Umsetzung der Hintergrundbeleuchtung erfüllt zwar nach wie vor seinen Zweck, ist aber bei den bisherigen MacBook-Pro-Modellen etwas besser gelöst.

Neu ist ebenfalls das Trackpad, dessen Oberfläche jetzt aus Glas besteht und um 39 Prozent größer geworden ist. Es lässt sich wie das des Vorgängers per Gesten steuern. So kann man etwa die Ansicht durch Zusammen- oder Auseinanderziehen der Finger vergrößern beziehungsweise verkleinern. Zusätzlich gibt es nun eine neue Geste, die durch ein nach oben gerichtetes Wischen mit vier Fingern die Anwendung Exposé startet.

Unten am Trackpad sind keine Tasten angebracht – die gesamte Fläche dient als Knopf. Man kann das Pad richtig nach unten drücken, bis es etwas nachgibt und eine Membrane unterhalb des Pads die Bewegung registriert. Am Anfang fühlt sich das ein bisschen komisch an, geht aber schnell in Fleisch und Blut über. Zudem muss der Daumen nicht ständig über der Maustaste schweben. Das soll dazu beitragen, die Wahrscheinlichkeit von RSI zu reduzieren. Rechtsklicks macht man, indem man mit zwei Fingern auf das Trackpad drückt. Falls jemand damit nicht zurechtkommt, besitzt das Trackpad auch noch programmierbare Zonen; damit lässt sich dann eine bestimmte Stelle als Rechtsklick-Bereich definieren. Das Drücken des Trackpads verursacht allerdings ein relativ lautes Klick-Geräusch, was in einem Büro mit mehreren Arbeitsplätzen schnell nervig werden kann. Allerdings lässt sich in den Systemeinstellungen das Trackpad so konfigurieren, dass bereits durch Antippen ein Klick ausgelöst wird. Dadurch wird das laute Klickgeräusch verhindert.

Die Schnittstellen befinden sich auf der linken Seite. Von hinten nach vorne sind dies die bekannte MagSafe-Buchse mit Magnetkupplung für die Stromversorgung, eine RJ45-Buchse für das Netzwerkkabel, eine Firewire-Schnittstelle, zwei USB-Schnittstellen, ein Mini-Display-Port-Videoausgang, Audio-Ein- und –Ausgang sowie eine Befestigungsmöglichkeit für ein Kensington-Schloss. Direkt davor ist die Akku-Ladeanzeige angebracht, die sich bei den Vorgängervarianten noch an der Unterseite befand. Apropos Unterseite: Der Zugang zum Akku und der Festplatte ist durch einen abnehmbare Aludeckel versperrt, der durch einfachen Klappverschluss entriegelt werden kann. Der Akku lässt sich einfach herausnehmen, während die Festplatte erst durch das Lösen einer Schraube erreichbar wird.

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