Dell wegen unlauterer Geschäftspraktiken verurteilt

Unternehmen muss Schadenersatz leisten und unlautere Gewinne zurückzahlen

Das oberste Gericht des US-Bundesstaates New York hat Dell und dessen Tochter Dell Financial Services wegen Betrugs, irreführender Werbung und unlauterer Geschäftspraktiken zu Schadenersatzzahlungen in noch unbestimmter Höhe verurteilt. Zudem muss das Unternehmen die Gewinne zurückerstatten, die es durch sein unrechtmäßiges Vorgehen erwirtschaftet hat.

Laut Richter Joseph Teresi hat Dell wiederholt Zusagen aus Serviceverträgen nicht eingehalten und Kunden aufgefordert, Reparaturen an Computern selbst vorzunehmen. Zudem soll der PC-Hersteller Kunden mit Sonderfinanzierungen angelockt haben, die den Käufern anschließend nicht gewährt wurden. Versprochene Rabatte seien darüber hinaus nicht oder nicht zeitnah ausbezahlt worden.

„Für eine viel zu lange Zeit hat Dell seinen Kundenservice nur als Lockmittel verwendet“, sagte Generalstaatsanwalt Andrew Cuomo, der die Klage gegen den Computerhersteller 2007 angestrengt hatte. „Wir haben einen wichtigen Sieg errungen, der Dell dazu zwingen wird, seinen Verantwortungen nachzukommen. Das Urteil sendet auch ein wichtiges Signal an andere Unternehmen, dass sie zur Verantwortung gezogen werden können, wenn sie Versprechungen gegenüber ihren Kunden nicht einhalten.“

Dell will gegen das Urteil Berufung einlegen. Gegenüber dem Wall Street Journal kündigte das Unternehmen eine energische Vorgehensweise an und zeigte sich optimistisch, dass das Gericht im weiteren Verlauf des Verfahrens zu dem Schluss kommen werde, dass es sich bei den Vorwürfen um Einzelfälle handle.

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2 Kommentare zu Dell wegen unlauterer Geschäftspraktiken verurteilt

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  • Am 29. Mai 2008 um 8:30 von Robert Schmidt

    Hab gute Erfahrung mit Dell
    Hab bislang zwei Problemfällge gehabt. PC-Festplatte defekt, um 15:00 Uhr angerufen, am nächsten Tag um 08:30 war die neue Festplatte da. Beim zweiten mal hatten wir Probleme mit dem Switch und da 4-Stunden Reaktionszeit-Service. Nach 3 Stunden wurde ein neuer Switch geliefert !!! ne halbe Stunde später war der Techniker dazu da – coool. War echt perfekt.

  • Am 28. Mai 2008 um 16:44 von Sophosaurus

    Wär schon nett…
    …wenn gegen IBM genauso mutig entschieden würde. Die haben das nämlich alles schon immer so gemacht.

    "24Stunden-Vorort-Service bedeutet, sie können uns innerhalb von 24 Stunden telefonisch verständigen, notfalls auf den AB sprechen, und das könne sie von jedem Ort aus. Wir rufen dann in den nächsten Wochen zurück, und teilen Ihnen mit, wann wir einen Termin für Sie haben, an dem Sie Ihr System zu uns bringen können."

    Originalzitat eines IBM-Mitarbeiters, den ich als Inhaber eines teuren 24Stunden-Vorort-Service-Vertrages anrief.

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