Windows 10 Anniversary Update: Neuerungen für Endanwender

von Thomas Joos am , 05:44 Uhr

Das Windows 10 Anniversary Update bietet zahlreiche Neuerungen für Endanwender. Microsoft hat das Startmenü und die Einstellungen verbessert, Cortana und Microsoft Edge aufgebohrt und auch die Bedienbarkeit optimiert.

Mit dem Windows 10 [1] Anniversary Update liefert Microsoft [2] ein Jahr nach dem Start von Windows 10 die erste große Aktualisierung aus. Diese entspricht im Grunde genommen einem Servicepack 1 und soll ab dem 2. August an Endanwender ausgeliefert werden. Neben Verbesserungen unter der Haube bietet das Windows 10 Anniversary Update auch zahlreiche Neuerungen und Änderungen an der Oberfläche und den Funktionen des Betriebssystems. Diese betreffen vor allem die Endanwender. Wer bis zum 29.07. auf Windows 10 umsteigt, erhält das „Anniversary Update“ ebenfalls kostenlos.

Windows 10 Anniversary Update (Bild: ZDNet.de) [3]

Neues Startmenü und neue Menüführung

Die ersten Änderungen, die nach der Aktualisierung zur aktuellen Build 14379 auffallen, sind das angepasste Startmenü sowie die neue Oberfläche in den Einstellungen. Hier hat Microsoft etwas aufgeräumt, die Menüs neu strukturiert und grafisch angepasst. Außerdem hat es die Übersicht verbessert, indem die Menüs nicht nur Texte erhalten haben, sondern auch dazu passende Icons.

Das Anniversary Update bietet eine neue Oberfläche in den Einstellungen und im Startmenü (Screenshot: Thomas Joos). [4]Das Windows 10 Anniversary Update bietet eine neue Oberfläche in den Einstellungen und im Startmenü (Screenshot: Thomas Joos).

Die Verwaltung und Teilnahme am Windows Insider-Programm wird jetzt zum Beispiel direkt über Einstellungen\Update und Sicherheit\Windows-Insider-Programm gesteuert, nicht mehr über einen untergeordneten Menüpunkt bei den Updates.

HIGHLIGHT

Windows 10 1703 Creators Update mit USB-Stick installieren [5]

Auf Basis der von Microsoft veröffentlichten ISOs von Windows 10 1703 Creators Update lässt sich ein USB-Stick erstellen, mit dessen Hilfe man Windows 10 neu installieren kann. Damit umgeht man mögliche Probleme, die beim Update auftreten können.

Das Startmenü bietet angepasste Symbole und eine etwas andere Anordnung als in bisherigen Versionen. Auf der linken Seite zeigt es vier Symbole an. Hier sind die Konto-Einstellungen zu finden und danach die Icons zum Start des Explorers und der Einstellungen. Dafür hat Microsoft das Icon des Explorers standardmäßig aus der Taskleiste entfernt. Dieses lässt sich aber jederzeit manuell hinzufügen. Darunter ist das Icon um Abmelden oder Neustarten zu sehen. Mit einem Klick darauf erscheint die Auswahl, welche Aktion der Anwender durchführen möchte.

Das Startmenü zeigt die zuletzt hinzugefügten Apps, dann die am meisten verwendeten und anschließend eine Liste aller Apps. Die Ansicht der Apps wird also zusammengeführt, ein Klick auf „Alle Apps“ ist nicht mehr notwendig, um eine Liste der installierten Programme anzuzeigen.

Das Startmenü wurde für das Anniversary Update angepasst (Screenshot: Thomas Joos). [6]Das Startmenü wurde für das Anniversary Update angepasst (Screenshot: Thomas Joos).

Klicken Anwender auf eine der Zwischenüberschriften im Startmenü kann über eine Buchstabenanzeige nach Anfangsbuchstaben gefiltert werden. Bei Rechnern mit vielen Programmen können so zum Beispiel alle Apps angezeigt werden, die mit „E“ anfangen.

Im Startmenü lassen sich die Apps jetzt auch leichter filtern (Screenshot: Thomas Joos). [7]Im Startmenü lassen sich die Apps jetzt auch leichter filtern (Screenshot: Thomas Joos).

Das Startmenü lässt sich weiterhin an die eigenen Anforderungen anpassen. Dazu steht in den Einstellungen der Menüpunkt Personalisierung/Start zur Verfügung. Hier können auch weitere Ordner ausgewählt werden, die im Startmenü angezeigt werden sollen, auch auf der linken Seite bei den Symbolen. Um eine genaue Beschreibung des jeweiligen Symbols einzublenden hilft ein Klick auf das Icon mit den drei Strichen ganz oben links.

Das neue Startmenü lässt sich erweitern. Die Ordner zur Anzeige im Startmenü können über die Einstellungen gesteuert werden (Screenshot: Thomas Joos). [8]Das neue Startmenü lässt sich erweitern. Die Ordner zur Anzeige im Startmenü können über die Einstellungen gesteuert werden (Screenshot: Thomas Joos).

Windows 10 Anniversary Update: Überarbeitetes Info-Center

Das Info-Center hat Microsoft ebenfalls überarbeitet. Das Icon dazu ist auf der rechten Seite der Taskleiste im Traybereich zu sehen. Zusätzlich zeigt das Icon auch eine Information an, ob und wie viele Nachrichten im Info-Center vorliegen. Innerhalb des Info-Centers können die einzelnen Nachrichten übersichtlicher verwaltet und notwendige Aktionen direkt aus dem Info-Center gestartet werden.

HIGHLIGHT

Mehr Sicherheit im smarten Zuhause [9]

Wie Sie Ihr persönliches Internet der Dinge [10] vor versteckten Gefahren schützen

Apps wie Edge, Skype oder andere Kommunikations-Programme wie der Kalender können im Info-Center nicht nur Informationen anzeigen, sondern erlauben auch Aktionen aus den Benachrichtigungen.  Auch Cortana arbeitet enger mit dem Info-Center zusammen und zeigt Informationen und Erinnerungen auch direkt im Info-Center an. Im Info-Center lassen sich darüber hinaus auch Karten anzeigen.

Die schnellen Aktionen im Info-Center lassen sich besser anpassen (Screenshot: Thomas Joos). [11]Die schnellen Aktionen im Info-Center lassen sich besser anpassen (Screenshot: Thomas Joos).

Die Schnell-Aktionen und deren Verwaltung liegen ebenfalls in verbesserter Form vor. Anwender können in den Einstellungen über System\Benachrichtigungen und Aktionen per Drag&Drop die Reihenfolge und Anzeige der Icons im Info-Center steuern.

Durch einen Klick auf die Uhr, erscheint nicht nur der Kalender, sondern auch die Erinnerungen und Termine, die im Konto hinterlegt sind. Außerdem lassen sich an dieser Stelle auch gleich neue Termine erstellen. Andere Universal-Apps erhalten ebenfalls mehr Funktionen. Diese können über ihr Icon zum Beispiel Informationen einblenden, zum Beispiel die Anzahl nicht gelesener Nachrichten. Funktioniert eine App nicht mehr, lässt sie sich in den Einstellungen von Windows 10 in den Werkszustand zurücksetzen. Diese Option ist über Einstellungen\System\Apps & Features zu finden. Hier steht für jede App in den erweiterten Optionen der entsprechende Menüpunkt zur Verfügung.

In den erweiterten Optionen von Apps steht die Option zum Zurücksetzen zur Verfügung (Screenshot: Thomas Joos). [12]In den erweiterten Optionen von Apps steht die Option zum Zurücksetzen zur Verfügung (Screenshot: Thomas Joos).

Wer mehrere Monitore einsetzt, sieht ab dem Anniversary Update die Uhrzeit auf allen Taskleisten, an allen angeschlossenen Monitoren. In den Einstellungen lassen sich über System\Benachrichtigungen und Aktionen mehr Einstellungen zu den Benachrichtigungen von Apps vornehmen. Hier kann auch die Priorität der App gesteuert werden.

In den Einstellungen von Benachrichtigungen erlaubt Windows 10 mehr Unterscheidungsmerkmale und Optionen (Screenshot: Thomas Joos). [13]In den Einstellungen von Benachrichtigungen erlaubt Windows 10 mehr Unterscheidungsmerkmale und Optionen (Screenshot: Thomas Joos).

Neuerungen in Cortana

Microsoft hat bereits angekündigt Cortana weiterhin zu verbessern. Der Suchassistent arbeitet noch enger mit Microsoft Edge zusammen, und ist jetzt auch über den Sperrbildschirm erreichbar. Die Sicherheit bleibt durch eine Anmeldung gewährleistet, wenn Cortana merkt, dass auf heikle Benutzerdaten oder Apps zugegriffen werden soll. Die Anmeldung kann durch Cortana erfolgen. Wer diese Funktion nicht nutzen will, kann sie in den Einstellungen von Cortana deaktivieren. Standardmäßig ist die Funktion aktiviert. Das hängt natürlich wiederum von der eingesetzten Build-Version ab, denn hier wechselt Microsoft zwischen der standardmäßigen Aktivierung und Deaktivierung hin und her. Im Rahmen dieser Erweiterung ist es auch möglich, zum Beispiel Informationen wie die Wettervorhersage oder Verkehrsnachrichten schnell und einfach abzurufen.

Neben Informationen anzeigen können Anwender im Sperrbildschirm auch die Steuerung der Musik besser vornehmen. Dazu ist keine Anmeldung mehr notwendig. Die Musik-App von Windows 10 zeigt den abgespielten Titel im Sperrbildschirm an. Außerdem lässt sich dieser pausieren, oder Anwender wechseln zu einem anderen Titel in der Liste.

Cortana ist auch über den Sperrbildschirm nutzbar. Diese Funktion lässt sich aber deaktivieren (Screenshot: Thomas Joos). [14]Cortana ist auch über den Sperrbildschirm nutzbar. Diese Funktion lässt sich aber deaktivieren (Screenshot: Thomas Joos).

Erstellen Windows-Benutzer Erinnerungen in Windows 10, lassen sich jetzt auch Fotos hinterlegen. In diesem Zusammenhang lassen sich Bilder auch mit Terminen verknüpfen. Außerdem arbeitet Cortana enger mit Windows-Apps zusammen und kann auf Inhalte der Apps zugreifen, zum Beispiel für Erinnerungen. Sinnvolles Praxisbeispiel ist zum Beispiel die Erinnerung an das Lesen eines bestimmten Artikels in der Nachrichten-App.

Dazu kommt die Möglichkeit Benachrichtigungen, Informationen und andere Dinge zwischen PC und Smartphone zu synchronisieren. Die Einstellungen dazu sind in den Einstellungen von Cortana zu finden. Dazu müssen Anwender natürlich zusätzlich zu Windows 10 auf dem PC auch auf Windows 10 for Mobile für Smartphones setzen, natürlich in der aktuellsten Version. Die jeweiligen Optionen müssen auf dem Smartphone und dem PC aktiviert werden.

Cortana kann Benachrichtigungen auch zu Smartphones synchronisieren, oder über die Cloud mit anderen PCs (Screenshot: Thomas Joos). [15]Cortana kann Benachrichtigungen auch zu Smartphones synchronisieren, oder über die Cloud mit anderen PCs (Screenshot: Thomas Joos).

Verbessertes Startmenü und Taskleiste für Tablets

Im Tablet-Modus wird das Startmenü automatsch im Vollbildmodus angezeigt, die Taskleiste kann leichter ausgeblendet, und mit einem Wisch nach oben aktiviert werden. Die Einstellungen dazu sind in den Windows-Einstellungen über System\Tablet-Modus zu finden.

Der Tablet-Modus erlaubt das Ausblenden der Taskleiste und weitere Einstellungen (Screenshot: Thomas Joos). [16]Der Tablet-Modus erlaubt das Ausblenden der Taskleiste und weitere Einstellungen (Screenshot: Thomas Joos).

Windows Ink – Mit Windows 10 handschriftlich arbeiten und zeichnen

Ebenfalls für Tablets oder zumindest PCs mit Touchscreen ist die neue Funktion „Windows Ink“. Mit dieser lassen sich auf dem Bildschirm Texte schreiben oder Zeichnungen erstellen. Sinnvoll ist das vor allem für den Einsatz mit Stiften. Auf Rechnern ohne berührungsempfindlichen Bildschirm kann auch mit dem Mauszeiger gemalt oder geschrieben werden.

Mit Windows Ink können Anwender mit ihrem Stift auf Touchscreens und Tablets auch schreiben (Screenshot: Thomas Joos). [17]Mit Windows Ink können Anwender mit ihrem Stift auf Touchscreens und Tablets auch schreiben (Screenshot: Thomas Joos).

Starten lässt sich der Arbeitsbereich über ein eigenes Icon im Traybereich, neben der Uhr. Dieses lässt sich wiederum über das Kontextmenü der Taskleiste einblenden. Über den Windows Ink-Arbeitsbereich stehen die Schreibfunktionen zur Verfügung, zum Beispiel die Kurznotizen. Außerdem sind hier alle Apps zu sehen, und auch direkt zu starten, die Windows Ink unterstützen, zum Beispiel die Karten-App.

Im Store sind weitere Apps zu finden, die Windows Ink unterstützen. Die verschiedenen Apps unterstützen auch das Teilen der erstellten Notizen und Zeichnungen mit anderen Anwendern. Dazu muss lediglich auf das Teilen-Symbol geklickt und die App ausgewählt werden, mit der Anwender das Dokument teilen wollen. Cortana unterstützt ebenfalls Windows Ink. So lassen sich in den Notizen zum Beispiel auch Erinnerungen erstellen, die Cortana übernehmen kann.

Edge-Browser wird aufgebohrt – Erweiterungen integrieren

Auch wenn die Marktanteile des Edge-Browsers derzeit noch eher übersichtlich sind, hat Microsoft auch hier Verbesserungen eingeführt. So lassen sich jetzt endlich Erweiterungen in den Browser integrieren, ähnlich wie in Google [18] Chrome [19] und Mozilla [20] Firefox. Die Erweiterungen für den Browser sind im Microsoft Store verfügbar. Installiert werden diese über den Menüpunkt Erweiterungen, in den Einstellungen von Microsoft Edge.

Microsoft Edge erhält jetzt auch Erweiterungen, so wie Google Chrome und Mozilla Firefox (Screenshot: Thomas Joos). [21]Microsoft Edge erhält jetzt auch Erweiterungen, so wie Google Chrome und Mozilla Firefox (Screenshot: Thomas Joos).

Über das Kontextmenü geöffneter Tabs können Benutzer Internetseiten „Anheften“. Diese Seiten lädt der Browser automatisch beim Starten, ähnlich wie Startseiten. Angeheftete Seiten können nicht einfach geschlossen werden, sondern das Anheften muss über das Kontextmenü mit „Loslösen“ wieder rückgängig gemacht werden.

In Microsoft Edge lassen sich Webseiten anheften und so dauerhaft automatisch öffnen (Screenshot: Thomas Joos). [22]In Microsoft Edge lassen sich Webseiten anheften und so dauerhaft automatisch öffnen (Screenshot: Thomas Joos).

Im Kontextmenü von markierten Links oder Begriffen steht der Menüpunkt „Cortana fragen“ zur Verfügung. Durch Auswahl dieser Option blendet Microsoft Edge auf der rechten Seite einen neuen Bereich ein, der Informationen zum Begriff zeigt, ohne die Seite zu verdecken. Auf Wunsch kann Microsoft Edge auch in das Info-Center von Windows 10 integriert werden. Kompatible Webseiten können dann neue Nachrichten auch dann anzeigen, wenn Microsoft Edge nicht gestartet ist.

Im Kontextmenü von Begriffen steht Cortana zur Verfügung, um Informationen anzuzeigen (Screenshot: Thomas Joos). [23]Im Kontextmenü von Begriffen steht Cortana zur Verfügung, um Informationen anzuzeigen (Screenshot: Thomas Joos).

Microsoft bewirbt die neue Version von Microsoft Edge außerdem mit einer Stromersparnis im Vergleich zu Chrome und Firefox in Windows 10 [24]. Das soll vor allem auf mobilen Geräten die Akku-Laufzeit deutlich erhöhen.

Windows 10 und Linux – Ubuntu Bash

Mit Ubuntu Bash können Anwender in Windows 10 auch Linux-Befehle nutzen. Damit das funktioniert, muss in den optionalen Features das Feature „Windows-Subsystem für Linux“ aktiviert werden. Zusätzlich müssen Anwender in den Einstellungen über Update und Sicherheit\Für Entwickler die Option Entwicklermodus aktivieren. Danach sollten außerdem alle aktuellen Windows-Updates für Windows 10 installiert werden. Der Modus wird direkt durch die Entwickler von Ubuntu zur Verfügung gestellt.

Windows 10 verfügt auch über eine Bash für Ubuntu (Screenshot: Thomas Joos). [25]Windows 10 verfügt auch über eine Bash für Ubuntu (Screenshot: Thomas Joos).

Sobald das Feature installiert ist, steht in der Befehlszeile und der PowerShell der Befehl „bash“ zur Verfügung. Nachdem die Bash installiert und lizenziert ist, lässt sie sich in Zukunft direkt starten. Dazu suchen Anwender am besten nach „bash“ im Startmenü.

Die Installation der Ubuntu Bash erfolgt über die Befehlszeile oder PowerShell (Screenshot: Thomas Joos). [26]Die Installation der Ubuntu Bash erfolgt über die Befehlszeile oder PowerShell (Screenshot: Thomas Joos).

Microsoft geht im MSDN ausführlicher auf die Möglichkeiten der Bash [27] ein, und wie Anwender diese nutzen können.

Xbox und Windows 10

Neben Windows 10 erhält auch die Xbox ein großes Update. Dadurch hält zum Beispiel Cortana Einzug in die Spielekonsole, und kann auch hier Erinnerungen erstellen und diese anzeigen. Im Rahmen der Aktualisierung werden auch die beiden Stores zu einem einheitlichen Store zusammengefügt. Das soll auch den Erwerb von Spielelizenzen ermöglichen, die durch einen einmaligen Kauf die Verwendung auf einem PC und der Xbox erlauben.

Weitere Änderungen im Überblick – Miracast für Windows 10 und Co.

Über das Kontextmenü von Fenstern steht jetzt die Option bereit dieses auf allen virtuellen Desktops anzuzeigen, die ein Anwender geöffnet hat. Die Farbansicht der virtuellen Desktops kann in den Einstellungen über Personalisierung\Farben\App-Modus auswählen angepasst werden.

In Windows 10 ist darüber hinaus die neue App „Verbinden“ verfügbar. Mit dieser können Anwender die Anzeige des Bildschirms auf andere Geräte beamen, wenn diese Miracast-fähig sind. Dazu muss die Hardware des Gerätes natürlich kompatibel mit Miracast sein. Ist sie das nicht, erscheint beim Starten der App eine Warnmeldung. Ist die Hardware kompatibel, zeigt Windows 10 das beim Starten der App an.

Windows 10 ist jetzt kompatibel mit Miracast und kann den Bildschirm über das Netzwerk streamen (Screenshot: Thomas Joos). [28]Windows 10 ist jetzt kompatibel mit Miracast und kann den Bildschirm über das Netzwerk streamen (Screenshot: Thomas Joos).

Mehr Sicherheit mit Windows Hello und ohne Wi-Fi Sense

Die Anmeldefunktionen mit Windows Hello bieten in der neuen Version mehr Möglichkeiten. In Zukunft soll auch die Anmeldung an Webseiten, Clouddiensten oder anderen Anwendungen über Funktionen in Windows Hello möglich sein. Außerdem will Microsoft mehr Geräte unterstützen, mit denen sich PCs besser anmelden lassen. Neben speziellen Webcams zur Anmeldung über Gesichtserkennung, soll Windows 10 auf Dauer auch das neue Microsoft Band 2 unterstützen.

Die Funktion zum Teilen von WLAN-Anmeldedaten hat Microsoft entfernt. Da nur wenige Nutzer die Funktion nutzen wollen, Anmeldedaten für WLANs mit ihren Kontakten zu teilen, dafür aber die Kritik zu dieser Funktion recht groß war, hat Microsoft die Technik ersatzlos gestrichen.

Schutz gegen Bloatware und Viren verbessert

Zusätzlich bietet Microsoft in Zukunft ein Tool [29]an, mit dem sich so genannte „Bloatware“, also Werbeanwendungen der PC-Hersteller entfernen lassen.

Über Einstellungen\Update und Sicherheit\Windows Defender steht die Option „Windows Defender Offline“ zur Verfügung. Mit der Schaltfläche dieser Option fährt der PC herunter und startet mit Windows Defender. Anschließend wird der Rechner gescannt und neu gestartet.

Bessere Update-Steuerung

Auch die Update-Steuerung hat Microsoft in Windows 10 verbessert. In den erweiterten Optionen der Update-Einstellungen steht die neue Option „Die Einrichtung meines Gerätes soll nach einem Update mit meinen Anmeldeinformationen automatisch abgeschlossen werden“. Die Aktivierung dieser Option ermöglicht es, dass Windows 10 nach einer Aktualisierung automatisch angemeldet wird, und die Installation automatisch fertig stellt. Das ist besonders für Teilnehmer am Windows Insider-Programm interessant, da die Aktualisierung zu einer neuen Build erst nach der Anmeldung fortgeführt und abgeschlossen wird.

In den erweiterten Optionen der Update-Einstellungen lässt sich festlegen, dass Windows 10 automatisch angemeldet wird, wenn die Aktualisierung abgeschlossen ist (Screenshot: Thomas Joos). [30]In den erweiterten Optionen der Update-Einstellungen lässt sich festlegen, dass Windows 10 automatisch angemeldet wird, wenn die Aktualisierung abgeschlossen ist (Screenshot: Thomas Joos).

In den Einstellungen zu den Updates können Anwender über den Link Nutzungszeit ändern festlegen, wann sie normalerweise mit dem Rechner arbeiten. Innerhalb dieser Zeit startet Windows 10 nicht automatisch, um zum Beispiel Updates zu installieren.

In den Update-Einstellungen legen Anwender auch die Arbeitszeiten an ihrem Rechner fest (Screenshot: Thomas Joos). [31]In den Update-Einstellungen legen Anwender auch die Arbeitszeiten an ihrem Rechner fest (Screenshot: Thomas Joos).

Über Neustartoptionen lässt sich wiederum fest definieren, wann der Rechner neu starten soll, um zum Beispiel die Installation von Updates abzuschließen. Bringt ein Update einen Rechner zum Absturz, zeigt Windows 10 jetzt einen QR-Code an, mit dem mit einem Smartphone oder Tablett direkt zur jeweiligen Support-Seite gewechselt werden kann.

HIGHLIGHT

Mehr Sicherheit im smarten Zuhause [9]

Wie Sie Ihr persönliches Internet der Dinge vor versteckten Gefahren schützen

Artikel von ZDNet.de: http://www.zdnet.de

URL zum Artikel: http://www.zdnet.de/88273919/windows-10-anniversary-update-neuerungen-fuer-endanwender/

URLs in this post:

[1] Windows 10: http://www.zdnet.de/themen/windows-10/

[2] Microsoft: http://www.zdnet.de/unternehmen/microsoft/

[3] Image: http://www.zdnet.de/wp-content/uploads/2016/07/Windows_10_Anniversary_Update.jpg

[4] Image: http://www.zdnet.de/wp-content/uploads/2016/07/win10-01.jpg

[5] Windows 10 1703 Creators Update mit USB-Stick installieren: http://www.zdnet.de/88293235/windows-10-1703-creators-update-mit-usb-stick-installieren/

[6] Image: http://www.zdnet.de/wp-content/uploads/2016/07/win10-02.jpg

[7] Image: http://www.zdnet.de/wp-content/uploads/2016/07/win10-03.jpg

[8] Image: http://www.zdnet.de/wp-content/uploads/2016/07/win10-04.jpg

[9] Mehr Sicherheit im smarten Zuhause: http://www.cnet.de/88169463/mehr-sicherheit-im-smarten-zuhause/

[10] Internet der Dinge: http://www.silicon.de/themen/iot/

[11] Image: http://www.zdnet.de/wp-content/uploads/2016/07/win10-15.jpg

[12] Image: http://www.zdnet.de/wp-content/uploads/2016/07/win10-16.jpg

[13] Image: http://www.zdnet.de/wp-content/uploads/2016/07/win10-20.jpg

[14] Image: http://www.zdnet.de/wp-content/uploads/2016/07/win10-13.jpg

[15] Image: http://www.zdnet.de/wp-content/uploads/2016/07/win10-19.jpg

[16] Image: http://www.zdnet.de/wp-content/uploads/2016/07/win10-05.jpg

[17] Image: http://www.zdnet.de/wp-content/uploads/2016/07/win10-12.jpg

[18] Google: http://www.zdnet.de/unternehmen/google/

[19] Chrome: http://www.zdnet.de/themen/chrome/

[20] Mozilla: http://www.zdnet.de/unternehmen/mozilla-foundation/

[21] Image: http://www.zdnet.de/wp-content/uploads/2016/07/win10-06.jpg

[22] Image: http://www.zdnet.de/wp-content/uploads/2016/07/win10-07.jpg

[23] Image: http://www.zdnet.de/wp-content/uploads/2016/07/win10-08.jpg

[24] Stromersparnis im Vergleich zu Chrome und Firefox in Windows 10: http://www.zdnet.de/88272507/microsoft-wirbt-mit-energieersparnis-fuer-browser-edge/

[25] Image: http://www.zdnet.de/wp-content/uploads/2016/07/win10-10.jpg

[26] Image: http://www.zdnet.de/wp-content/uploads/2016/07/win10-11.jpg

[27] Möglichkeiten der Bash: https://msdn.microsoft.com/commandline/wsl/about

[28] Image: http://www.zdnet.de/wp-content/uploads/2016/07/win10-09.jpg

[29] Tool : http://www.zdnet.de/88272415/microsoft-tool-entfernt-bloatware

[30] Image: http://www.zdnet.de/wp-content/uploads/2016/07/win10-17.jpg

[31] Image: http://www.zdnet.de/wp-content/uploads/2016/07/win10-18.jpg