US-Bundestaaten werfen Google und Facebook Absprachen bei Online-Anzeigen vor

Gemeinsam sollen sie den Wettbewerb für Online-Anzeigen eingeschränkt haben. Der Klage zufolge geht die Initiative jedoch von Google aus. Google soll außerdem AMP-Websites nutzen, um konkurrierende Werbeanbieter auszubremsen.

Facebook und auch Google steht neuer Ärger mit der US-Justiz ins Haus. Die Generalstaatsanwälte von 10 Bundesstaaten haben eine gemeinsame Klage gegen Google eingereicht. Sie wirft dem Internetkonzern wettbewerbsfeindliches Verhalten im Markt für digitale Anzeigen vor. Unter anderem soll Google mit Facebook Absprachen für bestimmte Werbetechnologien getroffen haben.

Google (Bild: Google)Im Zentrum der Klage steht Googles Rolle beim Kauf und Verkauf von Displayanzeigen. “ Die internen Dokumente von Google widerlegen das öffentliche Bild von schlauen Google-Ingenieuren, die auf ihrem sonnigen Campus in Mountain View Spaß haben, während sie versuchen, die Welt zu einem besseren Ort zu machen. Vielmehr hat Google, um seine Dominanz auf den Märkten für Online-Display-Anzeigen zu zementieren, wiederholt und schamlos gegen Kartell- und Verbraucherschutzgesetze verstoßen“, heißt es in der Klageschrift, die vom Generalstaatsanwalt von Texas eingereicht wurde.

Demnach kam es zu Absprachen zwischen Google und Facebook aufgrund einer Header Bidding genannten Technik, die 2014 eingeführt wurde. Damit können Websitebetreiber ihre Werbeplätze über verschiedene Werbenetzwerke anbieten, um möglichst hohe Gebote zu erhalten. Ursprünglich habe Facebook den Aufbau einer eigenen Plattform geplant, dies aber nach Gesprächen mit Google wieder aufgegeben. Der Internetkonzern soll dem Social Network im Gegenzug Vorteile bei eigenen Anzeigen-Auktionen gewährt haben.

Darüber hinaus soll Google Websitebetreibern sogar untersagt haben, sich am Header Bidding zu beteiligen, und zwar durch die Einführung der Accelerated Mobile Pages (AMP). Google habe AMP so gestaltet, dass Websitesbetreiber Gebote für konkurrierende Werbeplattformen über Googles eigene Werbeserver leiten müssten. Google erhalte so Einblicke in die Gebote seiner Konkurrenz und damit Insider-Informationen.

Google soll außerdem die Auslieferung von Anzeigen, die nicht auf AMP basieren, künstlich um eine Sekunden verzögert haben – um den Anschein zu erwecken, dass AMP-Websites schneller seien als, und um das Header Bidding zu verzögern.

„Google ist ein Billionen-Dollar-Monopol, das seine monopolistische Macht schamlos missbraucht und so weit geht, leitende Facebook-Führungskräfte zu veranlassen, einem Vertragsschema zuzustimmen, das den Kern des Wettbewerbsprozesses untergräbt“, sagte Paxton.

Ob die von Paxton angeführte Klage erfolgt haben wird, bleibt abzuwarten. Zumindest seine rechtliche Einschätzung zu den Beschwerdemöglichkeiten seines Bundesstaats in Bezug auf die Gültigkeit der US-Wahl stellte sich nachträglich als fehlerhaft heraus. Der angerufene Supreme Court wies seine Klagen gegen die Wertung der Ergebnisse in mehreren anderen Bundesstaaten als völlig unbegründet zurück.

Schon im Oktober hatte die US-Justiz Google die Bildung eines illegalen Monopols für Online-Suchdienste und zugehörige Werbedienste vorgeworfen. Google wies die Anschuldigungen des Department of Justice umgehend als unbegründet zurück.

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