Corona Warn-App: So wurde sie getestet

Heute wurde die Corona Warn-App veröffentlicht. Sie soll helfen, die Ausbreitung von COVID-19 einzudämmen. Die Entwicklung wurde und wird auf technologischer Seite im Hinblick auf die zentrale Komponente der Abstandsschätzung per Exposure-Notification-Schnittstelle eng von der Fraunhofer-Gesellschaft begleitet.

Mit der Veröffentlichung der Corona Warn-App will die Bundesregierung die Ausbreitung von COVID-19 auch mit einer Digitallösung eindämmen.

„Schon seit Ende April steht die Fraunhofer-Gesellschaft dem Projektkonsortium um SAP und Telekom bei dem wichtigen Vorhaben der Entwicklung einer deutschen Corona-Warn-App unter Herausgeberschaft des RKI beratend zur Seite“, erläutert Fraunhofer-Präsident Prof. Reimund Neugebauer. „Insbesondere bei der spezifischen technologischen Herausforderung der Optimierung und des effizienten Einsatzes der Exposure-Notification-Schnittstelle zur Abstandsschätzung ist das Fraunhofer-Institut für Integrierte Schaltungen IIS eingebunden. Die Forscherinnen und Forscher bringen ihr langjähriges Know-how für die Abstandsschätzung bei sich bewegenden Personen über den Signalaustausch zwischen Geräten nach dem Bluetooth-Low-Energy-Standard (BLE) ein.“

Fraunhofer testet Corona Warn-App (Bild: Fraunhofer)Der Test der Corona Warn-App erfolgte im Nürnberger Test- und Anwendungszentrum Lokalisierung, Identifikation, Navigation und Kommunikation L.I.N.K. des Fraunhofer IIS (Bild: Fraunhofer).

„Das Fraunhofer IIS berät und unterstützt das Projektkonsortium aus SAP und T-Systems bei der Spezifikation und Anwendung sowie durch Tests der so genannten Exposure-Notification-Schnittstelle zu Google und Apple und gibt hier Hinweise an die Projektpartner für die Implementierung«, esagt Prof. Albert Heuberger, Institutsleiter des Fraunhofer IIS. „Wir leisten dies durch technische Beratung, Bewertung von technischen Dokumenten und Mitwirkung in der Abstimmung von Funktionen und Formaten. Zusätzlich führen wir Vergleichs-Messungen zur Beurteilung der Abstandsschätzung durch. Im Rahmen unserer Tests konnte Optimierungspotential beispielsweise bei der API und der Antennen-Kalibrierung detektiert werden, das von den Betriebssystem-Anbietern mittlerweile adressiert beziehungsweise umgesetzt wurde.“

 "Das Fraunhofer IIS berät und unterstützt das Projektkonsortium aus SAP und T-Systems bei der Spezifikation und Anwendung sowie durch Tests der so genannten Exposure-Notification-Schnittstelle zu Google und Apple und gibt hier Hinweise an die Projektpartner für die Implementierung«, esagt Prof. Albert Heuberger, Institutsleiter des Fraunhofer IIS (Bild: Fraunhofer).„Das Fraunhofer IIS berät und unterstützt das Projektkonsortium aus SAP und T-Systems bei der Spezifikation und Anwendung sowie durch Tests der so genannten Exposure-Notification-Schnittstelle zu Google und Apple und gibt hier Hinweise an die Projektpartner für die Implementierung«, esagt Prof. Albert Heuberger, Institutsleiter des Fraunhofer IIS (Bild: Fraunhofer).

Methodisch korrekte API-Tests in simulierten Alltagssituationen

Laut Fraunhofer Gesellschaft wurden in diesem Zusammenhang entsprechende Tests in simulierten Alltagssituationen durchgeführt: Unter an die realen Situationen angepassten Bedingungen wurden die API und deren Kommunikation für Szenarien wie ÖPNV, Warteschlange, Restaurant und Party-Setting (wobei die Definition der Szenarien durch das RKI erfolgte) getestet und zusammen mit den Partnern SAP, Telekom und RKI diskutiert sowie die Konfiguration der App gemeinsam mit dem RKI angepasst. „Diese Tests kombinieren eine dynamische Ortsveränderung der Personen mit einer Echtzeit-Referenz-Schätzung der tatsächlichen Abstände“, erklärt Steffen Meyer, Head of Cooperative Systems and Locating Group am Fraunhofer IIS. „Diese Tests sind nur im Nürnberger Test- und Anwendungszentrum Lokalisierung, Identifikation, Navigation und Kommunikation L.I.N.K. des Fraunhofer IIS in dieser Form und methodisch korrekt möglich.“

Umfrage

Werden Sie die Corona Warn-App der Bundesregierung verwenden?

Ergebnisse anzeigen

Loading ... Loading ...

Bluetooth Low Energy (BLE) ist geeignet, um die Nähe zu anderen Endgeräten zu detektieren. Die spezifische Gerätekalibrierung liegt derweil bei den Anbietern/Herstellern. Die in dem Einsatzszenario der App durchgeführten Schätzungen und Mess-Intervalle entsprechen dem durch die Betriebssystem- und Geräteanbieter und somit Bereitsteller der relevanten Bluetooth-Schnittstelle Google und Apple aktuell eingeräumten technischen Rahmen.

Corona Warn-App (Bild: Bundesregierung)

Fraunhofer hatte die bisherigen Entwicklungen für eine App im Kampf gegen Corona schon im April in den Dienst einer Lösung auf Bundesebene gestellt. Das Konzept der Einbindung der relevanten Analytiklabore, die für die Durchführung der PCR-basierten Schnelltests auf COVID-19 zuständig sind, an die App geht ebenfalls auf eine Fraunhofer-Anregung zurück und wurde für die aktuelle Lösung übernommen. Weitergehende Konzepte für potenzielle Komponenten wie eine freiwillige begleitende Datenbereitstellung an das RKI zur künftigen Erforschung der Pandemie wurden ebenfalls von Fraunhofer vorgelegt.

WEBINAR

Webinar-Aufzeichnung: Auf zu neuen Höhen mit SkySQL, der ultimativen MariaDB Cloud

In diesem Webinar stellen wir Ihnen SkySQL vor, erläutern die Architektur und gehen auf die Unterschiede zu anderen Systemen wie Amazon RDS ein. Darüber hinaus erhalten Sie einen Einblick in die Produkt-Roadmap, eine Live-Demo und erfahren, wie Sie SkySQL innerhalb von nur wenigen Minuten in Betrieb nehmen können.

Themenseiten: COVID-19, Fraunhofer

Fanden Sie diesen Artikel nützlich?
Content Loading ...
Whitepaper

Artikel empfehlen:

Neueste Kommentare 

Noch keine Kommentare zu Corona Warn-App: So wurde sie getestet

Kommentar hinzufügen

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *