Samsung: Smartphonesparte meldet geringsten Gewinn seit Akku-Skandal des Note 7

Der operative Profit des Elektronikkonzerns schrumpft um 29 Prozent. Die Smartphonesparte verbucht ein Minus von fast 38 Prozent. Auch Halbleiter und Displays bringen weniger Gewinn ein als vor einem Jahr.

Samsung hat im vierten Quartal 2018 einen operativen Gewinn von 10,8 Billionen Won (8,45 Milliarden Euro) erwirtschaftet. Das entspricht einem Rückgang um 29 Prozent. Dazu trug unter anderem die Smartphonesparte bei, die mit 1,51 Billionen Won (minus 38 Prozent) ihren niedrigsten Profit seit dem 3. Quartal 2016 – also seit dem Akkuskandal um das Galaxy Note 7 – eingefahren hat.

Auch der Umsatz des Elektronikkonzerns war rückläufig. 59,27 Billionen Won (46,39 Milliarden Euro) entsprechen einem Minus von 10 Prozent. Trotzdem weist die Jahresbilanz ein Umsatzplus von fast zwei Prozent aus. Der Gewinn des Geschäftsjahrs kletterte sogar um fast zehn Prozent auf 58,89 Billionen Won.

„In der Sparte IT & Mobile Communications sanken die Smartphone-Lieferungen und –Preise im vierten Quartal in einem stagnierenden aber hart umkämpften Markt trotz starker saisonaler Nachfrage“, heißt es in einer Pressemitteilung von Samsung. „Das Netzwerkgeschäft verzeichnete jedoch Zuwächse durch die Installation von 5G-Geräten und den Ausbau von LTE-Netzen.“

Das schwache Ergebnis ist jedoch allen Geschäftsbereichen zuzuschreiben. Der Umsatz der Smartphonesparte reduzierte sich von 25,47 Billionen Won vor einem Jahr auf jetzt 23,32 Billionen Won. Die Halbleitersparte nahm nur noch 18,75 Billionen Won ein, statt 21,11 Billionen Won wie vor einem Jahr. Auch die Nachfrage nach Displays war offenbar rückläufig und bescherte Samsung nur noch Einnahmen von 9,17 Billionen Won (minus 17 Prozent).

Einziger Lichtblick war die eigentlich sonst schwache Consumer-Sparte. Produkte wie Fernseher, Waschmaschinen und Kühlschränke spülten in den Monaten Oktober bis Dezember 11,79 Billionen Won (minus 6 Prozent) in Samsungs Kasse, ihr operativer Gewinn kletterte indes um 23 Prozent auf 11,79 Billionen Won.

Im Smartphonesegment rechnet Samsung im Lauf des Jahres mit stagnierenden Absatzzahlen und steigenden Durchschnittspreisen. Das Galaxy S10 soll in den kommenden Monaten die Verkäufe ankurbeln – im Massenmarkt soll eine Reorganisation des Produktportfolios vorübergehend zu einem Rückgang der Verkäufe führen. „Insgesamt bleiben die Bedingungen aufgrund eines schwachen Wachstums des weltweiten Smartphonemarkt und steigender Materialkosten eine Herausforderung“, so Samsung weiter.

Das Halbleitergeschäft, das in den Vorquartalen für Wachstum sorgte, soll sich nach einem schwachen vierten Quartal bereits im zweiten Quartal 2019 erholen. Der Jahresgewinn soll zudem 2019 geringer ausfallen als im Vorjahr.

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