ACME CH305: Qi-Ladepad für doppeltes Schnellladen

Das Pad versorgt zwei aufgelegte Smartphones kabellos mit Ladestrom. Der Hersteller verspricht kurze Ladevorgänge dank einer Leistung von insgesamt 20 Watt. Noch immer nicht in Sicht ist Apples Qi-Ladematte AirPower - über ein Jahr nach der Ankündigung.

ACME hat mit CH305 ein für den drahtlosen Ladestandard Qi zertifiziertes Induktionsladegerät CH305 vorgestellt, das über eine doppelte Schnellladefunktion verfügt. Durch zwei nebeneinander angeordnete Ladespulen können somit zwei zum Qi-Laden geeignete Smartphones gleichzeitig aufgelegt und kabellos mit Ladestrom versorgt werden. Der Hersteller verspricht kurze Ladevorgänge dank einer Leistung von insgesamt 20 Watt.

(Bild: ACME)

Die Ladedistanz von 6 Millimetern soll zudem erlauben, Smartphones auch beim Nachladen in einer Schutzhülle zu belassen. Einem versehentlichen Abrutschen der Geräte wirken Gummi-Applikationen entgegen. Eine LED-Anzeige bestätigt richtig aufgelegte und mit Strom versorgte Geräte.

Das ACME CH305 kommt zum empfohlenen Preis von 40 Euro in den Verkauf. Neben dem Induktionsladepad gehören Netzteil und Handbuch zum Lieferumfang.

(Bild: ACME)

Bis heute nicht erhältlich ist hingegen AirPower, das vor über einem Jahr angekündigte drahtlose Ladesystem von Apple. Diese Qi-Ladematte sollte sogar drei Geräte gleichzeitig laden – ein iPhone, eine Apple Watch sowie ein Lade-Case für AirPods-Kopfhörer – und wurde im Herbst 2017 während der offiziellen Vorstellung von iPhone X angekündigt. „Das ist mit den gegenwärtigen Standards nicht möglich“, sagte Apples Marketingchef Schiller damals. „Aber unser Team weiß, wie das zu bewerkstelligen ist.“

Obwohl Apples Ladematte noch im letzten Jahr in den Verkauf kommen sollte, geschah das auch in diesem Jahr nicht. Stattdessen verschwanden auf Apples Website fast alle Hinweise darauf, bis AirPower gerade noch in einer Liste der von Apple geschützten Marken auftauchte.

Im September hörte der Apple-nahe Blogger John Gruber, dass sich die Apple-Ingenieure mit ihrem Vorhaben ganz klar übernahmen. Sie wollten demnach eine Anzahl von Ladespulen in einem kompakten System unterbringen, und das habe zu erheblichen Hitzeproblemen geführt, wie von skeptischen Entwicklern vorhergesehen.

Die Hitzeentwicklung der AirPower-Systeme soll wiederum ganz erheblich die Ladeleistung beeinträchtigt und gleichzeitig zu einer starken Erwärmung der zu ladenden Geräte geführt haben. Befürchtet wurde sogar, unbewältigte technische Probleme könnten zum endgültigen Aus für das drahtlose Ladesystem führen. Nach Grubers Einschätzung blieb den Ingenieuren nichts anderes übrig, als noch einmal ganz von vorn anfangen – oder Apple müsse die Produktentwicklung einzustellen. Der mit Apples Lieferkette gut vernetzte Analyst Ming-Chi Kuo rechnet jedoch noch immer mit der bevorstehenden Einführung von AirPower – aber wohl eher erst Anfang 2019.

Themenseiten: Apple, Mobile, Peripherie, Smartphone

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