Börsengang: Opera erlöst 115 Millionen Dollar

Das Unternehmen bringt 9,6 Millionen Aktien im Umlauf. Der Ausgabepreis liegt bei 12 Dollar. Den ersten Handelstag beendet das Papier mit einem Plus von 9,25 Prozent und einem Kurs von 13,11 Dollar. Von privaten Investoren erhält Opera weitere 60 Millionen Dollar.

Opera hat am vergangenen Freitag erfolgreich seinen Börsengang abgeschlossen. Insgesamt brachte das Unternehmen 9,6 Millionen Anteilscheine im Umlauf zum Preis von 12 Dollar je Aktie. Der Ausgabepreis lag somit am oberen Ende der zuvor genannten Spanne von 10 bis 12 Dollar. Das Initial Public Offering (IPO) spülte insgesamt 115 Millionen Dollar in Operas Kasse.

Opera (Bild: Opera)Den ersten Handelstag begann die Aktie mit einem Kursgewinn von 28 Prozent, der sich im Lauf des Tages bei rund 10 Prozent einpendelte. Mit Börsenschluss am Freitag kostete das Papier 13,11 Dollar, was einem Plus von 9,25 Prozent entspricht. Im nachbörslichen Handel verlor die Aktie jedoch 0,11 Dollar oder 0,84 Prozent.

Opera handelt seine Aktie mit dem Symbol OPRA an der New Yorker NASDAQ. Es handelt sich um sogenannte American Depositary Shares. Sie erlauben es einem ausländischen Unternehmen wie dem norwegischen Browseranbieter, seine Anteilsscheine in den USA anzubieten.

Opera ist 1995 aus einem Forschungsprojekt des norwegischen Telekommunikationsanbieters Telenor hervorgegangen. Seit 2016 gehört das immer noch in Oslo ansässige Unternehmen einem chinesischen Konsortium. Im Browsermarkt lag Opera immer hinter den jeweiligen Marktführern. Der Browser schaffte es jedoch, sich trotz aller Veränderungen inzwischen 24 Jahre lang im Markt zu halten.

Opera erhält weitere 60 Millionen Dollar von privaten Investoren

Operas Kapitaldecke wurde zudem durch eine Investition von 60 Millionen Dollar erhöht. Das Geld kommt von Tospring Technology, einem Anbieter von Bitcoin-Mining-Computern, IDG Capital Fund und IDG Capital Investors. Darüber hinaus hatten die Unterzeichner des IPO die Option, weitere 1,44 Millionen Aktien in Umlauf zu bringen.

„Das bringt uns bis zu etwa 190 Millionen Dollar ein“, sagte Frode Jacobsen, Chief Financial Officer von Opera. Das Unternehmen werde das Geld für Akquisitionen oder den Ausbau von Operas Nachrichten-Service und –App benutzen.

2017 erwirtschaftete Opera einen Gewinn von 6,1 Millionen Dollar bei Einnahmen von 128,9 Millionen Dollar. Im Jahr zuvor lag der Umsatz bei 107,3 Millionen Dollar – und der Verlust bei 12,7 Millionen Dollar. Im ersten Quartal übertraf der Gewinn zudem den Überschuss des Geschäftsjahrs 2017 um 0,5 Millionen Dollar. Wichtigste Einnahmenquellen sind Partnerschaften mit Suchanbietern wie Google und Yandex.

Aus einer Börsenpflichtmeldung geht zudem hervor, dass Opera mehr als 320 Millionen monatlich aktive Nutzer hat, davon 264 Millionen auf mobilen Geräten und 57 Millionen auf Desktops. Die auf künstlicher Intelligenz aufbauende Nachrichten App Opera News hat rund 90 Millionen Nutzer. Sie ist Jacobsen zufolge für die finanzielle Kehrtwende im Jahr 2017 verantwortlich. Durchschnittlich sollen Nutzer täglich 32 Minuten in der App verbringen.

Zu Online-Werbung hat Opera indes ein gemischtes Verhältnis. Zwar finanziert sich die News-App ausschließlich über eingeblendete Anzeigen, seine Browser stattet es aber trotzdem mit einem Ad-Blocker aus, den Nutzer jedoch manuell aktivieren müssen. Als Grund dafür nennt Opera „schlechte“ Werbung, die Ressourcen verschwendet, das Laden von Websites verzögert und auf mobilen Geräten die Akkulaufzeit reduziert.

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