Apple verabschiedet sich vom Router-Geschäft

Der Ausstieg kommt wenig überraschend. Zuletzt hatte Apple seine Produktlinie vor fünf Jahren aktualisiert. Router mit MESH-Support oder Unterstützung von 802.11ax hat Apple nie entwickelt.

Apple wird den Verkauf seiner AirPort-Router einstellen. Das hat der Konzern gegenüber iMore bestätigt. Der Schritt kommt wenig überraschend. Bereits seit fünf Jahren hat Apple seine Produktlinie im Routerbereich nicht mehr aktualisiert. Neue Modelle von AirPort Extreme und AirPort Time Capsule wurden zuletzt im Juni 2013 mit 802.11ac-Unterstützung vorgestellt. Die AirPort-Express-Linie wurde seit 2012 nicht mehr aktualisiert.

Apple AirPort Extreme (Bild: Apple)Bereits seit 2013 hat Apple keine neuen Modelle seiner Router vorgestellt (Bild: Apple).

Solange der Vorrat reicht, können Kunden die AirPort-Router noch in Apple Stores, online und über autorisierte Wiederverkäufer erwerben. Auf eine Preissenkung verzichtet Apple. Immerhin sollen die Geräte für die nächsten fünf Jahre mit Service und Ersatzteilen unterstützt werden.

Während 802.11ac zum Zeitpunkt des letzten AirPort-Updates die neueste Wi-Fi-Technologie war, werden die heutigen modernen Router mit 802.11ax der nächsten Generation entwickelt. Das neue, ultraschnelle Wi-Fi, das voraussichtlich 2019 die Masseneinführung erreichen wird, ist der erste Standard, der sich nicht nur auf höhere Geschwindigkeiten konzentriert, sondern auch die Netzwerkkapazität bei hoher Nutzung verbessert.

802.11ax-Netzwerke sollten in überfüllten Situationen viermal so viele Daten wie die heutigen 802.11ac-Netzwerke zu jedem Gerät leiten können, zum Teil durch die Übertragung von Daten auf bestimmte Telefone, PCs und andere Geräte, anstatt einen ganzen Raum mit Funksignalen zu versorgen. Auch MESH-fähige Geräte hat Apple nie entwickelt.

Während Apple noch vor wenigen Jahren zahlreiche IT-Produkte rund um den Mac bereitgestellt hat, verabschiedet sich die Firma nach und nach von dem ganzheitlichen Ansatz, sämtliche Produkte aus einer Hand anzubieten. Bereits 2017 hat sich die Firma aus dem Monitor-Geschäft verabschiedet. Nun folgt das Aus für die Router. Und auch die Aktualisierung seiner Desktop-Rechner ist ins Stocken geraten. Offensichtlich konzentriert sich der iPhone-Hersteller ganz auf die Fertigung von Smartphones. Denn in diesem Bereich investiert Apple Milliarden.

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