Ink to Code – Windows 10-App wandelt Skizzen in Code um

Es soll das Prototyping von Code beschleunigen. Handgezeichnete Entwürfe lassen sich damit in Visual Studio übertragen. Ungenauigkeiten der Zeichnungen glättet Ink to Code aus.

Microsoft stellt eine neue Windows-10-App vor. Ink to Code wandelt handgezeichnete Skizzen in ausführbaren Code um. Damit sollen Entwickler von Apps für Universal Windows Platform oder Android schneller als bisher Prototypen entwickeln können.

Ink to Code wandelt Skizzen in Textfelder, Buttons oder Bildfelder in einer App um. Eine vollständige Anwendung kann man damit aber noch nicht entwickeln, lediglich die ersten Schritten sollen damit schneller erledigt werden können (Bild: Microsoft) Ink to Code wandelt Skizzen in Textfelder, Buttons oder Bildfelder in einer App um. Eine vollständige Anwendung kann man damit aber noch nicht entwickeln, lediglich die ersten Schritten sollen damit schneller erledigt werden können (Bild: Microsoft)

Ink to Code automatisiert damit die Umwandlung von einer Skizze, die man auf einer Serviette kritzelt in Code. Statt mit Papier und Stift verwenden die Entwickler dann einen Stylus und ein Gerät mit Touchscreen. Das Projekt, das mit der Hilfe von Xamarin und einige MIT-Studenten entstanden ist, ist derzeit lediglich in den USA und in Kanada verfügbar.

Die Skizzen und Entwürfe werden automatisch in der Größe korrigiert und begradigt, damit symmetrische Boxen, die die Elemente einer Seite bilden entstehen. Diese Informationen können mit der Windows-10-App in Visual Studio oder Xamarin, einem Microsoft-Tool für mobile Entwicklung übertragen werden.

Ink to Code kann zwar keine fertige App liefern, soll jedoch die ersten Schritte der Entwicklung vereinfachen und beschleunigen, indem gezeichnete Vorlagen in Labels, Textfelder, Absätze, Bilder oder Buttons umgewandelt werden können.

Die App ist in dem Entwicklerlabor Garage bei Microsoft entstanden. Das Projekt nutzt die Machine-Learning-Features in Windows 10, um die Objekte erkennen zu können. Derzeit soll das Tool vor allem die ersten Schritte bei der Entwicklung einer App beschleunigen. Doch Microsoft sieht offenbar auch Potential für Ink to Code als Collarboration-Tool, vor allem für Nutzer, die an der Schnittstelle zwischen Design und Coding sitzen. Auch als Produktivitätstool für die Entwicklung von Ideen könnte sich das Projekt nutzen lassen.

„Wir alle kennen als Entwickler diese Situation. Die Ideen für eine App auf ein Blatt Papier zu bringen ist vermutlich der schnellste und natürlichste Weg in einem Brainstorming“, erklärt Alex Corrado, Senior-Entwickler im Xamarin Designer Team. „Aber dann muss man diese Skizze in Code umwandeln und ehe man es sich versieht, hat man 10, 10, 30 Iterationen der Skizze beisammen.“

Mit der App soll nun die natürliche Neigung, eine Skizze zu entwerfen über eine Brücke zwischen Analog und Digital verbunden werden und dafür sorge nun die Erweiterungsapp für Visual Studio. Mit dem Windows 10 Fall Creators Update optimiert Microsoft Smart Ink mit Hilfe von künstlicher Intelligenz auch die Erkennung von Zeichnungen und Schrift. Diese neue Funktion macht sich auch das Ink-to-Code-Team zu nutze.

Microsoft spricht von einem Prototypen für Prototypen. Daher wird das Tool zunächst auch weiterhin als Garage-Projekt geführt und soll in diesem Rahmen noch mit weiteren Features erweitert werden.

HIGHLIGHT

EMM – ein nützliches Werkzeug zur Einhaltung der DSGVO

Am 25. Mai 2018 tritt die europäische Datenschutzgrundverordnung (EU-DSGVO) in Kraft. In diesem Dokument finden Unternehmen Rahmenbedingungen, mit denen sie ihre Richtlinien für mobilen Datenschutz und mobile Sicherheit sowie die Durchsetzungskonzepte bewerten können.

Themenseiten: Anwendungsentwicklung, App, Creators Update, Microsoft, Window 10

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Neueste Kommentare 

1 Kommentar zu Ink to Code – Windows 10-App wandelt Skizzen in Code um

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  • Am 28. Januar 2018 um 8:33 von Mac-Harry

    Sehr cool. Davon könnte es mehr geben. So wie auch Swift von Apple. Richtige Richtung.

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