LG zeigt per Smartphone steuerbare Haushalts-LED

Der Anwender kann über Android oder iOS die Helligkeit verstellen und einen festen Zeitplan vorgeben. Unter Android ab Version 4.3 gibt es auch einen Lichtorgel-Modus für Partys. In Südkorea soll der 10-Watt-Leuchtkörper für 23 Euro verkauft werden.

LG Lighting hat in Südkorea eine LED-basierte Haushaltslampe im Glühbirnenformat vorgestellt, deren Helligkeit sich über eine Smartphone- und Tablet-App regulieren lässt. Natürlich kann man den Leuchtkörper darüber auch ein- und ausschalten. Zudem ist es möglich, feste Zeiten zu vergeben, zu denen sich die Lampe selbst ein- und ausschaltet.

Laut der Nachrichtensite Tech Times hat LG einen Preis von 35.000 koreanischen Won angegeben (rund 23 Euro). Die zugehörige App erfordert iOS 6 oder höher beziehungsweise Android 4.3 oder höher und einen Bluetooth-Chip. Ein Termin für die Markteinführung wurde nicht genannt, und es bleibt unklar, ob sie überhaupt je nach Europa kommt.

LG nennt eine Reihe von Einsatzzwecken. Beispielsweise kann sich die Leuchtdiode auch dann einschalten, wenn der Nutzer aus dem Haus ist, was Einbrecher abschrecken soll und Security-Modus heißt. Außerdem gibt es einen Party-Modus, der die LED zur Lichtorgel macht, die im Takt der Musik aufblitzt – allerdings nur unter Android, nicht unter iOS.

LG verspricht 80 Prozent weniger Stromverbrauch als bei einer traditionellen Glühlampe, was kaum verwundert, handelt es sich doch um eine LED mit 10 Watt, die etwa so viel Leuchtkraft hat wie eine 60-Watt-Wolfram-Glühlampe. Bei 5 Stunden Einsatz täglich nennt der Hersteller etwa 10 Jahre Lebensdauer.

Mit der Fernsteuerfunktion per Bluetooth gibt die LED einen Vorgeschmack aufs Internet der Dinge, auch wenn sie selbst keine Internetanbindung mitbringt. Künftig könnte sich die komplette Haushaltselektrik und -elektronik per Smartphone überwachen und steuern lassen. Google hat dieses Jahr im Hinblick auf ein solches „Smart Home“ schon Nest Labs für 3,2 Milliarden Dollar gekauft, einen Hersteller intelligenter Messgeräte, insbesondere von Thermostaten und Rauchmeldern.

Im Bereich Heimvernetzung kann Internet der Dinge auch bedeuten, dass das Handy als Schlüssel für die Haustür dient. Dazu kommentiert etwa Sicherheitsforscher Daniel Crowley von Trustwave: „Es dürfte mit einigem Aufwand verbunden sein, ein solches Szenario in die Tat umzusetzen, aber wenn ein erfolgreicher Einbruch in einen Server bedeutet, dass man 100, 1000 oder 10.000 Häuser plündern kann, ist es den Aufwand wert – und da liegt die wirkliche Gefahr.“

Mit dem Internet verbundene Smart Devices können neben Haushaltsgeräten aber auch Industriemaschinen und Autos bis hin zu Smartphones sein. Sie alle werden irgendwann miteinander kommunizieren können und dabei Unmengen an Daten generieren. Einer dieses Jahr von Cisco vorgelegten Studie zufolge sollen 2017 schon 3,6 Milliarden Internetnutzern 19 Milliarden Netzwerkverbindungen gegenüberstehen. 2020 erwartet das Unternehmen 50 Milliarden mit dem Internet verbundene Geräte.

[mit Material von Steve McCaskill, TechWeekEurope.co.uk]

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