Oki zeigt Platine mit integriertem Akku

Der Lithium-Ionen-Stromspeicher ist als 170-Mikrometer-Beschichtung aufgebracht. Seine Einbettung in den Schaltkreis minimiert die Auswirkungen von Stromlecks. Die Technik könnte in Handys oder Autokomponenten zum Einsatz kommen.

Oki Printed Circuits hat auf der Messe JPCA in Tokio eine Technologie demonstriert, die einen Lithium-Ionen-Akku auf einer gedruckten Platine (Printed Circuit Board, PCB) integriert. Der Akku ist als 170 Mikrometer starke Beschichtung aufgebracht, das Board selbst 0,8 Millimeter dick.

Oki will das Produkt im Lauf des kommenden Jahrs kommerziell anbieten. Laut PhysOrg gibt es bisher kaum Platinen mit integrierter Energieversorgung. Einige Handyplatinen immerhin weisen einen doppelschichtigen Kondensator auf, der Energie speichern kann. Aus solchen Kondensatoren tritt aber gelegentlich ungewollt Strom aus, was den Akku frühzeitig leeren kann. Bettet man den Stromspeicher komplett in den Schaltkreis ein, minimiert dies das Problem.

Der von Oki integrierte Akku liefert 4,2 Volt und speichert 0,7 Milliampèrestunden – genug, um eine LED-Lampe ein- und auszuschalten. Wenn künftig eine Skalierung gelingt, könnte man damit auch elektronische Geräte versorgen.

Der Blog The Green Optimistic sieht eine Verwendbarkeit der Technik vor allem im Fahrzeugbau: „Elektro-Autos könnten von eingebetteten Batterien profitieren, die verschiedene Teile des Fahrzeugs antreiben. Wenn sie kaputt gehen, ließen sich solche integrierte Akkus leichter und billiger wechseln als eine einzige, große Batterie.“

Ein Durchbruch wäre insbesondere dann möglich, wenn man solche Stromspeicher aus nicht giftigen Materialien fertigen und sie mit Strom aus erneuerbaren Energien laden könnte.

Prototyp einer Platine mit integriertem Akku (Bild: Oki)
Prototyp einer Platine mit integriertem Akku (Bild: Oki)

Themenseiten: Green-IT, Hardware, Oki, Prozessoren

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