Sparsam und leicht verwaltbar: fünf Thin-Clients im Vergleich

Die meisten IT-Manager haben Thin-Clients schon vor Jahren als wenig Erfolg versprechende Technologie abgehakt. Doch nach jüngsten Entwicklungen lohnt es sich, einen zweiten Blick auf den wartungsarmen PC-Ersatz zu werfen.

Bei Thin-Clients wird die Ausführung von Programmen vom Desktopgerät auf den Server ausgelagert. Sofern man über ein zuverlässiges 100-MBit/s-Netzwerk verfügt, kann der Großteil der weniger anspruchsvollen Datenverarbeitungsaufgaben, zum Beispiel Textverarbeitung, Kalkulationstabellen, E-Mail, Internet-Surfen, Point-of-Sale (POS), CRM, Buchhaltung und Bestandsverwaltung und -kontrolle, problemlos von Thin-Clients übernommen werden. Und wenn man ehrlich ist, dreht sich der Großteil des beruflichen Desktop-Einsatzes um diese oder ähnliche Anwendungen.

Zurzeit werden mehrere servergestützte Anwendungen zum Einsatz von Thin-Client-Umgebungen verwendet: Sun Solaris, Microsoft Windows Terminal Services (auf der Basis des RDP-Protokolls) und Citrix-Umgebungen (auf der Basis des ICA-Protokolls) auf einem Windows- oder Unix-gestützten Server beziehungsweise einer Serverfarm.

„Na und?“ Vielfach wird die Meinung vertreten, dass Hardware für Desktop-PCs billig genug zu haben sei, so dass sich Einsparungen durch billigere Hardware im Thin-Client-Modell gegenüber „echten“ PCs quasi erübrigten. Das ist zwar richtig, betrachtet man aber die Vorzüge dieses Modells, wird man feststellen, dass manche der Gesamtersparnisse viel des negativen Images, mit dem diese Art Computing behaftet ist, wieder aufwiegt. Thin-Clients bedeuten zwar nicht das Ende aller Desktop-PCs, stellen aber potentiell einen Bereich dar, den viele Unternehmen – insbesondere IT-Abteilungen – bei ihrer Suche nach neuen Desktops ignorieren, handelt es sich hier doch im Vergleich zum Altvertrauten um eine „zu fremde“ Technologie.

Seit dem Aufkommen extrem leistungsfähiger und relativ günstiger Server sollte ein Unternehmen auch Thin-Clients ins Auge fassen, wenn ein Austausch oder eine Erweiterung der Hardware ansteht.

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Neueste Kommentare 

2 Kommentare zu Sparsam und leicht verwaltbar: fünf Thin-Clients im Vergleich

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  • Am 19. Februar 2004 um 12:34 von Manfred Jänecke

    Haben wir da nicht etwas vergessen ?
    Okay, die Thin-Clients haben da schon etwas bestechendes. Nur bei diesem Test fehlen meiner Meinung nach 2 Kostenfaktoren: Die Kosten für den Server, auf dem die Programme simultan laufen und die Software für den Simultanbetrieb, sprich CITRIX. Und nun gehen sie mal von 20 Nutzern aus. Ich glaube, die Thin-Client-Lösungen sind etwas für Firmen mit mehr als 50 Bildschirmarbeitsplätzen, am besten noch verteilt über mehrere Standorte.

  • Am 11. Februar 2004 um 20:21 von Christian Walter

    Einfach gut recherchiert ! Daumenhoch …
    Dies ist genau die Art Bericht, welche in den vergangenen 4 Wochen gesucht habe. Momentan planen wir den Einsatz von Thin-CLients mit Citrix und dieser Bericht hat uns in unserer Entscheidung geholfen. Euphorisch gesagt, sogar ein Stück weitergebracht. Danke !

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