Huawei: Umsatz steigt im ersten Halbjahr 2019 um 23,3 Prozent

Huawei erzielt im ersten Halbjahr 2019 einen Umsatz von 401,3 Milliarden CNY. Besonders gut hat sich der Consumer-Bereich mit insgesamt 118 Millionen verkauften Smartphones entwickelt.

Der chinesische Elektronikonzern Huawei hat seine Geschäftsergebnisse für das erste Halbjahr 2019 bekanntgegeben. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum ist der Umsatz um 23,2 Prozent auf 401,3 Milliarden CNY (51,4 Milliarden Euro) gestiegen. Die Netto-Profit-Marge beträgt 8,7 Prozent.

Im Carrier-Geschäft erreicht der Umsatz im ersten Halbjahr 146,5 Milliarden CNY (18,8 Milliarden Euro). Bis jetzt hat Huawei 50 kommerzielle 5G-Verträge abgeschlossen und mehr als 150.000 Basisstationen an Märkte in aller Welt geliefert.

Huawei ist international führend in Sachen 5G-Technik (Bild: ZDNet.de)Huawei ist international führend in Sachen 5G-Technik (Bild: ZDNet.de)

Das Enterprise-Geschäft hat im ersten Halbjahr einen Umsatz von 31,6 Milliarden CNY (4,04 Mrd. EUR) erzielt. Huawei erweitert sein ICT-Portfolio in verschiedenen Bereichen, darunter Cloud, künstliche Intelligenz, Campusnetzwerke, Rechenzentren, IoT und intelligentes Computing. Das Unternehmen bleibt nach Aussagen des Vorstandsvorsitzenden Liang Hua ein zuverlässiger Lieferant für Regierungskunden und Versorgungsunternehmen sowie für Kunden aus den Bereichen Finanzen, Transport, Energie und der Automobilindustrie.

Huawei: Enterprise (Bild: ZDNet.de)Huawei bietet auch für Unternehmenskunden zahlreiche Lösungen (Bild: ZDNet.de).

Der Consumer-Bereich hat im ersten Halbjahr einen Umsatz von 220,8 Milliarden CNY (28,3 Milliarden Euro) erreicht. Huaweis Smartphone-Lieferungen (einschließlich Honor) erreichten 118 Millionen Einheiten, ein Plus von 24 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Das Unternehmen verzeichnete ebenfalls ein hohes Wachstum bei den Lieferungen von Tablets, PCs und Wearables. Bis heute hat das Huawei Mobile Services-Ökosystem mehr als 800.000 registrierte Entwickler und 500 Millionen Nutzer weltweit.

Huawei-Geschäft in Shanghai (Bild: ZDNet.de)Huawei-Geschäft in Shanghai (Bild: ZDNet.de)

„Der Umsatz ist bis Mai schnell gestiegen“, sagt Liang. „Angesichts der im ersten Halbjahr gelegten Grundlagen sehen wir auch nach der Aufnahme in die US-Sanktionsliste weiterhin Wachstum. Das heißt nicht, dass wir keine Schwierigkeiten haben. Das haben wir und sie können das Tempo unseres Wachstums kurzfristig beeinflussen. Aber wir werden den Kurs beibehalten. Wir sind sehr zuversichtlich, was die Zukunft angeht und wir werden weiterhin wie geplant investieren – darunter in diesem Jahr insgesamt 120 Milliarden CNY (15,6 Milliarden Euro) in Forschung und Entwicklung. Wir werden diese Herausforderungen meistern und sind zuversichtlich, dass Huawei in eine neue Wachstumsphase eintreten wird, nachdem das Schlimmste hinter uns liegt.“

Huawei-Zahlen: 2015-2019 (Tabelle: ZDNet.de)

Da Huawei keine Halbjahreszahlen der einzelnen Geschäftsbereiche für 2018 veröffentlicht hat, ist ein Vergleich zum Vorjahr nur für den Gesamtumsatz möglich. Der Blick auf die Jahresergebnissen der vergangenen Jahre verrät allerdings weitere Details. Dabei zeigt sich, dass vor allem der Consumer-Bereich in den letzten Jahren erheblich zum Wachstum des Unternehmens beigetragen hat. Während 2015 der Anteil am Umsatz für Smartphones & Co. nur 33 Prozent betrug, liegt er 2018 bereits bei 48,4 Prozent. Das Carrier-Segment erzielt 2018 einen Umsatzanteil von 40,8 Prozent, während es 2015 noch für 59 Prozent des Umsatzes verantwortlich war. Das Geschäft mit Unternehmenskunden kommt auf einen Umsatzanteil von 10,3 Prozent. 2015 betrug dieser nur 7 Prozent.

Wie stark das Unternehmen gewachsen ist, zeigt sich an den Umsatzzahlen der vergangenen Jahre. Bereits im ersten Halbjahr 2019 erzielte Huawei höhere Einnahmen als im gesamten Jahr 2015. Sollte das Geschäft weiter so gut laufen wie im ersten Halbjahr, könnte der Konzern 2019 das höchste Wachstum seit 2016 erzielen. Diese Erfolgsaussichten werden allerdings durch die US-Sanktionen bedroht. Sollten diese auch in der zweiten Jahreshälfte bestehen bleiben, könnte das Geschäft schlechter laufen als gedacht.

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