Google Suche integriert Feed und Activity Cards

Die Activity Cards fassen mehrere Suchanfragen zu einem Thema zusammen. Sie lassen sich zudem künftig als Sammlung speichern. Der Discover genannte News-Feed will für Nutzer relevante Informationen liefern, ohne dass ein Suchbegriff eingegeben werden muss.

Google hat neue Funktionen für seine Suchmaschine angekündigt, die in dieser Woche 20 Jahre alt wird. Sie sollen vor allem Nutzern bei komplexeren Suchanfragen helfen, beispielsweise zu Gesundheitsthemen, dem nächsten Urlaub oder einem neuen Job – also zu Fragen, die sich normalerweise nicht mit einer einzelnen Suchanfrage beantworten lassen.

Google (Bild: Google)Eine Neuerung nennt Google Activity Cards. Sie erscheinen in der Ergebnisliste, sobald mehrere Anfragen zu einem Thema gestartet wurden. Die Karte zeigt die vorherigen Suchbegriffe zu diesem Thema an und schlägt weitere Inhalte vor. Darüber hinaus ist es möglich, vorherige Suchanfragen in einer Sammlung zusammenzufassen und zu speichern.

Im mobilen Browser stellt Google außerdem künftig einen News-Feed namens Discover zur Verfügung. Er bietet Inhalte an, die den Nutzer interessieren könnten, wie Artikel über Restaurants oder die Lieblingsmannschaft. Discover soll den Zugriff auf Informationen ohne Eingabe eines Suchbegriffs ermöglichen.

Der Bildersuche spendiert Google einen neuen Look und einen neuen Ranking-Algorithmus. Außerdem wird Google Lens, mit dem sich Informationen zu Objekten in Fotos abrufen lassen, in die Bildersuche integriert.

Neu sind auch an Instagram angelehnte Stories. Sie fassen mithilfe künstlicher Intelligenz Inhalte beispielsweise zu berühmten Persönlichkeiten zusammen. Darüber hinaus soll die Suche künftig mehr Video-Inhalte liefern, die zu einer aktuellen Suchanfrage passen. Dabei soll es nicht erforderlich sein, dass gesamte Video wiederzugeben – Google wählt einen 30-Sekunden-Ausschnitt aus, der zur Suchanfrage passt.

„Als Google vor 20 Jahren begann, war es unsere Mission, die Informationen der Welt zu organisieren und sie allgemein zugänglich und nutzbar zu machen. Das schien damals eine unglaublich ehrgeizige Mission zu sein, selbst wenn man bedenkt, dass das Internet 1998 nur 25 Millionen Seiten umfasste (was in etwa dem Wert von Büchern in einer kleinen Bibliothek entspricht)“, schreibt Ben Gomes, Vice President für Suche, News und Assistant bei Google, in einem Blogeintrag. „Heute indizieren wird Hunderte von Milliarden Seiten in unserem Index – mehr Informationen, als alle Bibliotheken der Welt aufnehmen können.“

Im Mittelpunkt stehe aber weiterhin der Nutzer. Googles Ziel sei es, die relevantesten und hochwertigsten Informationen so schnell wie möglich zur Verfügung zu stellen. Jeden Tag verarbeite Google mehrere Milliarden Suchanfragen, von denen jeweils rund 15 Prozent neu seien.

Die Google-Suche gilt heute als einer der wichtigsten Zugänge zu Informationen und Nachrichten. Deswegen gerät der Internetkonzern auch immer wieder in die Kritik, unter anderem weil Nutzer sich blind darauf verlassen müssen, dass Googles Algorithmen nicht nach anderen Kriterien als Relevanz sortieren.

In den USA droht dem Unternehmen nun eine Kartelluntersuchung. Kartellwächter und Justiz sollen möglicherweise auch prüfen, ob Google Inhalte beeinflusst oder gar verfälscht. Das unterstellte zuletzt zumindest der US-Präsident Donald Trump mehrfach, nachdem er bei einer Suche nach „Trump News“ fast ausschließlich mit schlechten Nachrichten über seine Person konfrontiert wurde.

Die EU-Kommission kam im Juni 2017 zu dem Ergebnis, dass Google seine marktbeherrschende Stellung als Suchmaschinenbetreiber missbraucht und seinen eigenen Preisvergleichsdienst gegenüber Mitbewerbern bevorzugt hat. Sie verhängte eine Geldstrafe von 2,4 Milliarden Euro. Google legte jedoch Beschwerde gegen das Urteil ein, über die bisher allerdings noch nicht entschieden wurde.

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