Studie identifiziert IT-Optimierungsbedarf bei deutschen Unternehmen

Container-Infrastrukturen haben aktuell die höchste Investitionspriorität, wie eine Studie des IT-Management-Anbieters SolarWinds zeigt. Allerdings zeigt die Studie auch unterschiedliche Auffassungen zwischen der IT-Abteilung und der Geschäftsleitung.

Mit Cloud Computing will derzeit die Mehrheit der deutschen Unternehmen die digitale Transformation stemmen. Gleichzeitig birgt für viele Anwender die Cloud auch die größten Herausforderungen. Das zeigt der aktuelle Studie SolarWinds IT Trends Report 2018.

Wichtig sind auch Themen wie Automatisierung und Container, doch auch hier scheinen viele Anwender Probleme mit der Optimierung der Performance zu haben. Gleichzeitig sollen damit auch die Potentiale neuer Technologien wie Machine Learning oder künstliche Intelligenz vorangetrieben werden.

Die wichtigsten Technologien derzeit sind laut SolarWinds-Studie Cloud und hybride Umgebungen, Automatisierung und Container (Bild: SolarWinds) Die wichtigsten Technologien derzeit sind laut SolarWinds-Studie Cloud und hybride Umgebungen, Automatisierung und Container (Bild: SolarWinds)

86 Prozent der befragten deutschen IT-Verantwortlichen erklären, dass Cloud/hybride IT zu den fünf wichtigsten Technologien in der IT-Strategie des eigenen Unternehmen gehört. Im Vergleich zu Vorjahresstudien zeige sich hier laut Solarwinds eine deutliche Steigerung. Als wichtig werde in diesem Zusammenhang auch die Optimierung von hybriden Umgebungen eingestuft.

Eine optimierte Infrastruktur bietet nicht mehr nur mehr Leistung, sondern ebnet auch den Weg für den Einsatz neuer Technologien wie ML oder KI. Beide Technologien rangieren derzeit aber noch in der Prioritätenliste auf den hinteren Rängen.

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Wenn es hingegen darum geht, welche Technologie das größte Potenzial hat, in den nächsten fünf Jahren Produktivitäts-/Effizienzvorteile zu schaffen und den höchsten ROI zu erreichen, steht Automatisierung an der Spitze. Damit unterscheidet sich Deutschland von allen anderen Ländern, in denen die Studie durchgeführt wurde, wo stets ‚Cloud und hybride IT‘ auf dem ersten Platz landet. Deutsche IT-Profis sehen zudem das Thema IoT als wichtiges Zukunftsthema.

Viele Technologien werden offenbar nach wie vor eher unter funktionalen Gesichtspunkten eingeführt. Wie die Studie zeigt, sollen bei etwa der Hälfte aller deutschen Unternehmen die IT-Umgebungen nicht für Spitzenauslastungen optimiert haben. Mehr als ein Drittel der Administratoren und IT-Verantwortlichen berichtet, dass mindestens 50 Prozent ihrer Zeit mit der reaktiven Wartung und Fehlerbehebung verbringen. Hier sorgen auch neu eingeführte Cloud-Technologien für zusätzliche Komplexität.

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Am 25. Mai 2018 tritt die europäische Datenschutzgrundverordnung (EU-DSGVO) in Kraft. In diesem Dokument finden Unternehmen Rahmenbedingungen, mit denen sie ihre Richtlinien für mobilen Datenschutz und mobile Sicherheit sowie die Durchsetzungskonzepte bewerten können.

Und dieser Komplexität hybrider Infrastrukturen begegnen die Anwender immer öfter durch Investitionen in Container. So stufen 41 Prozent der Befragten Container als wichtigste Technologie für die Optimierung einer hybriden Infrastruktur ein. 33 Prozent der Befragten nannten Container als wichtigste Technologie für die nächsten drei bis fünf Jahre. Noch von einem Jahr waren es in der gleichen Umfrage nur 24 Prozent, die angaben sich in den nächsten 12 Monaten mit Container beschäftigen zu wollen.

Nicht nur technologische Probleme bremsen eine optimal ausgerichtete Infrastruktur aus. Auch eine unzureichende Unternehmensstrategie sorgt bei 55 Prozent der Befragten für geringe Leistung. 36 Prozent sehen das Hauptproblem bei der Systemoptimierung in der eigenen Infrastruktur.

Diese Unzulänglichkeiten in der Unternehmensstrategie beginnen meist schon damit, dass zwischen IT-Experten und Unternehmensleitung zu wenig Zusammenarbeit besteht.

Auch gehen die Meinungen bei Geschäftsleitung und IT-Abteilung darüber auseinander, in welche Technologien investiert werden sollte. So wird von der IT die Notwendigkeit der KI für die digitale Transformation als nachrangig empfunden. Das Business-Magazin Fortune hingegen kommt bei einer Befragung von Geschäftsführern zu dem Ergebniss, dass 81 Prozent der CEOs KI und maschinelles Lernen als eine Priorität für ihr Unternehmen ansehen.

Während IT-Experten weiterhin Cloud Computing und hybride IT priorisieren, führte die Einführung dieser Technologien zu Herausforderungen im Hinblick auf die Optimierung der System- und Anwendungsleistung.

„In der heutigen IT-Branche dreht sich alles um transformative Technologien wie KI, maschinelles Lernen, Blockchain usw. Diese Technologien sind ohne Frage wichtig, aber die Ergebnisse der diesjährigen Studie zeigen, dass IT-Experten Investitionen in Technologien, die dazu beitragen, den alltäglichen Betrieb aufrecht zu halten, weiterhin priorisieren“, kommentiert Joe Kim, Executive Vice President und Global Chief Technology Officer bei SolarWinds. Entsprechend würden viele Unternehmen sich für Initiativen mit einer besseren unmittelbaren Wertschöpfung entscheiden.

Beim Ranking der Technologien, die aktuell und in den nächsten drei bis fünf Jahren für die digitale Transformation am wichtigsten sind, haben IT-Experten die Cloud/hybride IT als Nummer 1 eingestuft. Automatisierung steht heute im Hinblick auf das größte Potenzial für Produktivitäts-/Effizienzvorteile und ROI an erster Stelle.

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Investitionen in KI und ML werden jedoch in den nächsten drei bis fünf Jahren immer wichtiger: 49 Prozent der Befragten gaben an, dass KI in drei bis fünf Jahre die höchste Priorität hat, während für 45 Prozent der Befragten ML diesen Platz belegte (verglichen mit heute 31 Prozent und 38 Prozent).

Das zeige sich auch im Verhalten von Cloud Service Providern wie Amazon Web Services und Microsoft Azure, aktuelle in solche KI-Technologien und -Fähigkeiten. Von SolarWinds heißt es dazu: „Anwender könnten auf diese Weise bestehende Investitionen für Cloud-Angebote nutzen, um mit KI-basierten Services in ihrem Unternehmen zu experimentieren und diese bereitzustellen.“

Eine Zusammenfassung aller Ergebnisse der Studie liefert die Webseite SolarWinds IT Trends Index. Die Ergebnisse des diesjährigen Berichts für Deutschland beruhen auf einer im Dezember 2017 durchgeführten Umfrage, an der 127 IT-Experten, Manager und Führungskräfte aus kleinen, mittleren und großen Unternehmen, sowohl aus dem öffentlichen als auch aus dem privaten Sektor in Deutschland teilgenommen haben. Darüber hinaus wurden auch Anwender in Nordamerika, Australien, Brasilien, Deutschland, Hongkong, Singapur und dem Vereinigte Königreich, mit insgesamt 803 Umfrageteilnehmern befragt.

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