CBS meldet Ende von Gesprächen mit Apple über TV-Streamingdienst

Das von Apple schon 2015 geplante Angebot wird auf absehbare Zeit wohl nicht kommen - auch nicht in abgespecktem Umfang mit etwa 25 Kanälen. Apple setzte sich ein Preisziel von 30 bis 40 Dollar. Vergleichbare Pay-TV-Offerten via Kabel kosten 85 Dollar.

Apple wird auf absehbare Zeit wohl keinen TV-Streamingdienst starten. Laut Les Moonves, Chairman und CEO von CBS, sind die Verhandlungen zumindest seines Unternehmens mit Apple eingeschlafen. Das äußerte er gegenüber CNN Money.

Apps für Apples tvOS (Bild: Apple)Im Oktober 2015 hatte Moonves noch Gespräche bestätigt. Im Dezember erklärte er dann, Apple habe die Pläne vorerst aufgeschoben. Anonyme Informanten ergänzten, Apple habe sich mit Rechteinhabern wie CBS nicht auf einen Preis einigen können.

In den USA heute übliche Pay-TV-Pakete kosten um 85 Dollar. Apple aber will ein Paket an Live-TV-Streams zu einem Preis von 30 bis 40 Dollar monatlich übers Internet anbieten, um damit ein Alleinstellungsmerkmal für seine Settop-Box Apple TV gegenüber Wettbewerbern wie Amazon Fire TV, Google Chromecast oder Roku zu schaffen. Das Ende der Gespräche scheint zu bedeuten, dass Apple vorerst den Versuch aufgegeben hat, die Rechteinhaber im Preis zu drücken.

Über Apples angeblich geplantes Videostreaming-Netz gab es viele Gerüchte. Im März 2015 erklärte das Wall Street Journal, Apple plane ein reduziertes Paket mit 25 Kanälen, das im Herbst 2015 starten werde. Auch wurde mehrfach berichtet, um reibungslose Videoübertragung zu garantieren baue Apple ein eigenes Content Delivery Network auf.

Im September hieß es auch, Apple plane, eigene Inhalte zu produzieren, um von Rechteinhabern unabhängiger zu sein. Dazu würden Entwicklungs- und Produktionsabteilungen geschaffen, die „Inhalte im langen Format“ – sprich: Filme in Kinolänge – produzieren könnten. Eine Personalvermittlung werde sich um eine adäquate Besetzung kümmern.

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Fernsehen und Fernseher gehören zu den Branchen, die Apple schon zu Steve Jobs‘ Zeiten revolutionieren wollte. Über Jahre wurde ein per Sprachbedienung steuerbarer hochauflösender Fernseher von Apple erwartet, der aber nie kam. Ein ähnliches Schicksal droht nun womöglich seinem Live-TV-Angebot.

Immerhin hat Apple aber im Oktober 2015 eine Neuauflage seiner Settop-Box Apple TV verfügbar gemacht, die erstmals die Installation von Apps ermöglicht. Dazu wurde sie mit dem iOS-Ableger tvOS als Betriebssystem ausgestattet. Im Lieferumfang findet sich eine Touch-Fernbedienung mit Unterstützung von Apples Sprachassistenten Siri, so dass Nutzer per Spracheingabe nach Inhalten suchen können. Zum Preis von 149 Euro fehlt allerdings eine Unterstützung für 4K-Auflösung, also Ultra-HD-Video.

[mit Material von Jake Smith, ZDNet.com]

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2 Kommentare zu CBS meldet Ende von Gesprächen mit Apple über TV-Streamingdienst

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  • Am 13. Februar 2016 um 10:48 von ckOne

    Und das mit der Sprachbedienung kann FireTV schon sehr lange und dort habe ich für 49,00 € im Jahr ein riesiges Film und Serienangebot.

    Apple hat halt das Problem mit dem Buchhalter der nur Zahlen sieht und kein Visionär mehr ist. Ein Steve Jobs hätte die Manager von CBS wahrscheinlich überzeugt. Aber der Buchhalter versucht nur sie im Preis zu drücken, damit Apple hinterher auch noch am meisten an der Geschichte verdient.

    So sind halt die größten Innovationen von Apple in den Jahre nach Steve gekaute Ideen oder eine auf alle Geräte verteilte Assistentin.

    Und jetzt erwarte ich den üblichen Sturm der Entrüstung von PeerH und Konsorten. Aber zur Abwechslung wäre es dann auch schön, wenn man die Innovationen die von Apple gekommen sind auch aufzählen würde, dabei zählt Design nicht, das ist bei Apple fast immer gut (Ausnahme iPhone 6 Hülle mit Zusatzakku).

  • Am 12. Februar 2016 um 22:19 von Judas Ischias

    Tja, scheint so, dass es im Moment nicht besonders gut bei Apple läuft.
    Kann man fast Mitleid bekommen, dass solch eine hervorragende Firma mit diesen erstklassigen Produkten, so viele Baustellen hat.;)
    Ist nicht amazing oder awesome.

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