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MSNs Griff nach der Krone

Vor kurzem hat Mehdi MSN Video und den MSN Premium-Internetzugang auf den Markt gebracht. Seine weiteren Pläne sehen die Einbindung einer fortschrittlichen Suchmaschine, eines Download-Services für Musik nach Vorbild von Apples iTunes und eines Services für Social Networking vor. Freilich sind das nur die öffentlich bekannten Pläne.

Seit seinem Eintritt in das Unternehmen vor zwölf Jahren ging es für Mehdi auf der Karriereleiter steil nach oben. Seine Sporen verdiente er sich in den Browser-Kriegen der 90er Jahre, wo er nicht unwesentlich dazu beitrug, dass Microsofts Internet Explorer den Rivalen Netscape Navigator überflügelte.

Ein großer Teil der gegenwärtigen Arbeit Mehdis besteht darin, herauszufinden, wie sich aus dem Wiederaufleben des Online-Werbemarktes Kapital schlagen lässt. MSN möchte seinen Anteil am Gesamtvolumen der Media-Investitionen in den nächsten fünf Jahren etwa vervierfachen. Das 1993 ins Leben gerufene MSN erwirtschaftete im dritten Quartal letzten Jahres erstmals einen Gewinn. Größtenteils verdankt der Portaldienst dies dem Wachstumssektor Suchmaschinen-Marketing. Einschließlich der kommerziellen Suche lag der Umsatz des Unternehmens aus Internet-Werbung im letzten Jahr laut Auskunft von MSN bei einer Milliarde US-Dollar.

CNET News.com traf Mehdi vor kurzem beim MSN Werbegipfel auf dem Gelände des Unternehmens in Redmond, Washington, wo er für 500 der wichtigsten Kunden von Microsoft als Gastgeber fungierte.

CNET: Wie sieht Ihr Zeitplan für die Entwicklung oder die Einführung einer neuen Suchmaschine aus?

Mehdi: Zuerst müssen wir einmal die Beta-Version herausbringen. Innerhalb der nächsten 12 Monate wird die erste Version erhältlich sein.

CNET: Wie steht es mit den Werbetechnologien bei der Suche?

Mehdi: Wir haben im Bereich Markenwerbung viel in Werbetechnologien investiert. Wir betreiben unseren eigenen Ad-Server und stellen täglich Milliarden von Anzeigen zu. Derzeit bieten wir diese beiden Dienste an und wir streben danach, sie auszuweiten. Natürlich ist man der Ansicht, dass wir es den Kunden einfach machen sollten, für ihr Geld gleichzeitig ihre Werbung und eine gute Partnerschaft zu erhalten. Wir bewerten derzeit die Möglichkeiten, die sich in diesem spezifischen Bereich bieten.

» Bezüglich der Marktmöglichkeiten im Suchbereich ist noch nicht einmal die Oberfläche angekratzt worden. «

CNET: In diesem Zusammenhang war viel von der Konkurrenz zwischen Microsoft, Google und Yahoo die Rede. Wo sehen Sie die Position von Microsoft in dieser Branche und wie wird das Unternehmen die Suche verbessern?

Mehdi: Wir betrachten uns nicht als Konkurrenten von Google. Es gibt heute jedoch eine starke Rivalität zwischen Google und Yahoo. Auf jeden Fall werden wir aber am Wettbewerb teilnehmen.

Unserer Meinung nach ist bezüglich der Marktmöglichkeiten im Suchbereich noch nicht einmal die Oberfläche angekratzt worden. In all unseren Tests erhielt eine von zwei Personen, die nach etwas suchten, nicht einmal eine Antwort. Natürlich haben wir eine Welt vor Augen, in der wir die Fragen der Menschen weit besser beantworten können. Es wäre natürlich traumhaft, wenn wir Fragen direkt beantworten könnten: Wie weit ist der Mond entfernt? Wann geht die Fähre? Welches sind die zehn erfolgreichsten Wertpapiere?

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ZDNet.de Redaktion

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