Die Pop-Ups kehren zurück

Blocker mit der Zeit wirkungslos

Popup-Blocker sollten eigentlich dafür sorgen, dass eine der nervigsten Werbeformen im Cyberspace zurückgedrängt wird. Funktioniert hat dies nur eine Zeitlang, denn inzwischen haben Programmierer Techniken entwickelt, die die ungeliebten Anzeigen trotz Blocker wieder an die Oberfläche befördern.

Diese Erfahrung machte auch Paul Haigh, der die Google-Toolbar mit Popup-Blocker im Januar installiert hatte. Die Software „hat für zwei Monate phantastisch funktioniert und alles geblockt“, so der Brite. „Dann waren die Popups wieder zu sehen, hauptsächlich auf Websites aus den USA, auf denen viel Werbung gemacht wird.“

Ähnlich wie bei Virenentwicklern und Anti-Virus-Spezialisten hat sich auch zwischen den Herstellern von Popup-Blockern und den Marketingunternehmen ein Katz- und Mausspiel entwickelt. Da diese nicht auf das gewinnträchtige Werbeformat verzichten wollen, setzen sie alles daran, entsprechende Workarounds zu entwickeln.

Derzeit nutzen rund 30 Prozent der Surfer einen Blocker. Da sich Microsoft nun ebenfalls dazu entschlossen hat, mit dem XP SP2 eine entsprechende Software auszuliefern, dürfte dieser Wert in der zweiten Jahreshälfte deutlich ansteigen. Experten erwarten jedoch, dass findige Entwickler schon nach kurzer Zeit eine Lösung parat haben werden, den Microsoft-Blocker zu umgehen. Dank der Vormachtsstellung des Internet Explorers funktioniert ein potentieller Workaround dann auch gleich bei der Mehrzahl der Anwender.

Studien zufolge hat sich die Zahl erfolgreich angezeigter Popups in den letzten zwei Jahren trotz entsprechender Gegenmaßnahmen verdreifacht. Demnach waren im April 6,4 Prozent aller Internet-Werbemaßnahmen Popups, vor zwei Jahren lag die Zahl noch bei 1,8 Prozent.

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Neueste Kommentare 

9 Kommentare zu Die Pop-Ups kehren zurück

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  • Am 9. Juni 2004 um 13:32 von ThomasG

    Popup-Blocker…Besser einen proxy…
    Blocker-Software wird wie im Artikel beschrieben früher oder später umgangen. Bessere Variante: Ich setze eine Linux-Firewall ein, surfe über den Squid-Proxy. Innerhalb des Squid ist SquidGuard installiert, ein Tool, das eigentlich benutzt wird, um z.B. Pornoseiten zu blockieren. Die Sperrlisten wurden so modifiziert, daß die lieben Werbeinblender durch ein weißes, 1×1 pixel großes GIF ersetzt werden.
    Funktioniert gut, blendet viel aus und man kann auch gleich einige Tracker wie ivwbox aussperren.

  • Am 8. Juni 2004 um 23:46 von Blacki

    Pop-Up Blocker
    Hallo Werbefreaks
    Ehrlich verstehe ich keinen von Euch unmöglichen (nicht gesprochen) niemals. Ihr erreicht doch genau das Gegenteil von dem, was Ihr erwirken wollt, dass Eure Produkte angesehen werden. Wann begreifft Ihr endlich, dass Ihr die Konsumenten nur verärgert und von Euren Produkten wegbringt?

  • Am 8. Juni 2004 um 19:49 von wosch

    Gute Alternative: Firefox
    Wem die Popups nerven und wer dazu noch einen guten IE Ersatz sucht, der sollte sich unbedingt mal Mozilla Firefox ansehen. Ein kleiner aber recht feiner Browser. Er
    braucht deutlich weniger Resourcen und ist schneller als der IE und hat dazu einen wunderbar funktionierenden Popupblocker.

    Gruß
    woschbs

    • Am 8. Juni 2004 um 20:37 von Fraggle

      AW: Gute Alternative: Firefox
      Ebenso Opera. Aber viele Popups kann man schon dadurch blocken indem man javascript deaktivert. Das sollte man ja auch eh bei ebay wenn man die Bewertungen überprüft (Vorsicht, für einige Dinge ist aber javcascript nötig)

    • Am 9. Juni 2004 um 8:33 von Sunnyboy

      AW: Gute Alternative: Firefox
      Dem stimme ich voll und ganz zu. Ich benutze schon seit langem den Firefox, bzw. früher Firebird, da ich ich es leid war fäst täglich Sicherheits-Updates zu installieren. Außerdem bietet Firefox Tab-Browsing und sonstige Extras wie z.B. den Pop-Up-Blocker.

    • Am 9. Juni 2004 um 9:55 von Gustav Grewe

      AW: Gute Alternative: Firefox, besser = Opera
      Warum nicht gleich etwas Besseres nehmen? Opera bietet wesentlich mehr Komfort und Möglichkeiten, läuft unter Linux und Windoofs und verhindert unerwünschte Werbung und Ausspähung äusserst wirksam.

  • Am 8. Juni 2004 um 19:16 von Navid Zamani

    Verklagen wegen hausfriedensbruch!
    Wer sich unerlaubt zum pc zugang verschafft – egal ob durch trojaner oder über die öffnung von ungewollten fenstern ausserhalb der web-applikation/seite – der gehört verklagt und mit einer geldstrafe bestraft.

    Muss mir mal ’n rechtsschutz besorgen und das ausprobieren…

    Werbugn is ja ok, aber *das* ist illegal!

    Ich geh ja auch nicht dinge in anderer leute häuser schmeissen weil ich ein luftloch gefunden hab und eine technik kenne wie ich’s rein kriege.

    • Am 8. Juni 2004 um 23:15 von konsumverweigerer

      AW: Verklagen wegen hausfriedensbruch!
      seh ich eigentlich auch so. meine hardware gehört mir und wenn ich darauf keine werbung, popups, browserhijacking, viren, trojaner spyware, wanzen, warzen oder hundekacke haben will, dann ist das zu respektieren.
      alles andere ist sachbeschädigung. diese werbe und managerfutzis haben halt immer noch nicht kappiert, dass man mit einem derart dumm-dreisten zumüllen der konsumenten diese eher verärgert als begeistert. mit speck fängt man mäuse aber nicht mit 87 popups auf einmal. hallllooooooo liebe werbeindustrie, ist das denn sooooooo schwer zu verstehen. over and out. euer konsumverweigerer

      ——-
      ps: manager verwalten nur aber unternehmer unternehmen was ;-)

    • Am 10. Juni 2004 um 12:49 von rge

      AW: Verklagen wegen hausfriedensbruch!
      Du liegst völlig daneben. Jeder Webseitenbetreiber hat das Recht Werbung auf seiner Site zu schalten, sowie im Free TV auch Werbung kommt (oder willst du auch RTL und co verklagen?)Wenn dir das nicht gefällt, brauchst du die Sites mit Werbung nicht mehr besuchen. Davon abgesehen kann man nicht alles kostenlos haben, irgendwie müssen die Inhalte im Web (research, erstellen, Server, ISPs u.s.w.) auch bezahlt werden, in den meisten Fällen halt mit Werbung, oder wärs dir lieber vor dem Besuch einer Site jedesmal die Kreditkarte zu zücken?

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