Intel beschleunigt Itanium 2

Madison ist 50 Prozent schneller als McKinley / Taktfrequenz um 50 Prozent erhöht, L3-Cache auf 6 MByte verdoppelt

Prozessorhersteller Intel hat heute neue Itanium 2-Prozessoren vorgestellt. Dank eines Wechsels des Produktionsverfahrens von 180- auf 130-Nanometer kann Intel den Chip 50 Prozent höher takten. Das ab sofort für 4226 Dollar erhältliche Spitzenmodell wird mit 1,5 GHz betrieben. Zusätzlich hat Intel den L3-Cache des neuen Prozessors auf 6 MByte verdoppelt.

Aufgrund dieser technischen Änderungen ist der neue Itanium 2 (Codename Madison) bei den SPEC-Benchmarks deutlich schneller als das Vorgängermodell (McKinley). Bei der Integer-Performance (SPECint_base2000) erreicht der neue Chip nun einen Wert on 1322 (McKinley: 807) und liegt damit erstmals vor Intels Pentium 4 mit 1221 SPECint_base2000. Weit wichtiger ist allerdings die FPU-Performance, da der Itanium 2 vor allem bei Anwendungen zum Einsatz kommt — etwa der Verschlüsselung von Daten -, wo die Fließkomma-Einheit des Prozessors gefordert ist. In diesem Bereich (SPECfpu_base2000) erzielt der neue Chip einen Wert von 2119, was etwa einer Leistungssteigerung von 50 Prozent zum Vorgängermodell entspricht (McKinley: 1427). Im Vergleich zum Pentium 4 ist der Itanium 2 in diesem Bereich etwa 75 Prozent leistungsfähiger.

Der neue Itanium 2 mit 6 MByte L3-Cache und 1,5 GHz kostet 4226 Dollar. Die Variante mit 1,4 GHz und 4 MByte L3-Cache ist für 2247 Dollar und die 1,3-GHz-Variante mit 3 MByte L3-Cache für 1338 Dollar zu haben. Die neuen Prozessoren sind Pin-kompatibel mit den älteren Itanium-Modellen, so dass ein Upgrade einfach durch ein Austausch des Chips möglich ist.

Prozessor-Performance

Prozessor SPECint_base2000 SPECfpu_base2000
Itanium 2 6M, 1,5 GHz 6 MByte L3-Cache 1322 2119
Itanium 2 3M, 1 GHz 3 MByte L3-Cache 807 1322
Pentium 4, 3,2 GHz, kein L3-Cache 1221 1252

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