Apple: Wir laufen zu 100 Prozent auf grüner Energie

Mit gewissen Einschränkungen kann Apple jetzt behaupten, dass sämtliche Niederlassungen des Konzerns mit erneuerbarer Energie versorgt werden. Trotz dieser Vorreiterrolle beim Klimaschutz, ist Apple noch lange nicht am Ziel.

Apple teilt mit, dass das Unternehmen zu 100 Prozent aus erneuerbarer Energie versorgt wird. Vor zwei Jahren hatte Apple das Ziel angekündigt. Damals lag der Anteil von erneuerbaren Energien in den weltweiten Niederlassungen des iPhone-Produzenten bei 93 Prozent. 2017 waren es laut Apple-Umweltreport bereits 96 Prozent.

Apple produziert am Hauptsitz in Cupertino Strom aus Photovoltaik und Biogas. Was nicht in Batterien gespeichert oder verbraucht werden kann, wird in das öffentliche Netz eingespeist (Bild: Apple) Apple produziert am Hauptsitz in Cupertino Strom aus Photovoltaik und Biogas. Was nicht in Batterien gespeichert oder verbraucht werden kann, wird in das öffentliche Netz eingespeist (Bild: Apple).

Apple zieht damit mit Google gleich, das vor wenigen Tagen mitgeteilt hat, dass es den gesamten Stromverbrauch mit grünen Strom kompensiert.

Bei Apple wie auch bei Google sind 100 Prozent grüne Energie noch immer eine Utopie. Denn bei Apple-Zulieferern sind in einigen Regionen schlicht keine Ökostrom-Quellen vorhanden. Auch in einigen Stores, die in Städten beheimatet sind, ist dieses Ziel kaum zu erreichen, sofern die lokalen Energieversorger keinen Ökostrom im Angebot haben.

Dafür erwirbt Apple jedoch Ökostrom-Zertifikate so genannte Renewable Energy Certificates (REC). Darüber hinaus investiert Apple in Wind- oder Solaranlagen weltweit, um auf diesem Weg alternative Energien zu fördern. Der neue Campus aber wird zu 100 Prozent mit sauberer Energie betrieben und überschüssigen Strom speist Apple wiederum in das Netz ein. Auch bei einigen Partner-Unternehmen versucht Apple sich für den Einsatz von erneuerbaren Energien stark zu machen.

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Doch das sei beispielsweise in China nicht immer möglich, wenn etwa ein Unternehmen verpflichtet ist, bei einem staatlichen Monopolbetrieb den Strom zu beziehen.

„Wir wollen die besser Hinterlassen als wir sie vorgefunden haben. Nach einigen Jahren harter Arbeit sind wir jetzt stolz, dieses Ziel erreicht zu haben“, erklärt Apple CEO Tim Cook. Zudem wolle Apple weiter die Lieferkette und das Recycling älterer Geräte optimieren und auch weiterhin neue Energiequellen fördern.

Apple investiere, wo es möglich ist, in eigene Anlagen. Wo eigene Kraftwerke nicht realisierbar sind, schließe Apple Verträge mit lokalen Anbietern. In der Pressemitteilung erklärt Apple, dass das Unternehmen aktuell 25 Projekten weltweit unterhält und damit 626 Megawatt Kapazitäten hat. 2017 alleine seien 286 Megawatt Photovoltaik-Kapazitäten online gegangen. Darüber hinaus werden aktuell 15 weitere Anlagen errichtet. Sobald diese fertig gestellt sind, werde die Kapazität erneuerbarer Energien 1,4 Gigawatt betragen.

Apple schneidet im Ranking "Greener Electronics" von Greenpeace vergleichsweise gut ab (Bild: Greenpeace). Apple schneidet im Ranking „Greener Electronics“ von Greenpeace vergleichsweise gut ab (Bild: Greenpeace).

Am neuen Hauptsitz in Cupertino unterhält Apple eine 17 Megawatt-Photovoltaik-Anlage und eine Biogasanlage mit 4 Megawatt. Die Energie wird hier in dem Campus-Stromnetz mit Hilfe von Batterien vorgehalten.

Vor allem Unternehmen aus dem Technologie-Sektor achten besonders auf den Umweltschutz. AMD etwa versucht mit einem Programm, Rohstoffe zu fairen und verträglichen Bedingungen einzukaufen. Wie grün Technologie-Unternehmen sind, listet die Umweltschutzorganisation Greenpeace in einem Ranking. Tatsächlich wird hier Apple nach Fairphone als eines der Unternehmen mit dem besten Umweltschutz geführt.

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3 Kommentare zu Apple: Wir laufen zu 100 Prozent auf grüner Energie

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  • Am 10. April 2018 um 21:14 von C

    Trotzdem sind die Apfel-Produkte als WEGWERF-GERÄTE designed & gebaut.

    Marketing-Blendwerk halt, wie üblich. Und die Apfel-Jünger werden das übliche Lobes-Lied singen… und 60h/Woche sind ja auch OK, schließlich ist jeder Arbeiter in China (oder sonst wo) auf dem Gehalts-Niveau des CEO, nicht wahr?

  • Am 11. April 2018 um 7:29 von Antiappler

    Und wieder ein großes Getrommel, wie grün Apple doch ist, aber die Geräte verkleben bis zum geht nicht mehr. Wäre schön, wenn Apple da mal Vorbild sein würde, und auf solche Dinge verzichten könnte. Macht ja angeblich fast jeder Hersteller Apple nach, und das wäre ja mal ein wirklich guter Grund Apple nachzumachen!!!

  • Am 11. April 2018 um 14:03 von smartdata

    Der eigene Umweltbericht, also der Apple-Umweltreport, der Google-Report etc. ist wie der Finanzbericht der Stanford Bank… wer’s glaubte war selig.

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