Google erweitert Cloud Platform mit neuen Management Tools

Mit dem neuen Tool Stackdriver sollen Entwickler die Performance einer Anwendung testen können. Google komplettiert damit das eigene Portfolio von Application Performance Management Tools.

Google stellt neue Tools für den eigenen Cloud-Service Google Cloud-Platform vor. Stackdriver ermöglicht es, die Performance von Code und Anwendungen zu testen, bevor dieser produktiv genutzt wird. Stackdriver bietet Monitoring, Logging und Diagnostics und unterstützt nicht nur die Google Cloud Platform, sondern auch Amazon Web Services sowie weitere Open Source Packages.

Damit bringt Google weitere interne Entwickler-Toos in das eigene Cloud-Angebot. Die Anwendungs-Performance-Mangement-Funktionen umfassen daher auch die bestehenden Tools Stackdriver Trace und Debugger und jetzt auch das neue Stackdriver Profiler.

Stackdriver Profiler visualisiert Metadaten und zeigt damit, welche Code-Bereiche CPU und Memory beanspruchen (Bild: Google) Stackdriver Profiler visualisiert Metadaten und zeigt damit, welche Code-Bereiche CPU und Memory beanspruchen (Bild: Google)

Stackdriver Profiler zielt auf das Konzept des Production Profiling ab. Damit werden die Auswirkungen einer Funktion oder Code-Linie in Live-Systemen untersucht. Die Idee ist, dass Entwickler damit ihren Code einstufen können und dann den Code etwa hinsichtlich Latency und Computer-Ressourcen-Verbrauch optimieren.

Damit kann Google die eigene Plattform attraktiver für Entwickler machen. Durch den neuen Service haben Entwickler günstigen Zugriff auf ein Profiling-Tool, das ansonsten nicht oder nur mit gewissem Aufwand verfügbar ist.

Stackdriver Profiler analysiert den Code über verschiedene Umgebungen hinweg. „ Stackdriver führt die Messwerte, Logs und Metadaten aller Cloudkonten und -projekte in einer einzigen, umfassenden Ansicht Ihrer Umgebung zusammen“, teilt Google in einem Blog mit.

HIGHLIGHT

IDC-Studie: IT-Security in Deutschland 2018

Der Executive Brief "IT-Security in Deutschland 2018" bietet IT- und Fachbereichsentscheidern auf Basis der Studien-Highlights Best Practices und Empfehlungen für die Stärkung der IT-Sicherheit in ihrem Unternehmen.

Für Nutzer kann dieses Profiling einen Kostenvorteil bieten, weil dadurch dauerhaft Cloud-Ressourcen für den Betrieb von Anwendungen eingespart werden können. Anderweitig müssen Anwender Leistung zukaufen, um diese Performance-Probleme umgehen zu können. Dafür sammelt Stackdriver Profiler Daten aus verschiedenen Quellen und bereitet diese in verschiedenen Kategorien und Metriken visuell auf.

Debugger bildet eine zwischen Produktionsdaten einer Anwendung und dem Quellcode. Dabei wird der Status der Anwendung an jeder Stelle im Code überprüft, ohne Datenanforderungen anzuhalten oder zu verlangsamen.

Tracing bietet latenzbezogene Sampling- und Berichtsfunktionen für die Google App Engine, einschließlich URL-spezifischer Statistiken und Latenzverteilungen. Stackdriver Monitoring sammelt Messwerte, Ereignisse und auch Metadaten und unterstützt hier auch Anwendungskomponenten, wie Cassandra, Nginx, Apache-Webserver oder Elasticsearch. Die Daten lassen sich auch in Slack, PagerDuty, HipChat, Campfire und anderen Diensten integrieren.

Laut Google befindet sich Stackdriver aktuell in einer Beta-Phase. Stackdriver Debugger und die Profiler-Beta sind derzeit noch kostenlos. Stackdriver Trace wird nach einer kostenlosen Einführungsphase monatlich abgerechnet. In der Preimum-Variante berechnet Google 8 Dollar pro Ressource. Werden die enthaltenen 500 Zeitachsenmessungen in einem Monat überschritten, dann berechnet Google 0,10 Dollar pro Zeitachse und 1 Dollar pro Messwertdeskriptor an. Stackdriver Monitoring kostet ebenfalls 8 Dollar pro Monat und Ressource.

Tipp: Wie gut kennen Sie Google? Testen Sie Ihr Wissen – mit dem Quiz auf silicon.de.

VERANSTALTUNGSHINWEIS

Mit künstlicher Intelligenz (KI) die Arbeitskraft erweitern

Im neuen Point of View von Avanade geht es um die Entwicklung einer KI-Strategie, die konsequent den Menschen in den Mittelpunkt stellt. Avanade zeigt, wie Unternehmen so die Zufriedenheit ihrer Mitarbeiter und die Erlebnisse ihrer Kunden verbessern – und dabei gleichzeitig den Business-Nutzen von künstlicher Intelligenz optimieren.

Themenseiten: Cloud-Computing, Google

Fanden Sie diesen Artikel nützlich?
Content Loading ...
Whitepaper

ZDNet für mobile Geräte
ZDNet-App für Android herunterladen ZDNet-App für iOS

Artikel empfehlen:

Neueste Kommentare 

Noch keine Kommentare zu Google erweitert Cloud Platform mit neuen Management Tools

Kommentar hinzufügen

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *