Mit dem X6 hat Nokia ein Musik-Handy ins Programm aufgenommen, das – zumindest auf dem Papier – all die Anforderungen erfüllt, die schon an das 5800 Xpress Music gestellt wurden. Ob die Finnen in der Praxis von den Schwächen ihres ersten Touchscreen-Handys gelernt und beim X6 die entsprechenden Konsequenzen gezogen haben, zeigt der Test.

Kapazitives Touchscreen-Display

Auch wenn Nokia in der Vergangenheit führend war, inzwischen gibt es einiges aufzuholen: Den lukrativen und prestigeträchtigen Touchscreen-Markt bedient der Hersteller erst seit Anfang 2009. Er setzte bis dato noch auf die veraltet anmutende, resistive Technik, die nur auf Druck, aber nicht auf Berührung reagiert.

Zumindest diese Kritik scheint angekommen zu sein. Das X6 ist nun das erste Smartphone der Finnen mit kapazitivem Touchscreen. Sonst wirkt es ein bisschen wie der direkte Nachfolger des 5800 Xpress Music.

Als Betriebssystem kommt immer noch Symbian zum Einsatz, das seinen Zweck bei Geräten mit Tastatur und 4-Wege-Navigation vorbildlich erfüllt. Unter einem berührungsempfindlichen Display wirkt es allerdings fehl am Platz. Wie gehabt, öffnen sich etwa Punkte des Hauptmenüs mit einem einfachen Fingertipp, Kontakte im Telefonbuch beispielsweise aber erst nach zweimaligen Berühren. Natürlich gibt es keine größeren Probleme und man gewöhnt sich daran, aber in Anbetracht der sehr guten Oberflächen von Android und iPhone ist das einfach nicht das Gelbe vom Ei.

Im Vergleich zu früheren Touchscreen-Modellen von Nokia hat sich dennoch einiges getan. Das liegt wohl hauptsächlich an der neuen Technik, die deutlich besser reagiert und nicht mehr den Einsatz des Fingernagels oder eines Stifts erfordert. Im Vergleich zu anderen Smartphones mit kapazitivem Display ist das X6 aber immer noch nicht auf der Höhe der Zeit.

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