Grundsätzlich wird der X125 in zwei Versionen angeboten, als „normaler“ X125 oder für den Business-Einsatz als X125 Pro. Getestet wurde die Pro-Version, die sich vom Basis-Modell nur durch die bereits im Lieferumfang enthaltenen High-Capacity-Patronen und den erweiterten Support von einem immerhin drei Jahre währenden Vor-Ort-Garantie (statt einem Jahr) unterscheidet.

Das Lexmark X125pro Color Office Center verfügt über eine USB-Schnittstelle und wird mit Treibern für die Betriebssysteme Windows 98/ME/2000 und XP ausgeliefert.

Nicht alle Multifunktionsgeräte erfüllen die gleichen Aufgaben, auch wenn die Bezeichnung multifunktional das vielleicht vermittelt. So fällt der X125 im Vergleich zum 50 Euro preiswerteren X85 deutlich kleiner aus, auch auf ein Vorlagenglas wurde hier verzichtet. Während der X85 aber stärker Foto- und Grafikorientiert ist, liegt die Ausrichtung beim getesteten X125 eindeutig auf dem Fax- und Office-Einsatz. Im Gegensatz zum X85 beschränkt sich Lexmark beim X125 eine maximale Druckauflösung von 2400 x 1200 dpi, ist vor allem beim Textdruck deutlich schneller. Zudem fungiert er auch als PC-unabhängiges vollwertiges Stand-alone-Faxgerät. Der X125/X125 Pro unterstützt die meisten Funktionen unabhängig vom PC. Mit der gleichen Auflösung wie der X125 arbeitet beispielsweise auch der Foto-Orientierte X83, der auch ein Vorlagenglas bietet, aber auf die Stand-alone-Faxfunktion verzichtet und sich insgesamt auch langsamer als der X125 präsentiert.

Das laut Hersteller maximale Drucktempo liegt beim X125 im Schwarzweiß-Modus bei 16 und beim Farbdruck bei 8 Seiten pro Minute. Im Test zeigt sich der X125 besonders beim Textdruck von der schnellen Truppe. Für eine Text-Testseite benötigt er 18 Sekunden, für 10 Seiten rund 2,5 Minuten. Schnell ist er auch beim Kopieren von Textdokumenten. Hier liegt die Kopierzeit für eine Seite bei 38 Sekunden. Bei der Präsentation muss man sich schon mehr gedulden. Nach rund fünfeinhalb Minuten liegen die vier Seiten im Ausgabefach.

Der Druck und das Kopieren von Fotos zählt nicht unbedingt zu den Stärken des Lexmark – dafür ist er auch nicht in erster Linie konzipiert. Die Qualität fällt beim Druck zwar ordentlich aus, aber beim Kopieren reicht die Auflösung nicht. Die Ausdrucke präsentieren sich zu dunkel und grobkörnig. Abgesehen davon, dass der Druck vergleichsweise lange dauert. Bei niedrigster Auflösung liegt die Druckzeit bei knapp drei Minuten pro Farbfoto, in der höchsten Auflösung bei siebeneinhalb Minuten.

Während der X85 beispielsweise über den Papiereinzug eine Medienstärke bis 500 Gramm/²m verarbeitet, liegt die Obergrenze beim X125 bei 270 Gramm/², was für Office-Anwendungen aber ausreichend ist.

Die Auflösung von maximal 2.400 x 1.200 dpi (X85 mit 4800 x 1200 dpi) präsentiert im Test gestochen scharfe Texte und sehr hohe Qualität beim Erstellen von Präsentationen und Foto.

Der integrierte Einzugsscanner erfasst Vorlagen bis zum Format DIN A4 mit 36 Bit Farbtiefe und maximal 600 x 1.200 dpi Auflösung, und bietet sich damit auch für die Erstellung qualitativ guter scharfe Farb- und Schwarzweiß-Kopien an. Die Auflösung liegt im Kopiermodus bei 600 dpi Auflösung, der maximale Durchsatz bei 12 Schwarzweiß- und 5 Farbseiten pro Minute. Da eine vom PC unabhängige Bedienung möglich ist, können Features, wie die Anzahl der Kopien oder auch die Skalierung direkt über das LCD-Bedienpanel gewählt werden.

Mit den Funktionen Scan-to-Fax oder Scan-to-E-Mail lassen sich die eingescannten Dokumente auch bequem per Knopfdruck verschicken. Werden die Funktionen direkt über das Kombigerät angesteuert, muss bei jedem Auftrag die Qualitätstufe individuell auf das Dokument eingestellt werden.

Die Fax-Übertragung erfolgt über das integrierte 33,6-kbps-Modem auch ohne PC. Auch hier erfolgt die Bedienung über das Panel. Im Feature-Repertoire des X125 findet der Anwender vorprogrammierbare Kurzwahlnummern auch für Gruppen, eine Report- oder auch Weiterleitungsfunktion, sowie einen Faxspeicher für zirka 80 Seiten.

Die Entscheidung zugunsten des X125 Pro lohnt sich nicht nur für Business-Anwender. Alleine der Mehrpreis für eine Garantieverlängerung auf drei Jahre für das Basis-Modell X125 kostet bereits 116 Euro. Mit den High-Capacity-Patronen vergrößert sich die Reichweite beim Drucken nahezu um das doppelte.
So kostet die Standard-Patronen für 600 Schwarzweiß-Seiten 43 Euro, die High-Capacity-Patrone für 1100 Seiten 50 Euro. Die Farbpatrone für 48 Euro bietet laut Hersteller eine Reichweite von insgesamt rund 600 Seiten (bei 5% Deckung), beziehungsweise pro Farbe ca. 275 Seiten. Die High-Capacity-Farbpatrone bietet dagegen für 60 Euro eine Reichweite von 625 Seiten pro Farbe. Der Aufpreis von 50 Euro amortisiert sich damit ganz schnell.

Im Lieferumfang des X125 ist neben den entsprechenden Druckpatronen ein Fax-Kabel, die ViewAhead Foto-Editing-Software sowie das OCR-Programm ABBYY FineReader Sprint enthalten.

Bis 31.12.2002 läuft noch eine Sonderaktion von Lexmark und Fujitsu-Siemens, bei der Privatkunden die einen PC oder ein Notebook von Fujitsu-Siemens-PC und anschließend beispielsweise den X125 oder X125 Pro kaufen, 50 Euro zurückerstattet bekommen.

Fazit:
Der Lexmark X125 bietet sich als kompaktes Multifunktionsgerät gut an, wenn vor allem typische Office-Anwendungen im Vordergrund stehen. Für die Verarbeitung von Fotos ist er nicht konzipiert und auch nur bedingt geeignet. Praktisch: Faxen und Kopieren ist ohne PC möglich. Die Pro-Version ist durch den erweiterten Funktionsumfang sicherlich die bessere Wahl.

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2 Kommentare zu Lexmark X125 / X125 Pro

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  • Am 5. November 2003 um 14:43 von Christian Born

    Treiber
    Lexmark bietet zu diesem Produkt ein sehr mieserables Treiber – Update.

  • Am 16. April 2005 um 10:36 von Christine

    Treiber
    … und es gibt keinen treiber für max osx – wo leben wir den???? im steinzeitalter????

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