Benq bringt Siemens-Zulieferer unter Druck

Verträge werden überprüft

Zulieferer der Siemens-Handyproduktion könnten zu den Verlierern der Übernahme durch den taiwanesischen Konzern Benq werden. Das berichtet die „Financial Times Deutschland“ (FTD) heute unter Berufung auf Analysten. Demnach könnten Unternehmen wie Infineon, der deutsche Gehäusehersteller Balda, AT&S sowie Flextronics ihre Zulieferverträge im Zuge der Straffung der Handysparte verlieren.

Die von Siemens übernommene Handy-Produktion soll bereits 2006 wieder Profite machen, so die FTD. Da bis September Verluste in der Höhe von 400 Mio. Euro erwartet werden, muss die Produktion signifikant gestrafft werden. Dabei stehen die Siemens-Zulieferer laut Analysten in der zweiten Reihe. Benq werde zuerst mit den eigenen Zulieferern um bessere Konditionen aufgrund der höheren Stückzahlen verhandeln.

Immerhin scheint der Standort des Siemens-Handywerkes in Kamp-Linfort für ein Jahr gesichert, so die FTD. Demnach gibt es ein Bekenntnis von Benq-Chef Kuen-yao Lee zum Standort und zu allen Arbeitsplätzen. Allerdings betont Lee laut FTD auch, dass es über ein Jahr hinaus keine Garantien geben könne.

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5 Kommentare zu Benq bringt Siemens-Zulieferer unter Druck

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  • Am 30. Juni 2005 um 11:43 von RW

    Benq bringt Siemens-Zulieferer unter Druck
    erneut sieht man mal wieder was mangelnde Weitsicht und der Verlust von Visionen bei unseren Managern beim kleinen Mann für Folgen hat. Während der finnische Gummiwarenhersteller zum Marktführer im Mobilfunkmarkt aufschwingt und weitere Felder im Bereich der Telekommunikation erschließt, geht ein wichtiger und innovativer Zweig eines der Pioniere im Telefonsektor den Bach runter. Es ist bereits traurig wenn man die Aussage eines führenden Managers liest: Wir geben die Sparte an einen Mitbewerber ab der mit seinen Visionen den Markt besser bedienen kann. Ich bin mir sicher, dass BenQ innehralb von 3-4 Jahren seine Position auf Nummer 2 weltweit ausbauen kann und wieder in der Gewinnzone ist. Leider mit Arbeitsplätze die nicht in Deutschland angelegt sein werden.
    Das Problem das mit einhergeht ist, das nicht nur der Verlust von Arbeitsplätzen im Stammwerk der Handyproduktion betroffen ist. Nein, auch alle direkten und indirekten Bereiche werden davon betroffen. Das geht beim Zulieferer an, zieht sich über die angrenzende Kleinfirmen (Maler, Bäcker usw.) bis zu den Firmen, die von den in diesem Einzugsgebiet beschäftigten Menschen abhängig sind. Pauschal kann man sagen, dass pro verlorenen Arbeitsplatz über kurz oder lang 2 – 3 weitere Arbeitsplätze vernichtet werden. Dazu kann man nur sagen: vielen Dank an unsere großartigen Manager, welche bereits in den 90er als "Nieten in Nadelstreifen" bezeichnet wurden. Leider gibt es zu wenige Ausnahmen um unser Land aus dem Sumpf zu ziehen. Aber ein Hoffnungsschimmer für Arbeitslose gibt es ja noch: Hartz 4 und 1€ Jobs.

  • Am 28. Juni 2005 um 8:45 von Jürgen

    1 Jahr Zeit….
    …zumindest haben die dortigen Angestellten 1 Jahr Zeit sich auf die Arbeitslosigkeit vorzubereiten.

    Schützt endlich den Wirtschaftsraum Deutschland!

    Zum Teufel mit den ganzen Ami- und Asienfirmen, die nur Arbeitslose produzieren und abzocken wollen!

    • Am 28. Juni 2005 um 9:29 von Andreas

      AW: 1 Jahr Zeit….
      ich kann meinem Vorredner
      nur beipflichten !!!

      siehe Beispiel: Agfa – Photo etc……

      Die Aktionäre machen
      dabei kurzfristig Geld, aber auf lange Sicht gehen die Arbeitsplätze
      hier zu Lande verloren.

    • Am 28. Juni 2005 um 10:50 von rge

      AW: AW: 1 Jahr Zeit….
      warum den Fehler immer bei anderen suchen, vielleicht liegts einfach nur an unfähigen Managern. Wäre die Handysparte von Siemens erfolgreich gewesen, hätte sie man bestimmt nicht abgestoßen

    • Am 29. Juni 2005 um 9:03 von Andreas

      AW: AW: AW: 1 Jahr Zeit….
      na könnte man so sehen, aber der leid tragende ist doch hier der kleine Malocher der am Band steht und die Dinger zusammen schraubt und nicht der Manager der eh schon ausgesorgt hat.
      Es geht um den Schutz des Arbeitnehmers und dessen Familien. Ich denke hier sollte der Gesetzgeber ins Rad greifen…

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