Per WLAN-Einbruch Porsche ersteigert

Unsicheres Netzwerk hätte den Betreiber fast 50.000 Euro gekostet

Welche Konsequenzen ein unsicheres WLAN haben kann, stellt jetzt die Polizei Hagen unter Beweis. Ein Surfer bekam dort Post von einem großen Auktionshaus, in dem ihm zur geglückten Ersteigerung eines Porsche gratuliert wurde. Kostenpunkt: 50.000 Euro.

Der Mail-Empfänger hatte jedoch bei der Versteigerung selbst gar nicht mitgeboten. Schuld war seine Nachlässigkeit beim WLAN-Schutz: Da sein schnurloses Netzwerk nicht genug gesichert war, drang ein unbekannter Surfer ein und ersteigerte in seinem Namen die Edelkarosse – ohne das Wissen des WLAN-Betreibers.

„Nun musste er feststellen, dass die Funkwellen doch sehr viel weiter als bis zu seiner Grundstücksgrenze reichen“, heißt es lapidar im Polizeibericht der Stadt Hagen. Der Verkäufer habe sich als „fairer Geschäftspartner“ erwiesen und Verständnis für das Opfer gezeigt. Er möchte keine Forderungen stellen.

Auch das Auktionshaus werde auf seine Gebühren verzichten. Die Ermittlungen gegen den WLAN-Einbrecher laufen indes.

Wie man sein WLAN sichert, beschreibt ein Schwerpunkt-Artikel von ZDNet.

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5 Kommentare zu Per WLAN-Einbruch Porsche ersteigert

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  • Am 23. März 2005 um 0:25 von CodeRed

    Teil 2/2
    Und Überhaupt: Mit Zugriff auf Daten kann man immernoch keinen Porsche kaufen, dazu muss schon ein Trojaner her, der einem Hacker das Kennwort verschafft oder es ermöglicht über Tastatur.- und Mausfernsteuerung am Zielrechner den Internet Explorer zu nutzen und direkt am Zielrechner zu bestellen. Das ist alles sehr weit hergehollt. Es ist vielleicht möglich, dass dieser Hacker das Wlan genutzt hat, er hätte es aber auch übers Internet machen können und ich denke nicht, dass es einen Beweis dafür gibt, ob er es nun über Wlan oder das Internet gemacht hat, den erwischt hat man offenbar niemanden. Es auf die ‚dummheit‘ des Benutzers zu schieben und zu behaupten, dass er einfach sein Wlan hätte sichern müssen ist eigentlich eine Frechheit. Den letztendlich sind es die Softwarehersteller, die seinen Pc nicht besser schützen konnten. Er ist allerhöchstens zu "dumm" gewesen eine vernünftige Firewall zu installieren. Zubehaupten er solle dankbar sein, dass nicht mehr Schaden entstanden ist, ist daher auch eine gemeine Unterstellung!

  • Am 3. Dezember 2004 um 21:51 von Marco

    selber Schuld oder Glück gehabt
    eigentlich ist er selber Schuld und hätte den Porsche kaufen müssen,wie ist die Rechtslage,wie kann er beweisen das
    er es nicht war der geboten hat,es wurde
    oft genug auf Abwehrmaßnahmen im Zusammenhang mit w_lan verwiesen-Glück gehabt.Gruß ein Porschefahrer!

  • Am 3. Dezember 2004 um 15:24 von Jürgen Walter

    Warum wird mit Angst gearbeitet?
    Der gleiche Fall läge vor bei:
    Fälschung eines Briefes
    Ausführen eines Überweisungsauftrages
    Telefonanruf mit falschem Namen..
    Schreibe wir jetzt nur noch verschlüsselte Briefe?
    Wird jetzt jede Unterschrift bei einem Überwiesungsauftrag geprüft?
    Erfolgt eine Stimmanalyse?

    • Am 3. Dezember 2004 um 23:01 von System_error

      AW: Warum wird mit Angst gearbeitet?
      Ganz genau…nur beim Medium Internet kann man Millionen von Leuten noch Angst machen, weil hier eine Technik unters Volk geworfen wurde, die "jeder" nutzen kann, auch wenn er definitiv und nachgewiesenermaßen keine Ahnung hat…fürs Auto braucht man nen Führerschein, fürs Internet nur Wireless-Lan (wie uns die Werbung glauben macht)…
      Hätte "die Menschheit" bzw. der Teil davon der "auf uns aufpasst" hier anfangs besser aufgepasst, hätten wir vielleicht auch hier Restriktionen…so aber ist fast jeder User Freiwild…(sagen die Medien)…Leute, wenn das Internet doch soooooowas von Teufelszeug ist, dann lasst es doch einfach oder seht zu das ihr was lernt…
      In diesem Sinne,

      Frohes Fest…

      SE

    • Am 23. März 2005 um 0:24 von CodeRed

      Teil 1/2
      Der unverschlüsselte W-Lan Accesspoint ist überhaupt nicht die Ursache für einen solchen Hack. Ist ein W-Lan unverschlüsselt kann man ins Netzwerk, aber noch lange nicht auf die Daten der am Netzwerk teilnehmenden Rechner. Das ist genauso, wie wenn ich zwei Rechner über ein Crosslink-Kabel über Lan verbinde. Dann habe ich auch nicht automatisch Zugriff auf alle Daten meines Gegenübers. Zugriff auf alle Daten habe ich erst, wenn der Zielrechner seine Festplatte komplett freigegeben hat und ich bezweifle, dass das viele machen. Der einzige Weg, wie ich trotzdem Zugriff erlangen kann wäre in dem ich eine Schwachstelle des Zielrechners in dem ungesicherten W-Lan Netzwerk ausnutze und damit eine Strafftat begehe. Die Ursache für einen solchen Hack ist nicht ein unverschlüsseltes W-Lan, sondern ein unsicherer Rechner in dem W-Lan Netzwerk. Das W-Lan Netzwerk zu verschlüsseln wäre nur ein Weg, um eine von vielen Öffnungen zu stopfen und nicht um komplett sicher zu sein, denn ein unsicherer Zielrechner kann auch aus dem Internet angegriffen werden und das von überall. Zugriff auf ein unsicheres W-Lan Netzwerk heißt nicht, dass man ‚alle‘ Daten lesen kann. In diesen bescheuerten Panik-machenden Tv-Berichten (mit "Experten", dennen ich am liebsten in den Arsch tretten würde) wird das immer so Dargestellt, aber es ist schlichtweg falsch. Ein Einzelbenutzer-Pc hat bestimmt keine Netzwerkfreigaben und damit haben keine Netzwerkteilnehmer und auch keine ‚War Driver‘, die in ihren Auto’s mit Laptop rumlungern, Zugriff auf irgentwelche Daten, die auf einem Zielrechner vorhanden sind.

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