SCO verklagt Daimlerchrysler

Nach einem kleinen Autohändler ist jetzt ein großer Autohersteller dran

Die Klagewelle von SCO rollt weiter. Gestern wurde bekannt, dass ein kalifornischer Autohändler wegen der Verletzung von Copyright-Bestimmungen vors Gericht zitiert wurde. Heute gab SCO bekannt, dass man sich auch einen großen Fisch ausgesucht hat: Daimlerchrysler muss sich im Linux-Streit vor Gericht verantworten.

Vor dem U.S. County Circuit Court in Oakland hat das Unternehmen eine Klage gegen die DaimlerChrysler Corporation, also die US-Niederlassung des deutschen Konzerns, eingereicht. „Konkret wirft SCO DaimlerChrysler vor, gegen einen wichtigen Passus des Lizenzvertrages mit SCO verstoßen zu haben“, so das Unternehmen.

Dies sei „ein weiterer Schritt der SCO Group, um ihre Ansprüche auch gegenüber Endanwendern in USA geltend zu machen“, argumentiert das Unternehmen. SCO sieht sich als legitimer Eigentümer des Unix Betriebssystems. Der CEO Darl McBride will noch weitere Klagen gegen bekannte Unternehmen und Nutzer von Linux einreichen.

„Alle Unternehmen im Besitz einer Unix System V Lizenz wurden und werden aufgefordert, den vertraglich vereinbarten Verpflichtungen gegenüber SCO nachzukommen“, so der Vorstand. Diese müssten sich im Klaren sein, dass man zur Durchsetzung der Rechte „auch gerichtliche Hilfe in Anspruch nehmen“ werde. Dies gelte für Lizenznehmer in den USA genau so, wie in Deutschland oder anderen Ländern.

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7 Kommentare zu SCO verklagt Daimlerchrysler

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  • Am 1. April 2004 um 7:51 von Freak

    SCO und Linux
    Was mich an der ganzen Diskussion um SCO auf ZDNet mehr verwundert, sind die unqualifizierten Äusserungen von Usern. Mit Betitelungen wie "Windoff…" etc. qualifiziert ihr euch doch nur selbst. MS und Linux haben beide seine Berechtigung. Akzeptiert das doch endlich und wenn schon diskutieren dann bitte sachlich.

  • Am 5. März 2004 um 9:15 von Rollerman

    Wirtschaftslicher Schwachsinn!
    Daß solche Prozesse überhaupt geführt werden können?! Naja, bei den Amis ist ja alles möglich. Ich versteh einfach nicht, wie der "kleine" Virenprogrammierer von nebenan, der ein Sicherheitsloch in einem "schicken" Betriebssystem gefunden hat und auch noch ausnutzt aber keinen weiteren "praktischen" Schaden anrichtet, in Millionenhöhe für einen angeblichen Schaden in widerum Millionenhöhe in der freien Wirtschaft verklagt werden kann, wobei diese Summen eigentlich nur theoretischer Natur sein dürften.
    Aber eine riesen Firma, die Geld in mehrstelliger Millionenhöhe verprasst und anderen Steuern zahlenden Firmen das Leben schwerer und schwerer macht und somit einen realen Schaden in der Wirtschaft anrichtet, kann fröhlich und frei mit seinen mehr als fragwürdigen Geschäftspraktiken weiter machen?! Sowas kann doch nicht sein! Ich frag mich nach der Motivation für solch ein Vorgehen? Was kann dahinter stecken? In Zukunft noch Geschäfte mit Kunden zu machen? Das ist wohl mehr als fragwürdig! Dann kann man nur wieder irgendwelche Verbindungen zu irgeneiner Lobby vermuten und wiedermal irgenwelche Verschwörungstheorien verfogen: Steckt der liebe Bill dahinter? Sein Firma wurde noch nicht angegriffen, obwohl ich mehr als sicher bin, daß in den Windoof$ -quellen bestimmt auch die eine oder andere Gemeinsamkeit zu finden ist. Oder sollte gar unser aller geliebter Georges Buschilein und seine riesige Wirtschaftlobby dahinter stecken? Haben die Veklagten Fimen nicht gut genug mit der Regierung zusammengearbeitet? Oder werden besagte Firmen zu finanzstark? Man weiß das alles nicht…

    Naja, ich bin auf das Ende gespannt und hoffe es kommt schnell, hart und zu Ungunsten von SCO

    Schönen Tag noch
    der Ro

  • Am 4. März 2004 um 21:50 von CBE

    SCO und heisse Luft
    SCO macht sich selbst eigentlich nur noch lächerlich und doe "großen" Lizenzzahlungen in Höhe von US$ 20000.-
    bewirken eher ein Schmunzeln.
    Der Ruf (egal wie er vorher war) wird durch die Aktion(en) sicherlich nicht besser und so manchen Firma die damit in Verbindung gebracht wird (MS) sollte sich überlegen, ob der "taktische Schachzug" wirklich so gut war.

    Zumindest bei mir ist MS in der entgegengebrachten Achtung um weitere Prozentpunkte gefallen (ohne Wertung wie hoch diese vorher war ;-)

    Ich warte schon auf die erste Klage von SCO gegen User in Deutschland aber es gibt ja auch noch so Sachen wie BeOS, ReactOS und vor allem: den ungebrochenen Willen der *IX Community und die Möglichkeit den betreffenden Code zu entfernen und durch gar besseren zu ersetzen :)

    Was ist dann liebe SCO Group ?

    Meine Prognose für SCO:

    Maximal noch zwei Jahre dann wird SCO liquidiert mangels Masse.

  • Am 4. März 2004 um 21:17 von Realist

    Sammelklage gegen SCO einreichen
    Man sollte SCO mit einer riesigen Anzahl von Gegenklagen überziehen, den Aktienkurs vermiesen und anschließend die "Firma" schliessen, ohne auch nur einen vom Vorstand einen neuen Posten zukommen zu lassen.
    Hoffentlich macht die Richterin diesem Spiel bald ein Ende.
    SCO hatte schließlich lange genug Zeit, die von LINUX geklauten Code-Zeilen in die Dokumentation und Sourcen ihres Produktes hineinzuschmuggeln und nun zu behaupten, das die verwendeten Techniken von LINUX das geistige Eigentum von SCO wären.
    Generell sollten Gerichte, die sich mit derartigen Klagen befassen müssen, eine Aushändigungzeit des betreffenden Materials von maximal 4 Tagen festsetzen. So können Manipulationen wenigstens ein wenig eingeschränkt werden.

    Vielleicht möchte MS auch noch gegen Linux klagen? Oder schaffen Billy’s Jungs es nicht, LINUX-Code in Windoof einzubasteln, damit man gegen LINUX Klagen kann?

  • Am 4. März 2004 um 20:45 von TomokiG

    Der Lizenznehmer – dein Leibeigener
    So muss sich ein jeder Lizenznehmer der Firma SCO fühlen… Wenn man schon gegen die eigenen Kunden vorgeht, wie sollen sich dann potentielle Kunden fühlen, die gerade entscheiden, was für ein OS sie für ihre Firmarechner lizensieren wollen.
    SCO verlangt von denen eine Art Offenbarungseid, indem sie etwas unterschreiben sollen, was regelrecht die Beweislast umdreht. Wenn nicht, dann sollen sie bis zur Insolvenz (der Firma) zahlen…

    Generell stellt sich doch die Frage, wie sie mit dieser Politik des leibeigenen Kunden überhaupt noch Kunden anwerben wollen… Denn niemand möchte sich mit einer Firma einlassen, die einem einen Dolch in den finanzellen Rücken sticht.

    °TomokiG°

  • Am 4. März 2004 um 20:08 von Ein Lizenznehmer

    Lizenzen
    Ich würde SCO empfehlen sich eine lizenz auf das wort mensch zu sichern (natürlich in allen sprachen) um dann die gesamte bevölkerung des universums zu verklagen

  • Am 4. März 2004 um 11:10 von Vimes

    Größenwahn?
    Zuerst IBM, jetzt DaimlerChrysler… eigentlich darf man froh sein, daß die Jungs von SCO keine Atomwaffen haben, denn da scheint der Sinn für Verhältnismäßigkeiten und Realität schon ein wenig abgeflacht zu sein.
    Dürfte ja auf jeden Fall noch spannend werden.

    MfG
    Vimes

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