KPN schließt feindliche Übernahme von MMO2 nicht aus

Bei normalen Fusionsverhandlungen konnte man sich nicht auf einen Preis einigen

Die Fakten sind bekannt: E-Plus – die deutsche Tochter der niederländischen KPN – und O2 Deutschland – die Tochter der britischen MMO2 – sind zu klein um langfristig auf dem deutschen Markt gegen T-Mobile und Vodafone – beide haben zusammen rund 80 Prozent Marktanteil – bestehen zu können. Immer wieder wurde in der Vergangenheit über eine Fusion verhandelt, doch am Freitag endeten die bislang letzten Verhandlungen, weil man sich nicht über einen Preis einigen konnte.

Da eine Vollübernahme von MMO2 durch KPN auf friedliche Weise nicht möglich ist, scheint man nun in Amsterdam eine feindliche Übernahme der sechsgrößten europäischen Mobilfunkfirma nicht mehr auszuschließen. „Wir schließen nie eine Möglichkeit aus“, sagte ein KPN-Sprecher am Sonntag der Financial Times Deutschland.

Auswirkungen hätte eine solche Übernahme vor allem auf Deutschland: E-Plus und O2 Deutschland würden zusammen Kosten sparen können und die Marke von 20 Prozent Marktanteil erreichen. Erst ab diesem Wert ist in Deutschland ein Mobilfunkanbieter dauerhaft profitabel. Problematisch dürfte sein, dass beide Unternehmen sehr stark in ihre Marke investiert haben, von denen dann mindestens eine komplett vom Markt verschwinden würde.

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